Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Gemeindepräsidium in Thal: Felix Bischofberger verzichtet auf zweiten Wahlgang für Parteikollegen

Werner Reifler (CVP), Felix Wüst (FDP) und Michael Fitzi (SVP) machen das Rennen ums Thaler Gemeindepräsidium unter sich aus. Felix Bischofberger folgt dem Entscheid seiner Partei und tritt trotz gutem Resultat im ersten Wahlgang zu Gunsten seines Parteikollegen zurück.
Jolanda Riedener
Der zweite Wahlgang um die Nachfolge von Gemeindepräsident Röbi Raths findet am 17. November statt. (Bild: Ralph Ribi)

Der zweite Wahlgang um die Nachfolge von Gemeindepräsident Röbi Raths findet am 17. November statt. (Bild: Ralph Ribi)

Der erste Wahlgang ins Gemeindepräsidium in Thal liegt bereits einige Tage zurück, die fünf Kandidaten haben derweil ihre Resultate analysiert. Drei von ihnen treten erneut um die Nachfolge von Robert Raths (FDP) an, zwei verzichten.

Am meisten Stimmen haben vergangenen Sonntag die beiden CVP-Gemeinderäte Werner Reifler und Felix Bischofberger geholt. Dabei überholte Reifler seinen Parteikollegen um lediglich 24 Stimmen. Für den zweiten Wahlgang stellt sich der CEO der Wanzl AG erneut zur Wahl – Bischofberger verzichtet.

«Der Parteivorstand hat die Wahl mit den beiden Kandidaten analysiert und verschiedene Szenarien angeschaut», sagt Cornel Rüst, Präsident der CVP Thal. Schliesslich sei es vor allem ein taktischer Entscheid gewesen, der alleine mit der Anzahl mehr Stimmen, die Reifler machte, nicht zu begründen sei. Weiter sei man zuversichtlich, dass ein Grossteil der Stimmen von Bischofberger nun an Reifler gehen. Auch die politische Positionierung von Werner Reifler und seine Nähe zu den bürgerlichen Parteien hätten den Entscheid begünstigt.

«Beide Kandidaten haben das Zeug zum Gemeindepräsidenten», sagt Rüst. Felix Bischofberger habe den Vorschlag des Parteivorstands sportlich genommen. Man bereue weiter nicht, im ersten Wahlgang auf Reifler und Bischofberger gesetzt zu haben.

Gehen mehr Thalerinnen und Thaler an die Urne?

«Ich freue mich natürlich über den Entscheid», sagt Werner Reifler. Da er mit 564 Stimmen das beste Resultat erreichte (absolutes Mehr: 1107), habe er aber erwartet, erneut ins Rennen zu steigen. «Dass Felix Bischofberger nicht mehr antritt, ist aus meiner Sicht positiv», sagt Reifler. Dafür sei ihm ein grosses Kränzchen zu winden. «Felix Bischofberger zeigt wahre Grösse und dafür danke ich ihm», sagt er.

Zurücklehnen könne sich Werner Reifler nun aber nicht. «Mein Stimmenabstand zum zweit- und drittbesten Resultat ist nicht gross», sagt der 48-Jährige. Auch sei nicht klar, wer zum zweiten Wahlgang an die Urne gehe. 45,7 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme beim ersten Wahlgang nicht abgegeben. Laut Reifler könnte sich die Wählerschaft noch verändern, auch im Hinblick auf andere kantonale oder nationale Vorlagen, die am 17. November an die Urne gelangen. Den Wahlkampf gelte es deshalb, nach wie vor, ernstzunehmen. «Ich bin weiter bei den Leuten und suche die Nähe zu den Bürgern», sagt er. Es gebe auch noch solche, die ihn nicht kennen, das wolle er ändern.

Ein Felix bleibt noch im Rennen

«Es war eine politische, sachliche Entscheidung», sagt Felix Bischofberger knapp auf Anfrage. Die CVP habe sich für eine Einer-Kandidatur mit Werner Reifler entschieden und diesem Entscheid habe er sich angeschlossen, führt der Altenrheiner Kantonsrat weiter aus.
Felix Wüst, Kandidat der FDP, wird ebenfalls zum zweiten Wahlgang antreten. Er erreichte mit 474 Stimmen das drittbeste Resultat. «Ich habe mich zusammen mit der Parteileitung gefragt, ob das überhaupt Sinn macht», sagt er. Man habe deshalb Hochrechnungen durchgeführt.

Felix Wüst ist überzeugt, dass sich die Stimmen von Bischofberger nun auch nicht nur auf eine Person verteilen. «Verlieren kann ich nicht viel.»

Ebenfalls für den zweiten Wahlgang tritt Michael Fitzi (SVP) an. Vergangenen Sonntag war er mit 396 Stimmen der Viertplatzierte. Dies habe auch mit der Ausgangslage zu tun. Fitzi rechnete zwar damit, dass sowohl Reifler als auch Bischofberger erneut ins Rennen steigen und die Stimmen dadurch breiter gefächert würden. «Ich war im ersten Wahlgang nicht völlig abgeschlagen, die Abstände waren nicht riesig», sagt der 48-Jährige. Ausserdem gebe es einige, die noch nicht gewählt hätten, da sie auf einen zweiten Wahlgang spekulierten. «Ich möchte, dass die Thalerinnen und Thaler eine Auswahl haben und alle Parteien künftig im Gemeinderat vertreten sind.»

Chancenloser Parteiloser gibt auf

Der parteilose Rossano Sarcinella erhielt am 29. September mit Abstand die wenigsten Stimmen (151) und verzichtet folglich auf eine Teilnahme am zweiten Wahlgang, wie er auf Anfrage bestätigt. Auf Facebook schrieb er bereits am Wahlsonntag: «Das Wahlergebnis hat aufgezeigt, dass in unserer Gemeinde das Parteidenken immer noch starke Wurzeln hat und die Bevölkerung noch nicht für eine Veränderung bereit ist.» Trotz dem etwas enttäuschenden Ergebnis sei die Wahl für ihn persönlich aber eine tolle Erfahrung gewesen.

Am Sonntag 17. November findet der zweite Wahlgang um die Nachfolge von Robert Raths statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.