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Interview

Präsident zum Rücktritt nach den Highland Games: «Appowila ist mein viertes Kind»

Martin Tschirren tritt nach zehn Jahren als Präsident des Vereins Appowila zurück. Die Belastung wurde zu gross.
Rossella Blattmann
Martin Tschirren hat nach zehn Jahren als Präsident des Vereins Appowila seinen Rücktritt verkündet. Er blickt auf eine Zukunft mit mehr Zeit für seine Kinder. (Bild: Benjamin Manser / Abtwil, 3.September 2019)

Martin Tschirren hat nach zehn Jahren als Präsident des Vereins Appowila seinen Rücktritt verkündet. Er blickt auf eine Zukunft mit mehr Zeit für seine Kinder. (Bild: Benjamin Manser / Abtwil, 3.September 2019)

Die Appowila Highland Games 2019 sind Geschichte. Doch am Wochenende ist in Abtwil nicht nur die sechste Ausgabe des Schottland- und Mittelalter-Festivals zu Ende gegangen. Am Sonntagabend gab der Präsident des Vereins Appowila, Martin Tschirren, nach zehn Jahren seinen Rücktritt bekannt. Das habe vor allem einen Grund, wie er während der Abbauarbeiten erklärt.

Warum treten Sie zurück?

Martin Tschirren: Ich möchte mehr Zeit haben für meine Kinder. Meine Tochter Lara ist bereits erwachsen. Doch mein Sohn Timo (10) und meine jüngere Tochter Mila (9) sind noch klein. Sie werden so schnell gross. Ich möchte mehr für die beiden da sein, bevor auch sie erwachsen sind und ein selbstständiges Leben führen. Ich arbeite zudem 100 Prozent als Grenzwächter im Rheintal. Und die Koordination und Organisation der Highland Games ist sehr zeit- und arbeitsintensiv. Alles zusammen wurde mir einfach zuviel. Es ist nun Zeit, das Zepter an die nächste Generation weiterzugeben.

Wann haben Sie den Entschluss gefasst?

Im letzten Winter. Ich war mit den Kindern in den Ferien. Doch ich sass die ganze Zeit wegen des Vereins am Laptop. Ich war nicht präsent. Da wusste ich: Jetzt muss ich handeln und einen Schritt zurückgehen.

Sie verlassen den 100-köpfigen Verein Appowila aber nicht endgültig.

Nein. Ich gebe lediglich das Vereinspräsidium ab. Ich bleibe weiterhin Appowiler.

Bleiben Sie auch weiterhin im Vorstand?

Das wird sich erst an der Hauptversammlung im November zeigen. Dann werden der Vorstand sowie das Organisationskomitee der Highland Games neu gewählt. Es wird Umstrukturierungen und diverse Veränderungen geben, die der Vorstand an der HV präsentieren wird.

Warum die Umstrukturierung?

Wir wollen die Last auf mehrere Schultern verteilen. Der Vorstand soll sich in Zukunft an erster Stelle um den Verein, und das zwölfköpfige OK ausschliesslich um die Organisation der Appowila Highland Games kümmern.

Thomas Aldrian ist aktuell Vizepräsident der Appowiler. Ist er Ihr Nachfolger?

Wer der neue Präsident oder die neue Präsidentin wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch offen. Die Vereinsmitglieder werden meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin ebenfalls an der Hauptversammlung im November wählen.

Was war für Sie der Höhepunkt Ihrer Zeit als Appowila-Präsident?

Die Highland Games 2019. Der Aufbau, das Festival selbst und auch der Abbau, der gerade stattfindet: Dieses Jahr stimmte einfach alles. Auch das Wetter spielte mit. Ein persönliches Highlight für mich war die Parade mit Dudelsackspielern und Trommlern am Samstagvormittag. Ich hatte während des ganzen Umzugs Tränen in den Augen. Mein Sohn Timo, der neben mir mitlief, wusste, dass es meine letzten Games als Präsident waren. Er sagte: «Papi es ist gut, es wird alles wieder gut.»

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In Abtwil sind die Schotten los: Die schönsten Bilder vom Wochenende an den Appowila Highland Games

Was war der Tiefpunkt Ihres zehnjährigen Präsidiums?

Die Highland Games 2017. Damals regnete es in Abtwil nur so in Strömen. Wegen des schlechten Wetters mussten wir auch den grossen Samstagsumzug absagen. Das war einfach bloss deprimierend.

Was ist das Schönste an den Appowila Highland Games?

Die Begeisterung, die gute Stimmung, das Funkeln in den Augen: Die Freude der Besucherinnen und Besucher zu sehen und zu spüren, ist für mich der schönste Lohn.

Was sind Ihre Zukunftspläne?

Als ich damals vor 23 Jahren auf einem Hügel in Schottland sass, hat mich das Schottlandfieber gepackt und nicht mehr losgelassen. Wenn alle meine Kinder selbstständig und weniger auf mich angewiesen sind, möchte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen, und nach Schottland auswandern.

Schottlandvirus im Blut

Eine Reise vor 23 Jahren veränderte alles. Der heute 43-jährige Martin Tschirren war 19 und hatte gerade die Rekrutenschule hinter sich. Er wollte in Mallorca feiern, doch sein Kollege schlug Schottland vor. Tschirren war zunächst gar nicht begeistert. Doch in den schottischen Highlands habe sich alles verändert. «Wir sassen mit einer Flasche Whisky auf einem Hügel und schauten auf die grüne, weite Landschaft hinunter. Ab da war alles anders.» Im August 2008 gründete Tschirren mit acht Gaiserwalder Kollegen in Edinburgh den Verein Appowila. Ein Jahr später fanden in Abtwil die ersten Highland Games statt. (bro)

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