Kurz und heftig durchgeschüttelt

LIPPERSWIL. Nach langer Bauzeit konnte die Achterbahn im Conny-Land eröffnet werden. Die Testfahrt durch den Looping zeigt: Für zarte Seelen ist die «Cobra» nichts.

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Eine rassige Angelegenheit, die neue Achterbahn Cobra im Conny-Land, die vorgestern ihren Betrieb aufnahm. (Bild: keystone/Ennio Leanza)

Eine rassige Angelegenheit, die neue Achterbahn Cobra im Conny-Land, die vorgestern ihren Betrieb aufnahm. (Bild: keystone/Ennio Leanza)

Auf diesen Tag hat die Familie Gasser lange gewartet. Am Mittwoch wurde im Conny-Land die neue Achterbahn Cobra eröffnet – mit einem Anlass für Gäste. Gestern schliesslich konnte sich auch das breite Publikum von den «Qualitäten» der Bahn überzeugen. Das Fazit: Wer denkt, die Achterbahn im Familienpark mit Ponyreiten und Gumpischloss sei harmlos, dem wird diese Idee tüchtig aus dem Kopf geschüttelt. Nach dem Ritt mit der «Cobra» muss man die Sinne ordnen. Schon vor dem Einsteigen rumort es in der Magengrube.

«Da steige ich sicher nicht ein», sagen einige – und wenn man dann rückwärts und ruckelnd in 36 Meter Höhe gezogen wird, dabei in den Sicherheitsbügeln hängt und in den Abgrund blickt, hört man diese Stimmen wieder deutlich im Kopf. Oben zu hängen, das ist ein schrecklicher Moment. Doch dann donnert die Bahn abwärts…

Während der Schussfahrt zucken Blitze, man erkennt Nebel, Licht und johlende Menschen. Alles schüttelt und rüttelt, es ist mühsam, den Kopf gerade zu halten. «Jetzt müsste der Looping kommen», denkt man, und schon ist er da – und schon wieder vorbei. Und ehe man sich's versieht, ist man am Ende der Bahn. Dann geht der Zirkus von neuem los. Rund zwei Minuten dauert der Ritt. Verarbeiten muss man die Eindrücke später.

Die «Cobra» entlässt ihre Gäste zittrig. Ruppiger als andere Bahnen ist sie – kurz und brutal. Für Leute mit empfindlichem Nacken ist sie nicht ideal. Und definitiv nichts für zarte Seelen. (ubr)