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Ratten erobern das St.-Leonhard-Pärklein

Das St.-Leonhard-Pärklein in der Nähe des St. Galler Hauptbahnhofs wird derzeit von Ratten bevölkert. Die Polizei versucht, die ungebetenen Gäste zu verscheuchen. Gelingt das nicht, muss sie die Tiere töten.
David Gadze
Das St.Leonhardspärkli wird derzeit von Ratten überrant. (Bild: Michel Canonica)

Das St.Leonhardspärkli wird derzeit von Ratten überrant. (Bild: Michel Canonica)

Wer derzeit am St.-Leonhard-Pärklein vorbeikommt, kann sie nicht übersehen: Die Ratten, die sich dort in den vergangenen Tagen in grosser Zahl angesiedelt haben, wie «FM1Today» berichtete. Bei den Nagetieren, die kreuz und quer durch den Park springen und aus den Büschen huschen, handle es sich um Wander- oder Kanalratten, sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei.

An sich seien Ratten in der Stadt nichts Aussergewöhnliches – nur eben nicht an der Oberfläche, sondern in der Kanalisation. Vermutlich hätten sie Futterquellen im Park aus dem Untergrund gelockt.

Nicht streicheln und nicht füttern

Die ungebetenen Gäste sind im Park nicht willkommen: Die Polizei versucht, sie mit einem Geruchsmittel zu verscheuchen, das für Menschen unbedenklich ist. Sie befürchtet nicht, dass sich das Problem verlagert, wenn die Tiere weiterziehen.

Die Ratten hätten sich in den vergangenen Tagen bereits stark vermehrt, sagt Widmer. Dies sei vor allem deshalb problematisch, weil die Tiere Krankheiten übertragen könnten. Die Polizei rät deshalb, die Ratten nicht zu streicheln oder zu füttern. «Wenn sie sich an einem Ort nicht mehr wohlfühlen, weil sie nichts zu essen finden, ziehen sie in der Regel weiter.»

Mit der Fütterung unterstütze man hingegen ihre Vermehrung. Deshalb reinige die Stadt auch das Gebüsch rund um den Park regelmässig von Abfall und Essensresten, aber auch von Blättern und Gehölz, das als Versteck dienen könnte. «Wir nehmen ihnen die Wohlfühloase weg», sagt Widmer. Ausserdem habe man die Schüler aus dem angrenzenden Leonhardsschulhaus sensibilisiert, sich von den Tieren

Aussetzen der Tiere ist nicht möglich

Sollten die Vertreibungsmassnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, müsste die Polizei in Absprache mit dem Wildhüter zum letzten Mittel greifen: der Tötung der Ratten. Andere Massnahmen gebe es nicht. Sie einzufangen sei nicht möglich, auch aus Gründen des Tierschutzes: Das Einfangen wäre laut Dionys Widmer für die Nager «eine enorme Stresssituation», das Aussetzen in einem fremden Revier eine noch grössere – und dort würden sie von anderen Tieren vermutlich ohnehin getötet. Deshalb beobachte die Stadtpolizei die Situation täglich in der Hoffnung, dass die Ratten verschwinden. Wie viel Zeit ihnen dafür bleibt, ist gemäss Widmer noch offen.

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