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Probleme mit dem Provisorium beim Schulhaus Untereggen

Die Gemeinde Untereggen will von der Bevölkerung wissen, ob sie einen Ersatz für das 100-jährige Schulhaus befürwortet. Ein Schulbesuch zeigt: Man wünscht sich mehr Platz und das Provisorium soll weg.
Jolanda Riedener
Das Schulhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und seither mehrmals umgebaut und teilsaniert. Wegen rasch gestiegener Schülerzahlen erstellte die Gemeinde 2004 einen Schulpavillon (rechts). (Bild: jor)

Das Schulhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und seither mehrmals umgebaut und teilsaniert. Wegen rasch gestiegener Schülerzahlen erstellte die Gemeinde 2004 einen Schulpavillon (rechts). (Bild: jor)

Die Form des rechteckigen Baus erinnert an eine Schuhschachtel, eingepfercht zwischen Schule und Turnhalle. Die Gemeinde Untereggen hat den provisorischen Unterrichtsraum 2004 erbauen lassen, weil die Schülerzahlen plötzlich stiegen und der Platz fehlte. «Damals rechneten wir damit, dass das Provisorium nach acht bis zehn Jahren wieder zurückgebaut werden kann», sagt Petra Gächter, Schulpräsidentin in Untereggen.

"Die Platzierung des Pavillons ist nicht ideal"
Petra Gächter, Schulpräsidentin Untereggen

Petra Gächter (Bild:jor)

Petra Gächter (Bild:jor)

Jetzt, rund 14 Jahre später, wird der Pavillon nach wie vor für den Unterricht genutzt. Er umfasst ein Klassenzimmer, einen Werkraum und Toiletten, davor gibt es einen kleinen Garderobenbereich. Es ist heiss im Schulzimmer, obwohl es an diesem Dienstagmorgen bewölkt ist. Drittklässler arbeiten selbstständig an einem Auftrag. Das Raumklima lasse grundsätzlich zu wünschen übrig: «Im Sommer ist es wahnsinnig heiss und im Winter sind auch schon Wasserleitungen zugefroren», sagt Hauswart Thomas Erni. Die Aussenfassade weist Alterserscheinungen auf.

Primarschüler werden in drei Gebäuden unterrichtet

Der Vorplatz zwischen Schulhaus und Turnhalle, wo heute das Provisorium steht, diente früher als Pausenplatz. Die Schule, Kirchgemeinde, sowie die Dorfbevölkerung könnte den Platz wieder nutzen, zum Beispiel für Hochzeitsapéros war er früher beliebt. «Die Platzierung des Pavillons ist nicht ideal», sagt Gächter. Eine Überdachung führt vom Provisorium zur 1984 erbauten Mehrzweckhalle. Neben der Turnhalle, die ausser fürs Schulturnen von Vereinen rege genutzt wird, befindet sich im Obergeschoss das Schulzimmer der Erst- und Zweitklässler sowie ein zweites, kleineres Klassenzimmer. Dort sitzen Kinder mit der Religionslehrerin im Kreis und stimmen ein Lied an. Auch das Büro des Schulleiters befindet sich im Mehrzweckgebäude.

Das Schulhaus ist fast 100-jährig

Der älteste Bau, in dem die Unteregger Primarschüler büffeln, ist das Schulhaus. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es erbaut und mehrfach renoviert. Im Erdgeschoss befinden sich Garderoben, das Lehrerzimmer und ein Werkraum. In den oberen beiden Stockwerken sind Schulzimmer und Gruppenräume eingerichtet. Die Klassenzimmer wurden in den vergangenen Jahren renoviert. Auch infolge mehrfacher Wasserschäden, etwa wegen eines defekten Boilers in der 3,5-Zimmer-Wohnung, die sich im dritten Stockwerk befindet.

Der Schulbetrieb scheint das Alter des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen: Keine Risse oder offensichtliche Mängel sind in den hellen Räumen, mit Blick auf Rasen und Sportplatz, zu erkennen. «Die Anlagen wurden gut unterhalten, es funktioniert alles, aber sie sind in die Jahre gekommen», sagt Gächter. Rollstuhlgängig sei das Gebäude nicht. Vor allem der Platz sei knapp, besonders in Gruppenräumen. Auf den provisorischen Pavillon zu verzichten, sei deshalb keine Option. «Die Gestaltung des Unterrichts hat sich verändert. Die Räumlichkeiten sollten auch in Zukunft den unterschiedlichen Unterrichtsformen gerecht werden.»

Unteregger sollen sich einbringen

Der Gemeinderat will nun von der Bevölkerung wissen, welche Massnahmen sie sich für die Zukunft der Schulanlagen wünscht. Dazu hat er drei Varianten ausgearbeitet und erstmals an der Bürgerversammlung im März vorgestellt. Ein entsprechender Fragebogen erreichte die Unteregger kürzlich.

Die mit 2,75 Millionen Franken kostengünstigste Variante würde das Schulhaus erhalten und den Pavillon erneuern oder nach Bedarf einen Ersatzbau erstellen; alles Dinge, die sowieso anstehen würden. Die zweite Variante sähe einen Neubau des Schulhauses vor: Für 9,45 Millionen Franken würde das alte Schulhaus und der Pavillon ersetzt werden. Ein vollständiger Neubau von Schulhaus und Mehrzweckhalle an einem neuen Standort sieht die dritte Variante vor. Kostenpunkt: 14 Millionen Franken.

Sowohl der Neubau des Schulhauses als auch die Kombination mit neuer Turnhalle sei gemäss Gemeinderat zu stemmen. Eine Erhöhung des Steuerfusses könne man aber nicht ausschliessen. Ein Neubau wäre gemäss Gemeinderat nachhaltiger und flexibler. Noch bis am 15. August kann die Bevölkerung den Fragebogen bei der Gemeinde abgeben. Die bevorzugte Variante werde dann näher verfolgt.

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