Rheintaler Glanztaten im Ländle

TENNIS. Facundo Yunis (Altstätten) und Nina Geissler (Rheineck) sorgten an den Junioren-Titelkämpfen des Regionalverbandes Ostschweiz Tennis in Schaan für einen doppelten Rheintaler Triumph. Drei weitere Rheintaler kamen bis in den Final.

Marie-Theres Brühwiler
Drucken
Teilen
Zwei Rheintaler Sieger: Nina Geissler (Rheineck) und Facundo Yunis (Altstätten) siegten bei den Jüngsten. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

Zwei Rheintaler Sieger: Nina Geissler (Rheineck) und Facundo Yunis (Altstätten) siegten bei den Jüngsten. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

Die Rheintaler Nachwuchscracks zeigten sich am Liechtensteiner Staatsfeiertag in Schaan von ihrer besten Seite und sorgten an den Junioren-Sommermeisterschaften des Regionalverbandes Ostschweiz Tennis trotz der Abwesenheit ihres Aushängeschildes Thomas Weirather (Berneck) mit zwei Titeln und drei weiteren Finalteilnahmen für Schlagzeilen.

Neue Rheintaler Tennissterne

Wenn bei Unter-10-Jährigen normalerweise noch eher defensives Tennis zum Erfolg führt, so bewiesen der an Nummer zwei gesetzte Facundo Yunis (R7) aus Altstätten und der topgesetzte Tizian Hefti (R6) aus St. Gallen an den jüngsten Titelkämpfen das Gegenteil. Die beiden Talente spielten mutig und aggressiv und lieferten sich eine ausgeglichene, hochstehende und sehr attraktive Finalbegegnung.

Nach über zwei Stunden durfte sich schliesslich der Altstätter erstmals zu einem Meistertitel gratulieren lassen. Der erst Achtjährige, dessen Vater Juan Carlos Yunis einst bei den Swiss Indoors in Basel an der Seite von Federer-Coach Paul Annacone in den Viertelfinals stand, spielt für sein Alter schlicht sensationell. «Facundo ist talentiert und momentan total tennisbegeistert», resümierte sein Vater. Vom Sohn des ehemaligen argentinischen Tennisprofis dürfte man in nächster Zeit bestimmt noch hören.

So souverän wie Yunis spielte auch die neunjährige Nina Geissler (R7) auf. Die als Nummer 2 gesetzte Rheineckerin, die mehrheitlich in Österreich trainiert, liess im Final auch der topgesetzten Liechtensteinerin Sylvie Zünd (R7) aus Balzers nicht den Hauch einer Chance und gewann damit souverän ihren ersten regionalen Meistertitel.

Der Thaler Simon Alig (R5) gab auf seinem Weg ins Endspiel nur ein einziges Game ab. Gegen den topgesetzten Swiss-Tennis-Kaderspieler Dominik Herzig (R4) aus St. Gallen blieb der Rheintaler im Final allerdings chancenlos. «Dominik hat ganz einfach besser gespielt», erklärte Alig seine Finalniederlage. Auch Muriel Mattle (R3) aus Altstätten musste bei den Unter-16-Jährigen mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen.

Die amtierende Thurgauer U18-Meisterin unterlag der topgesetzten Liechtensteinerin Lynn Zünd (R2) in zwei Sätzen.

Jim Widmer verblüfft alle

Für die dicksten Turnier-Schlagzeilen sorgte Jim Widmer (R6). Der ungesetzte TC-Thal-Spieler, der die Favoriten alt aussehen liess, konnte erst im Final durch den topgesetzten Yves Traber (R4) gestoppt werden.

Für den Goldacher Denant Idrizi (R4) und die Staaderin Zorana Krnetic (R4), die beide die Thaler Clubfarben vertraten, war bei den Unter-14-Jährigen in den Halbfinals jeweils gegen die späteren Sieger Endstation. Gabriel Breitenmoser aus Oberriet rundete mit seinem Sieg bei den nichtlizenzierten Unter-10-Jährigen die ausgezeichnete Rheintaler Bilanz ab.

Als neue Regionalmeister durften sich neben Geissler und Yunis auch Nina Stadler (U18, Kirchberg), Timo Kranz (U18, Vaduz), Lynn Zünd (U16, Balzers), Yves Traber (U16, Bischofszell), Florina Steffen (U14, Eschen-Mauren), Kai Länzlinger (U14, Hefenhofen), Dominik Herzig (U12, St Gallen) und Chiara Merico (U12, St. Gallen) feiern lassen.

Wenig Teilnehmer

«Mit der Teilnehmerzahl von 32 lizenzierten Mädchen und 80 Buben können wir nicht zufrieden sein», sagen die Turnierorganisatoren Harris Kara und Susanne Stahl. Erfreulich sei hingegen die Tatsache, dass der Zulauf bei den nichtlizenzierten Unter-10-Jährigen mit insgesamt 32 Gemeldeten gross war, resümierten die Juniorenverantwortliche des Regionalverbandes Ostschweiz Tennis.

Gute Noten gab es einmal mehr für die Liechtensteiner Organisatoren, die unter Spielleiter Heinz Küng (TC Schaan) den Wetterkapriolen getrotzt und einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet haben.