Kommentar

Streit um Strandbad Rorschach: Platz machen für einen Neuanfang

Es ist an der Zeit, die Differenzen endgültig zu bereinigen, um die Leitung des Strandbades Rorschach in neue Hände übergeben zu können.

Rudolf Hirtl
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Rudolf Hirtl, Teamleiter Redaktion Rorschach

Rudolf Hirtl, Teamleiter Redaktion Rorschach

Bild: Ralph Ribi

Bereits im Juni, noch vor Ende der Badesaison, hat der Stadtrat Rorschach vergangenes Jahr die Trennung von Strandbadpächter Volkmar Hardegen bekannt gegeben. Rasch sickerte damals aber durch, dass dieser die Kündigung rechtlich anficht. Die Stadt zeigte sich in der Folge aber wenig kommunikativ. Noch diesen Frühling richtete die Kanzlei auf Anfrage aus: «Es handelt sich um ein laufendes Rechtsverfahren, über das es nichts zu berichten gibt.»

Nun, einen Tag vor Saisoneröffnung, hat Stadtpräsident Röbi Raths die Reissleine gezogen und offen darüber informiert, wie es mit dem Strandbad weitergehen soll. Es war auch höchste Zeit, dem Personal und den Einwohnern endlich reinen Wein einzuschenken. Raths hat sich für das kleinere Übel entschieden. Nämlich für eine Zwangsehe bis Ende Jahr, anstatt lange vor Gericht zu streiten.

Volkmar Hardegen scheint aber mehr an der Stadt Rorschach zu hängen als umgekehrt. Ob er tatsächlich Ende Jahr Restaurant und Herberge abgibt, will er nicht weiter kommentieren. Damit ist aber niemandem geholfen. Er täte besser daran, den Platz zu räumen, um endlich einen Neuanfang zu ermöglichen.

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