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Quartierkoordination in Rorschach unter neuer Leitung

Denise Keel ist die neue Leiterin der Quartierkoordination in Rorschach. Neu soll der Fokus auf Prävention gesetzt werden und auf den Ausbau der Angebote.
Valentina Thurnherr
Denise Keel vor dem Quartiertreff an der Löwenstrasse. (Bild: Valentina Thurnherr)

Denise Keel vor dem Quartiertreff an der Löwenstrasse. (Bild: Valentina Thurnherr)

«Mir war von Anfang an wichtig, nicht nur die Theorie zu lernen, sondern in der Praxis zu arbeiten», sagt Denise Keel. Seit Januar ist die Rheintalerin als Nachfolge von Anna Dietsche als Leiterin der Quartierkoordination Rorschach tätig. Absolviert hat die 22-Jährige ursprünglich eine Ausbildung zur Kauffrau auf der Stadtverwaltung in Altstätten. «Schon damals haben mich besonders die sozialen Aspekte einer Stadt interessiert.» Die Erfahrungen während der Lehre waren ausschlaggebend für ihre Entscheidung 2014 Soziale Arbeit an der Fachhochschule in St. Gallen zu studieren.

Während des Studiums absolvierte sie zwei Praktika. Eines beim «Verein Rhyboot» in Altstätten und das zweite in Herisau im «Win-Win-Markt». Für sie war aber klar, dass sie noch viel mehr Praxiserfahrung sammeln wollte. Schon in der Lehre machte Keel die Erfahrung, dass nicht alles in der Theorie simuliert werden kann.

«In der Realität gibt es oft Fälle, die durch alle Maschen fallen und sehr komplex sind. Um auch schon während des Studiums mit solchen Fällen in Kontakt zu kommen, wechselte ich im dritten Jahr vom Vollzeit- zum Teilzeitstudium.»

So kam es, dass sie Anfang 2017 eine Stelle als Mitarbeitern in Ausbildung bei der Quartierkoordination in Rorschach antreten durfte.

Anlaufstelle für die ganze Stadt

«Der Quartiertreff ist einzigartig in der Ostschweiz. Die Art der Organisation erinnert an die Gemeinschaftszentren in Zürich», sagt Denise Keel. Bis zum vorangegangenen Jahr gehörte die Quartierkoordination der Hafenstadt noch zum Bereich Bau und Stadtentwicklung. «Ursprünglich ins Leben gerufen, wurde dieses Projekt im Rahmen des ‹Projet Urbain›, um die Lebensqualität im Löwenquartier nachhaltig zu verbessern», so Keel. Vom Bund in Auftrag gegeben, lief dieses Projekt von 2008 bis 2015. «Während dieser Zeit entstanden auch die beliebten Veranstaltungen wie das Frauen- und Quartiercafé sowie der Mittagstisch, oder der Männertreff. Diese Angebote wurden regelmässig von den Quartierbewohnern genutzt.»

Als das Projekt vor vier Jahren sein Ende fand, stand die Frage im Raum, was nun geschehen soll. «Genau wegen dieser beliebten niederschwelligen Treffpunkte kam schliesslich auch der Stadtrat zum Schluss, dass das Angebot weitergeführt werden soll», so Keel. Seit Januar 2019 gehört die Quartierkoordination als Bereich Beratung und Prävention zu den Sozialen Diensten der Stadt Rorschach. Der präventive Charakter ist dabei von zentraler Bedeutung. Personen in schwierigen sozialen Situationen sollen möglichst früh erfasst werden, damit zusammen eine geeignete Lösung gefunden werden kann.

«Wegen des vorangegangenen Projekts glauben viele wir seien nur für das Löwenquartier zuständig. Das ist aber nicht so, jeder der in Rorschach wohnt, kann unser Angebot nutzen.»

Die Quartierkoordination soll unter anderem als Anlaufstelle dienen, wenn jemand nicht genau weiss, an welche Stelle er sich wenden soll. «Egal, in welchem Bereich man ein Problem hat, sei das in der Familie, beim Bewerbungen schreiben, bei der Wohnungssuche oder sogar etwas banales wie die Abfalltrennung – wir sind dafür eine erste Anlaufstelle», sagt Keel. Heutzutage gebe es so viele Ämter und Fachstellen, dass viele Leute im ersten Moment nicht wissen wohin sie sich wenden sollen. «Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass die Hemmschwelle zu uns in den Quartiertreff zu kommen etwas kleiner ist, als zum Beispiel beim Sozialamt vorbeizugehen.»

Neue Angebote etablieren

Im Austausch mit anderen Fachstellen der Stadt Rorschach stellten die Mitarbeiter der Quartierkoordination fest, das bei vielen ein grosses Bedürfnis im Bereich Finanzen und Budgetberatungen besteht. «Deshalb bieten wir neu in diesem Bereich niederschwellige Beratungen an.» Dazu gehört eine einmalige Budgetberatung, längerfristige Begleitung und Unterstützung im Bereich Finanzen sowie freiwillige Lohn- und Rentenverwaltung.

Ein weiteres Angebot ist das Lese- und Schreibbüro wo man Unterstützung erhält beim Verstehen oder Schreiben eines Briefes, für das Schreiben von Bewerbungen und Ausfüllen von Formularen. Auch bei weiteren schriftlichen Fragen und Problemen erhält man Hilfestellung.

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