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Rasern geht es in Rorschach an den Kragen

Kantonspolizei St.Gallen sagt Tunern den Kampf an und stellt am Wochenende in Rorschach zwölf Bussen aus.
Ines Biedenkapp
In Rorschach werden Raser mit getunten Motoren immer mehr zum Problem. (Bild: Rudolf Hirtl)

In Rorschach werden Raser mit getunten Motoren immer mehr zum Problem. (Bild: Rudolf Hirtl)

Rorschach ist vor allem für den Bodensee bekannt. Doch die Stadt am See ist nicht nur bei Touristen oder Velofahrer beliebt, sondern auch unter Tunern, die mit ihren aufgemotzten Autos gerne einmal mit aufheulenden Motoren am See entlang fahren.

Dessen ist sich auch die Polizei bewusst und führt derzeit vermehrt Kontrollen in der Region durch. «Rorschach ist bekannt für seine Schaufahrten am See», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Da haben wir immer wieder ein Auge drauf.»

Ohne Fahrausweis erwischt

Am vergangenen Wochenende waren daher zwei Patrouillen in Rorschach unterwegs, die mit einem Sachverständigen des Strassenverkehrsamts gezielt Kontrollen im Bereich Fahrzeug-Tuning machten. «Insgesamt wurden zwölf Ordnungsbussen ausgestellt», sagt Schneider auf Anfrage.

Des Weiteren wurden drei Fahrzeughalter zur Anzeige gebracht. «Darunter war auch ein Fahrer, der gar keinen Führerschein besass», sagt Schneider weiter. Auch einige technische Mängel seien bei den Kontrollen aufgefallen: «Der Experte hat zwei Autos zur Nachprüfung bestellt», sagt Schneider.

Reklamationen bei der Stadtverwaltung

Das Problem der wachsenden Tuning-Szene ist auch der Stadt Rorschach bekannt. «Wir haben tatsächlich ein Problem mit getunten Autos», sagt Marcel Aeple, Stadtschreiber von Rorschach. «Wir sind bereits seit einer Weile daran, Kontrollen mit der Kantonspolizei durchzuführen.» Immer wieder würden auch Reklamationen aus der Bevölkerung bei der Stadtverwaltung eingehen. «Einige finden solche Autos vielleicht toll» sagt Aeple.

«Dem ganz grossen Teil der Bevölkerung sind sie aber ein Dorn im Auge.»

Bei den Kontrollen falle auf, dass viele der Kennzeichen nicht aus der Region stammen. «Viele der Kennzeichen kommen von ausserhalb des Kantons, so etwa aus Appenzell Innerrhoden», sagt Aeple. Doch er wägt ab: «Das muss nicht heissen, dass die Fahrer unbedingt aus Appenzell kommen. Viele mieten sich ein solches Fahrzeug auch einfach für ein Wochenende bei einem Autovermieter, der dort stationiert ist.»

Zusammenarbeit trägt erste Früchte

Bereits vergangene Woche wurden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. So verzeigte die Polizei am Donnerstag vier Männer bei der Staatsanwaltschaft, da sie massiv zu schnell fuhren. Zweien wurde der Führerausweis ganz abgenommen. Die Kontrollen gehören zu einem Konzept, dass Stadt und Polizei ausgearbeitet haben. Genaueres könne jedoch aus ermittlungstechnischen Gründen nicht verraten werden, erklärt Marcel Aeple. «Jedoch ist es schön zu sehen, wenn die Arbeit erste Früchte trägt», sagt er und spielt damit auf die Verzeigungen vergangene Woche an.

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