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Rasant entsteht die Budenstadt: Jahrmarkt in St. Gallen

Ab Donnerstag locken Magenbrot, Zuckerwatte, Riesenrad und Autoscooter Menschenmengen an den Jahrmarkt. Bis es so weit ist, müssen Prüfer des TÜV die Bahnen abnehmen und freigeben.
Christoph Renn
Das Herzstück des Herbstjahrmarktes: Arbeiter montieren die Kabinen des Riesenrads. (Bild: Ralph Ribi)

Das Herzstück des Herbstjahrmarktes: Arbeiter montieren die Kabinen des Riesenrads. (Bild: Ralph Ribi)

Elektriker verlegen Kabel und decken sie mit Holzbrettern zu. Nebenan entstehen in Windeseile die Holzhäuschen für den Warenmarkt. Arbeiter hämmern und schrauben an ihren Bahnen oder polieren sie auf Hochglanz. Der Aufbau des Herbstjahrmarktes, der Donnerstag startet, erinnert an eine gut geölte Maschine. Auf engstem Raum kreuzen Lastwagen, dazwischen richten sich die Bahnbetreiber auf dem Spelteriniplatz ein.

Die Aufbauarbeiten haben bereits vor einer Woche begonnen. «Als erstes war Alois Steiner von der ‹Calypso› auf Platz», sagt Marktpolizist Roger Wächli. Der Aufbau der historischen Bahn dauere mit Abstand am längsten. Jede Schraube müsse überprüft, jede Holzplatte einzeln montiert werden. Für die «Calypso» ist es bereits der zweite Auftritt in St. Gallen in diesem Jahr. Sie war das Aushängeschild an der ersten Historischen Chilbi auf dem Gallusplatz im vergangenen Juni. Sie steht jedoch nicht das erste Mal auf dem Spelteriniplatz. «Schon vor rund 20 Jahren drehten Besucher auf dieser Bahn am Herbstjahrmarkt ihre Runden», sagt Wächli.

Die Bahnen müssen den Vorschriften entsprechen

Nur wenige Meter neben der historischen Bahn richtet eine grosse Gruppe Männer das Herzstück des Jahrmarktes auf: das Riesenrad. «Dieses darf natürlich nicht fehlen», sagt Wächli. Eine Kabine nach der anderen wird schnell, aber ordentlich, an den Halterungen befestigt. Währenddessen suchen einige Schausteller noch ihren Platz, Wächli weist ihnen den Weg.

Das scheinbar bunte Treiben ist kleinlich durchgeplant. Mit einem Messband kontrolliert ein Polizist die Abstände zwischen den Bahnen und Schiessbuden. Noch bleibt bis zum Start etwas Zeit. Genauer gesagt bis übermorgen Mittwoch, 8.30 Uhr. Dann kommen die Prüfer vom TÜV. «Sie machen ein Gebrauchsabnahme und prüfen alle Bahnen und Stände sehr genau», sagt Wächli. Erst danach können die Gäste kommen.

213 Markthändler und Aussteller

Der Jahrmarkt findet vom Donnerstag, 11., bis Sonntag, 21. Oktober, statt. Das Areal erstreckt sich vom Blumenaupärkli bis zum Eingang der Olma und umfasst die Notker-, Scheffel-, Sonnen- und Parkstrasse. Die Fahrgeschäfte und Buden befinden sich auf dem Blumenau- sowie Spelteriniplatz, entlang des Spelterinischulhauses und den beiden Höfen der pädagogischen Hochschule. Insgesamt gibt es 213 Markthändler und Aussteller und 47 Schaustellungen, davon sind 21 Fahr- und Laufgeschäfte und 26 Spiel- und Schiessbuden.

Die Bahnen und Warenstände haben täglich von 10 bis 20 Uhr offen. Die Esswarenstände öffnen Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag und Samstag von 10 bis 22.30 Uhr.

Stadt hält an Mehrwegsystem fest

Auch in diesem Jahr wird bei den Esswaren- und Getränkeständen mit dem Mehrwegsystem gearbeitet. So müssen die Besucherinnen und Besucher für ein Getränk im Offenausschank jeweils ein Depot auf die Becher bezahlen. Bei den PET-Flachen und Dosen wird zudem zusammen mit dem Getränk ein Jeton abgegeben, wie man es auch vom Open Air St. Gallen kennt. Sowohl leere Becher wie auch PET-Flaschen und Dosen können gegen Rückzahlung des bezahlten Depots an den Ständen wieder zurückgegeben werden. Dieses System wurde an der Olma 2012 erstmals angewendet. Anfangs kam es bei den Betreibern der Essensstände gar nicht gut an.

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