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Messer und Beil im Spiel: Zwei Männer in Haft genommen, Verletzter in kritischem Zustand

Beim Dreilindenhang in St.Gallen ist es am Sonntagabend zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen teils Verwandten gekommen. Vier Personen wurden verletzt, eine davon schwer.

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Die Kantonspolizei St.Gallen musste am Sonntagabend ausrücken.

Die Kantonspolizei St.Gallen musste am Sonntagabend ausrücken.

Bild: BRK News

(kapo/lw/jan) Der Anruf bei der Polizeizentrale St. Gallen kam von einem unbeteiligten Nachbarn. Es war Sonntagabend gegen 18 Uhr, als es in einer Wohnung am Dreilindenhang in St.Gallen zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Männern und einer Frau gekommen ist.

Ein Mann wurde schwer verletzt, ein Mann erlitt unbestimmte Verletzungen, eine Frau und ein Mann wurden gemäss der Kantonspolizei eher leicht verletzt. Alle Beteiligten sind Schweizer.

Gemäss jetzigen Erkenntnissen hielt sich in der verschlossenen Wohnung des Mehrfamilienhauses ein Paar auf, nämlich eine 31-jährige Frau und ein 30-jähriger Mann. Zwei dem Paar bekannte Männer, ein 28-Jähriger und ein 32-Jähriger, baten um Einlass in die verschlossene Wohnung. Nach einiger Zeit wurde die Wohnung geöffnet, worauf es zu einer Auseinandersetzung zwischen den vier Personen kam. Der 30-Jährige, dort wohnhafte Mann, setzte ein Beil ein, der 28-jährige «Besucher» ein Messer. Bei der Auseinandersetzung wurden auch die Partnerin des 30-Jährigen sowie der Begleiter des Mannes, der ein Messer mit dabei hatte, verletzt. Alle vier mussten ins Spital eingeliefert werden.

Ein Verletzter nach wie vor in kritischem Zustand

Am Montag sind die zwei Männer, die um Einlass in die Wohnung gebeten hatten, in Haft genommen worden. Auch die Frau ist aus dem Spital entlassen, allerdings nicht inhaftiert worden. Sie habe «lediglich» eine Handverletzung erlitten, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei. «Der schwer verletzte 30-Jährige befindet sich nach wie vor auf der Intensivstation und ist nicht ansprechbar», sagt Krüsi. Er habe am Sonntag notoperiert werden müssen und sei noch immer in kritischem Zustand.

Das Motiv der Tat wird nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft durch die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt. Noch könne man dazu keine Aussage machen. «Wir wissen, dass die Personen, die aufeinandertrafen, teilweise in verwandtschaftlicher Beziehung standen», sagt Krüsi. Um Weiteres in Erfahrung zu bringen, müsse der 30-Jährige befragt werden. Auch auf die Frage, warum dieser mit einem Beil in der Hand die Tür öffnete, könne man noch keine genauen Angaben machen. Derzeit seien die Ermittlerinnen und Ermittler der Kapo daran, die Spuren, welche die Gerichtsmedizin dokumentierte, auszuwerten. Darunter etwa die Verletzungen, die durch die Messerstiche entstanden sind.

Nebst mehren Patrouillen der Stadtpolizei waren verschiedene Fachdienste der Kantonspolizei St.Gallen, drei Rettungswagen mit einem Notarzt sowie ein Sanitätseinsatzleiter ausgerückt.