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Region Rorschach trotzt dem Frost

Landwirte und Winzer der Region Rorschach haben kaum Schäden durch den späten Frost zu beklagen. Die grosse Herausforderung kommt jedoch erst.
Ines Biedenkapp
Frost kann den jungen Reben erheblichen Schaden zufügen. (Bild: PD)

Frost kann den jungen Reben erheblichen Schaden zufügen. (Bild: PD)

Derzeit sind die Bauern, Winzer und Gärtner aus der Region Rorschach viel beschäftigt. Sie pflanzen Setzlinge, Äste werden gestutzt oder Felder und Reben bearbeitet. Dazu gehört auch, die Pflanzen vor Frost zu schützen. Während sich im April die Sonne zeigte und die Temperaturen zwischenzeitlich bereits auf über 20 Grad stiegen, waren die vergangenen Nächte nass und kalt. Teilweise fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt.

2017 war schlimmer

Vor allem in der Landwirschaft kann der späte Frost zu Schäden im Obst-, Wein- oder Gartenbau führen. Auf dem Weingut von Roman Rutishauser in Thal gibt man sich allerdings optimistisch: «Na klar wird man bei Frost ein wenig nervös, allerdings hat es uns in den vergangenen Tagen nicht getroffen», sagt Winzer Roman Rutishauser.

Zur Kontrolle der Temperaturen setzt der Betrieb auf eine Wetterstation in den Rebbergen. Diese gibt der Familie Auskunft, ab wann kritische Temperaturen erreicht werden. «Dieses Jahr kam es bis jetzt nicht so weit», sagt der Winzer. «2016 und 2017 waren viel schlimmer. Damals hat der Frost die Schweiz flächendeckend heimgesucht.»

Frost bleibt nicht aus

Auch Familie Troxler aus Goldach lebt von der Landwirtschaft. Ihre Beeren sind in der ganzen Region begehrt. Ob sie der Frost dieses Jahr getroffen hat? Karin Troxler winkt ab:

«Wir haben ein bisschen Schaden davongetragen, aber das gibt es jedes Jahr.»

Sie hofft, dass der Schaden gering bleibt. «Ganz überstanden haben wir es noch nicht. Die Eisheiligen kommen erst noch.»

Nützliche Frostreserve

Während andere Regionen wesentlich stärker vom Frost betroffen waren, macht sich Roman Rutishauser mit seinem Team bereits daran, dass auch während den Eisheiligen in den nächsten Tagen der Frostschaden so gering wie möglich ausfällt. «Es gibt verschiedene Methoden, wie man die Pflanzen vor dem Frost schützen kann. Manche setzen etwa auf ein Feuer zwischen den Pflanzen, beregnen die Knospen, wiederum andere Winzer versuchen ihre Pflanzen abzudecken», sagt er.

Dabei stelle sich aber auch immer die Frage, ob die Methode sich auch als sinnvoll erweist. «Wenn der Frost trotz aller Massnahmen einen grossen Schaden anrichtet, dann hat das Ganze nichts genützt.» Allerdings hätte man dadurch nur vermehrt Kosten zu tragen. Für ihn und seine Familie hat sich in bisher die Frostreserve bewährt. Während dem Rebschnitt werden sogenannte Frostruten als Reserveschosse stehen gelassen. «Es bedeutet für uns ein wenig mehr Arbeit, die Triebe stehen zu lassen und nach den Eisheiligen abzuschneiden», sagt Rutishauser. «Jedoch hätte ich nach dem Frost damit immer noch eine Reserve stehen.» Falls dies nichts nützt, sei er um eine Frosterfahrung reicher.

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