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Trauer, Schock und Unverständnis: Reaktionen zum Aus der Gossauer Bäckerei Gehr

Das Ende der Gossauer Traditionsbäckerei Gehr bewegt die Bevölkerung. Wieso es zum Konkurs des Betriebs kam, ist weiter unklar. Einige Leserinnen und Leser kritisieren mangelnde Kundenfreundlichkeit.
Sandro Büchler/Johannes Wey
Am Donnerstag wurde der Konkurs über die «Begehrenswert AG» eröffnet. (Bild: PD)

Am Donnerstag wurde der Konkurs über die «Begehrenswert AG» eröffnet. (Bild: PD)

Die Nachricht verbreitete sich am Donnerstag wie ein Lauffeuer. Der Bäckereibetrieb Gehr ist Konkurs. Alle sechs Filialen, darunter zwei in Gossau, in Arnegg, Andwil, Degersheim und Herisau sind versiegelt. Die Rollläden sind geschlossen, es ist still um die Filialen.

In den sozialen Medien ist das Aus der Bäckerei ein heiss diskutiertes Thema. Auf Facebook äussern sich etliche Nutzer. Viele sind betroffen über das plötzliche Ende.

«Schade», schreiben die meisten Leserinnen und Leser. Einige fragen sich, wo sie nun ihre Brötchen holen können und müssen liebgewonnene Rituale hinter sich lassen. Andere vermissen die Süssigkeiten vom Gehr. Su Klarer ist traurig.

«Die Rouladen waren mega lecker.»

Mary Preisig wünscht den Angestellten viel Kraft. Auch Hester Ryffel hat Mitgefühl mit den rund 60 Mitarbeitenden der Bäckerei.

«Schlimm für die Angestellten.»

Wie es mit ihnen weitergeht und ob es zu Kündigungen kommt, ist nach wie vor unklar.

Die Gerüchteküche brodelt

Dany Lüthi meint, dass die Grossverteiler mitschuldig seien. Er kritisiert aber auch die Kunden:

«Vielen muss es schnell gehen. Man unterstützt lieber die grossen Firmen, anstatt mal beim Beck im Dorf einkaufen zu gehen.»

Andere wiederum suchen die Gründe nicht bei den Kunden und der Konkurrenz, sondern bei der Führung der Bäckerei Gehr selbst. Erna Dalzotto etwa schreibt:

«Nach dem Generationenwechsel ist es bergab gegangen.»

Dem pflichtet Facebook-Nutzerin Francine Nue bei. Der Service sei schlechter geworden. Viele Kunden seien dadurch vergrault worden.

«Die Kundenfreundlichkeit war gleich null.»

Auch Peter Zimmerli bedauert den Konkurs, denn die Bäckerei habe viele sehr gute Produkte im Angebot gehabt.

«Als man auf junge Leute im Team gesetzt hat, war dies schon ein Genickbruch.»

Imbiss nach dem Ausgang

Auch in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Gossau wenn...» äussern sich etliche User schockiert. Andere schwelgen in Erinnerungen, etwa daran, wie sie sich in der Bäckerei jeweils nach dem Ausgang mit Gipfeli verpflegt hätten oder an die Bürli in der Pause im Haldenbühl-Schulhaus.

Auch hier gibt es Stimmen wie Daniel Schlatter, die einen Qualitätsverlust nach dem Generationenwechsel beklagen:

«Seit der Pensionierung des Alten Bäckers hat es einfach nicht mehr geschmeckt.»

Bierproduzent Adi Krucker nimmt die junge Generation hingegen in Schutz:

«Man kann aber nicht alles auf die Nachkommen abschieben. Die Zeit hat auch einiges verändert. Als Gidi Gehr angefangen hat, gab es noch keine Tankstellenshops und Discounter, die in dem heutigen Ausmasse Brot anboten.»

Bei der «Armada» an Cateringbuden und Grossbetrieben werde es immer schwerer für die Bäckereien.

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