Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Rehe sind für Thaler Winzer eine Plage

Rehe suchen regelmässig Rebhänge am Thaler Buechberg auf und fressen die jungen Pflanzentriebe - zum Ärger der Winzer. Probleme gibt es zudem mit Füchsen und Dachsen.
Rudolf Hirtl
Laut Altwinzer Ueli Koblel haben es Rehe am Buechberg in Thal vor allem auf Triebe und Jungreben abgesehen. (Bild: Rudolf Hirtl)
Auch die Rosen an der Buechberg-Treppe sind vor gefrässigen Rehen nicht sicher.
2 Bilder

Rehe lieben den frühen Jahrgang

«Rehe haben einen neu angelegten Weinberg komplett leer gefressen», «Wildsäue und Hirsche fressen ganze Weinberge leer» – derartige Schlagzeilen waren in den vergangenen Jahren im In- und Ausland keine Seltenheit. Ganz so arg ist es am Buechberg zwar nicht, doch Wildfrass ist auch dort zumindest ein so grosses Problem, dass es die Winzer durchaus gerne sehen, wenn Jäger beim Rotwild schiessen, was gesetzlich erlaubt ist.

Laut Mirko Calderara, dem für die hiesige Region zuständigen Wildhüter, ist die Zusammenarbeit diesbezüglich mit den betroffenen Winzern am Buechberg gut. Als die ersten Meldungen über Wildschäden eingegangen seien, habe sich das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen rasch um das Anliegen gekümmert. So seien vergangenes Jahr einzelne Tiere geschossen worden und im Spätherbst sei zudem eine Bewegungsjagd im Rebberg durchgeführt worden. Gleiches sei auch für das laufende Jahr vorgesehen.

Dachse richten die grösseren Schäden an

Laut Mirko Calderara ist die Lage am Buechberg momentan ruhig. Zumindest seien keine Meldungen über Wildschäden zu ihm vorgedrungen. Sollte es aber tatsächlich problematisch sein, so könnten Jäger aktuell Rehe am Buechberg schiessen. Das gelte für ein- bis zweijährige weibliche Tiere, Böcke und nicht führende Geissen.

Ganz so entspannt wie der Wildhüter sieht Altwinzer Christoph Rutishauser die Situation am Rebberg nicht. «Insbesondere bei Jungreben sind Rehe ein Problem. Wir schützen diese zwar mit Plastikröhren, doch wenn sie ober rauswachsen, dann werden die Triebe gefressen.» Um dies zu verhindern, würde er sogenannte Vergrämungsmittel im Rebhang verteilen. «Diese stinken allerdings fürchterlich und sind auch für unsere, nicht ganz so empfindlichen Nasen kaum auszuhalten.»

Gemäss Jagdgesetz (Art. 52) entschädigt der Kanton Wildschaden nach der eidgenössischen Jagdgesetzgebung. Winzer können darauf aber nicht zählen, denn laut Wildhüter sind «die Kulturen zu schützen.»

Der 77-jährige Ueli Kobel ist damit beschäftigt, Reben hochzubinden, als er nach seinen Erfahrungen in Sachen Wildschaden am Buechberg befragt wird. Und er hat einiges zu erzählen. «Vor einigen Jahren, als ein Jäger ein hier geschossenes Reh ausgenommen hat, war der Magen gefüllt mit jungen Rebtrieben.» Weitaus grössere Schäden würden aber Dachse anrichten. Im Herbst, wenn die Trauben reif seien, würden diese ganze Zeilen abfressen. Und auch Füchse hätten die süssen Beeren auf ihrer Speisekarte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.