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Im Gossauer Stadtparlament sitzen nächstes Jahr einige neue Gesichter

Mit Alfred Zahner tritt der letzte Stadtparlamentarier Gossaus zurück, der seit Beginn dabei war. Aber nicht nur in der Flig-Fraktion kommt es zu personellen Wechseln.
Perrine Woodtli
Alfred Zahner (Flig) tritt nach 18 Jahren aus dem Stadtparlament zurück. (Bild: Michel Canonica)

Alfred Zahner (Flig) tritt nach 18 Jahren aus dem Stadtparlament zurück. (Bild: Michel Canonica)

Im Gossauer Stadtparlament sitzen ab dem neuen Jahr ein paar neue Gesichter. Bei der Flig (Freie Liste Gossau) und der CVP Gossau-Arnegg kommt es zu personellen Wechseln. An der Parlamentssitzung vom Dienstag hat Parlamentsurgestein Alfred Zahner (Flig) seinen Rücktritt mitgeteilt. Der 72-Jährige sass seit 2001 im Parlament. Er war das letzte Parlamentsmitglied, das von Beginn weg dabei war.

In seiner 18-jährigen Parlamentstätigkeit habe er alle Facetten der Lokalpolitik erleben können, schreibt Zahner in seinem Rücktrittsschreiben.

«Ich wurde mit vielen positiven, aber auch mit negativen Seiten konfrontiert. Was überwiegt, sind die zahlreichen positiven Erfahrungen.»

Dazu zählt er die mehrfachen Präsidien in der Kommission für das Wohnen im Alter und die Arbeit in der Baukommission. Auch das Parlamentspräsidium 2007 sei spannend gewesen.

Der Dinosaurier und Vorstosskönig Gossaus

Der Sekundarlehrer war mit viel Engagement dabei. Von 125 Parlamentssitzungen habe er nur zwei verpasst, sagte Flig-Fraktionspräsident Stefan Harder am Dienstag. Von seinem Einsatz zeugen auch Zahners Vorstösse. Während man diese bei den meisten seiner Kollegen an einer Hand abzählen kann, kommt der «Dinosaurier» auf genau 50.

David Mathis (Flig)

David Mathis (Flig)

Seinem Namen als Vorstosskönig machte er bei seiner letzten Sitzung alle Ehre und reichte eine Interpellation zu einem Bürgerbeteiligungsregime für Solarenergie ein – und schaffte es somit noch auf die runde Zahl. Für Zahner rückt David Mathis nach, der neben ihm wohnt. «Falls ich weiterhin Ideen habe, kann ich diese ortsnah weitergeben.»

Zehn Jahre sind genug

Markus Mauchle (CVP)

Markus Mauchle (CVP)

Wie Alfred Zahner treten auch die beiden Christlichdemokraten Markus Mauchle und Roman Steiger aus dem Parlament zurück, wie die Partei am Mittwoch mitteilte. Der amtierende Parlamentspräsident Markus Mauchle verlässt dieses nach seinem Amtsjahr als «höchster Gossauer» nach zehn Jahren. Wie die CVP schreibt, hat Mauchle das letzte politische Jahrzehnt entscheidend mitgeprägt.

Roman Steiger (CVP)

Roman Steiger (CVP)

Mit Roman Steiger tritt zudem der aktuelle Fraktionspräsident zurück. Er sass seit 2009 im Parlament. Auch er habe wichtige Spuren im Parlamentsbetrieb hinterlassen, schreibt die CVP. Dass beide in der Mitte der Legislatur zurücktreten, sei Zufall, sagt Roman Steiger. «Der Aufwand für meinen landwirtschaftlichen Betrieb nimmt immer mehr zu», sagt er. Mit dem Alter werde ihm dieser gemeinsam mit der Parlamentsarbeit zu gross. Markus Mauchle begründet seinen Rücktritt damit, dass er von Beginn weg ein Zeitfenster von zehn Jahren vorgesehen hatte. «Mit vier Jahren als Fraktionspräsident, vier Jahren als GPK-Präsident und je einem Jahr als Vizepräsident und als Parlamentspräsident habe ich sämtliche Ämter durchlaufen, die in einem legislativen Amt ausgeführt werden können.»

Markus Bernhardsgrütter (CVP)

Markus Bernhardsgrütter (CVP)

Auf die beiden freiwerdenden Sitze rücken Landwirt Markus Bernhardsgrütter und Andreas Zingg, ebenfalls Landwirt sowie ehemaliger Schulrat, nach. Neuer CVP-Fraktionspräsident wird der Parlamentarier und Walter-Zoo-Verwaltungsratspräsident Reto Mock. Im November erst hatte zudem Leo Cozzio seinen Rücktritt bekannt gegeben. Für ihn rückte CVP-Parteipräsident Elmar Hardegger nach.

Andreas Zingg (CVP)

Andreas Zingg (CVP)

Auch aus der GPK gab es bei der letzten Sitzung des Jahres zwei Rücktritte. Präsident Florin Scherrer (CVP) begründete seinen Rücktritt mit seiner Stelle als Verkehrsplaner bei der Stadt Gossau, die er im November angetreten hatte. Für seine Nachfolge ist Elmar Hardegger vorgesehen. Auch Silvia Galli Aepli gab ihren Rücktritt aus der GPK bekannt. Sie wird von der FDP-Fraktion bald als Vizepräsidentin vorgeschlagen, weshalb sie sich darauf konzentrieren wolle.

In den anderen Fraktionen bleibt alles unverändert

Während sich die CVP- und Flig-Fraktion teils neu aufstellt, bleibt im 30-köpfigen Stadtparlament sonst alles beim Alten. «Bei uns stehen keine Wechsel an», sagt Ruedi Blumer, Parteipräsident der SP Gossau-Arnegg. «Unsere vier Parlamentarier sind engagiert dabei.» Mit ihnen wolle die SP an den nächsten Wahlen antreten.

Auch die Fraktion der SVP Gossau-Arnegg bleibt gleich. «Bei uns gibt es keine Wechsel in dieser Legislatur», sagt Parteipräsident Andreas Oberholzer. Gleich klingt es bei der FDP Gossau-Arnegg. Auch dort zeichnen sich gemäss Parteipräsident Andrin Fröhlich keine Wechsel ab.

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