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Pop-up-Stores sollen im Säntispark in Abtwil die Ausnahme bleiben

Die Migros setzt im Säntispark nicht auf Zwischennutzungen. Trotzdem hat sie nun einen Pop-up-Store verlängert.
Perrine Woodtli
Der erste Pop-up-Store im Säntispark in Abtwil schliesst Ende September. Die Suche nach einem Nachmieter für die 250 Quadratmeter grosse Fläche im Obergeschoss läuft. (Bild: Ralph Ribi)

Der erste Pop-up-Store im Säntispark in Abtwil schliesst Ende September. Die Suche nach einem Nachmieter für die 250 Quadratmeter grosse Fläche im Obergeschoss läuft. (Bild: Ralph Ribi)

Brillen, Wäsche, Schmuck, Medikamente, Donuts: Wer im Säntispark in Abtwil einkauft, hat die volle Auswahl. 16 Geschäfte sind auf zwei Verkaufsebenen zu finden. Vorübergehend können Kunden im ersten Stock auch stark reduzierte Ware kaufen. Neben dem M-Electronics hat vor knapp drei Wochen ein Pop-up-Store eröffnet, in dem Liquidations- und Konkurswaren angeboten werden.

Pop-up-Stores sind kurzfristige und provisorische Läden, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden. Sie sind eine Möglichkeit, um leere Flächen mit Leben zu füllen. In der Stadt St.Gallen etwa eröffnen immer wieder solche Läden.

Vor dem Pop-up-Store war im Säntispark dort die Papeterie Mc Paperland eingemietet. Sie zog Anfang 2015 aus. Bis der namenlose Pop-up-Store eröffnete, blieb die Ladenfläche leer. Sie wurde aber immer wieder für diverse Aktivitäten genutzt. Das Auffahrtslauf-OK etwa hat die Fläche genutzt als Informations- und Registrationsraum.

Es handelt sich um den ersten Pop-up-Store im Säntispark. Die Migros Ostschweiz will aber nicht zu stark auf Zwischennutzungen setzen. Man strebe grundsätzlich längerfristige Mietverhältnisse an, sagt Migros-Mediensprecher Andreas Bühler. «Wenn eine Verkaufsfläche nicht längerfristig vermietet werden kann, sind wir aber auch für Pop-up-Stores offen.»

Noch keine Anfragen für eine langfristige Miete

Geplant war ursprünglich, dass der Pop-up-Store noch bis am Samstag geöffnet hat. Der Betreiber hat nun aber um eine Verlängerung bis zum 28. September angefragt. Die Migros hat zugestimmt. Danach bleibt der Laden leer – zumindest vorerst. Die zukünftige Nutzung der Fläche ist noch offen. Es gibt derzeit keine Anfragen für eine langfristige Miete. «Uns erreichen immer wieder Anfragen für kurzfristige Nutzungen», sagt Bühler. «Wir prüfen jeweils, ob diese für den Standort und für die Kunden einen Mehrwert bieten.»

Generell Mühe, frei werdende Flächen wieder zu vermieten, habe man aber nicht. «Grundsätzlich gibt es genügend Interessenten für die Verkaufsflächen im Säntispark.»

Um Ladenflächen vermieten zu können, braucht es nicht nur einen Mieter, sondern auch ein passendes Angebot. In einem Einkaufszentrum ist laut Bühler ein ausgewogener Mietermix wichtig. «Die Kunden können so alle Einkäufe bequem unter einem Dach erledigen», sagt er. «Bei der Suche nach einem neuen Mieter achten wir deshalb stark darauf, dass sein Angebot das bestehende gut ergänzt.»

Flächen im ersten Stock sind nicht gleich beliebt

Ein Grund, warum die frei werdende Ladenfläche in den vergangenen Jahren nicht vermietet werden konnte, könnte die Lage sein: Wichtig für die Mieter sind laut Bühler hohe Kundenfrequenzen und eine gute Sichtbarkeit. Bei der Fläche im Obergeschoss ist dies nur eingeschränkt gegeben. Die Flächen im Erdgeschoss seien jeweils gut vermietbar. Dort gibt es viele langjährige Mieter wie etwa Hotelplan, Visilab oder Dosenbach.

Wechsel gab es im Säntispark in den vergangenen Jahren nicht viele: Im November 2018 zog der Sporternährungsanbieter Powerfood in den ehemaligen Standort des Modegeschäfts Adesso ein, im Mai 2018 Dunkin’ Donuts. Der Donut-Laden war seither der einzige seiner Art in der Ostschweiz. Nun eröffnet Dunkin’ Donuts am Montag eine Filiale in der Bahnhofsunterführung in St.Gallen.

Die Migros führt Gespräche mit Interessenten für die neue Filiale in Wittenbach

Die Migros Ostschweiz sucht nicht nur für den Säntispark einen Mieter. Die Genossenschaft baut derzeit im neuen Zentrum von Wittenbach eine Filiale mit einem 1500 Quadratmeter grossen Supermarkt. Die Migros vermietet zudem auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern Gewerbeflächen. Die Eröffnung ist 2021 vorgesehen. Obwohl es bis dahin noch dauert, laufen bereits Gespräche mit interessierten Mietern. «Für die Vermietung der fünf Gewerbeflächen nahmen wir die Gespräche 2018 auf», sagt Migros-Mediensprecher Andreas Bühler. Im Bereich Gewerbe sei es üblich, bereits in einem frühen Stadium Gespräche zu führen, da auf diese Weise die Bedürfnisse der Mieter in die Planung des Gebäudes und des Innenausbaus einfliessen können. «Wir haben diverse Interessenten. Für eine Fläche konnten wir bereits mit Denner einen Mietvertrag abschliessen», sagt Bühler. Mit weiteren Interessenten befinde man sich «in fortgeschrittenen Gesprächen».

Wohnungen werden ab Sommer 2020 vermietet

Neben der neuen Filiale baut die Migros Ostschweiz zudem zwei Hochhäuser mit insgesamt 59 Mietwohnungen. Sie ist selber für die Erstvermietung und die Bewirtschaftung der Liegenschaften zuständig. Man führe eine ansehnliche Interessentenliste, sagt Bühler.
Mit der Erstvermietung der Wohnungen starte man aber erst im nächsten Sommer. «Bei Wohnungen ist eine zu frühe Besichtigung beziehungsweise Vermietung nicht sinnvoll, da dem Interessenten, abgesehen von einer Baustelle, nicht viel gezeigt werden kann.» Den Innenausbau der Wohnungen werde man Interessenten sechs Monate vor Bezug zeigen.

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