Polizei muss Klosterplatz wegen Tumulten räumen: 200 pöbelnde Jugendliche geraten in St.Gallen aneinander

Polizist bespuckt und raufende Jugendliche: Erst ein Grossaufgebot der Polizei löst einen Menschenauflauf auf dem Klosterplatz auf. Drei Personen werden auf den Polizeiposten mitgenommen.

Sandro Büchler
Drucken
Teilen
Erst nach einem Grosseinsatz der Polizei beruhigte sich die Situation auf dem St.Galler Klosterplatz.

Erst nach einem Grosseinsatz der Polizei beruhigte sich die Situation auf dem St.Galler Klosterplatz.

Bild: Sandro Büchler

Die Situation auf dem Klosterplatz eskaliert kurz nach 0.30 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich rund 150 bis 200 «meist jüngere Personen in verschiedenen Grüppchen» auf dem Klosterplatz, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen, Provokationen unter den Gruppen folgen. «Viele hatten Alkohol getrunken», sagt Widmer. Augenzeugen berichten gar von einer wüsten Schlägerei.

Als die Polizei eintrifft, verhält sich einer der zwei raufenden Jugendlichen weiter aggressiv, schubst einen Polizisten und spuckt ihm ins Gesicht. «Der 18-Jährige wurde auf den Posten mitgenommen und wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie wegen Beschimpfung angezeigt», sagt Stapo-Sprecher Widmer. Die zweite Person wurde ebenfalls auf dem Polizeiposten befragt, konnte diesen aber ohne eine Anzeige bereits in der Nacht wieder verlassen.

Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen

Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen

Bild: PD

Eine unbeteiligte Drittperson wurden von den Polizeikräften ebenfalls zur Befragung auf die Polizeiwache mitgenommen, da sie sehr stark provoziert und die Stimmung angeheizt habe. Widmer sagt weiter: 

«Während dem ganzen Polizeieinsatz gingen die Provokationen unter
den Gruppen weiter, es gab
sehr viel Lärm.»

Deshalb hätten sich die Polizistinnen und Polizisten dazu entschieden, den Klosterplatz zu räumen. Im Einsatz standen mehrere Patrouillen der Stadtpolizei, rund zehn Polizeifahrzeuge waren vor Ort.

«So viele Menschen und ein so grosses Polizeiaufgebot habe ich auf dem Klosterplatz noch gar nie gesehen», sagt ein Anwohner, der mit seinem Hund unterwegs war und von den Polizeisirenen aufgeschreckt wurde. Verletzt wurde bei den Tumulten niemand.

Mehr zum Thema