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Problem für Firmen in Wittenbach:
Platz für Arbeitsplätze ist knapp

In Wittenbach gibt es Firmen, die expandieren und Arbeitsplätze schaffen wollen. Die Krux der Gemeinde: Im Richtplan ist wenig Fläche als Arbeitszone vorgesehen.
Daniel Wirth
In Wittenbach gibt es verhältnismässig wenig Arbeitszone. Das ist ein Problem für Firmen, die expandieren wollen. (Bild: Ralph Ribi)

In Wittenbach gibt es verhältnismässig wenig Arbeitszone. Das ist ein Problem für Firmen, die expandieren wollen. (Bild: Ralph Ribi)

Wittenbachs Gemeindepräsident Fredi Widmer, der Ende 2018 nach acht Jahren zurücktreten wird, informierte an der Bürgerversammlung vom 26. November, dass ihm gegenwärtig drei ortsansässige Firmen bekannt seien, die ihre Betriebsstätten erweitern wollten.

Welche Firmen das sind – darüber gab Widmer gestern auf Anfrage keine Auskunft. Er sagte aber, dass es sich um KMU (kleinere und mittlere Unternehmen) handle, die insgesamt zwischen 50 und 70 Mitarbeitende beschäftigten.

Es sei die Absicht des Gemeinderates, diese Unternehmen in Wittenbach zu halten, doch das sei keine leichte Aufgabe. Der Grund: Im Richtplan der Gemeinde aus dem Jahr 2009, der für den Gemeinderat verbindlich ist, ist nicht viel Land als Industrie- und Gewerbezone vorgesehen.

"Hofen Süd" wurde bachab geschickt

Ein solches Gebiet ist Hofen Süd – oder besser gesagt, ein solches Gebiet war Hofen Süd: Im Juni 2013 stimmten die Wittenbacherinnen und Wittenbacher an der Urne über den Teilzonenplan «Hofen Süd» ab und schickten eine geplante Umzonung von 2,9 Hektaren Landwirtschafts- in die Industrie- und Gewerbezone mit 54 Prozent Nein-Stimmen bachab.

Ein Komitee aus Bauern und SP hatte das Referendum gegen die Umzonung ergriffen. «Ich bedauere diesen Entscheid des Stimmvolkes, aber er kam demokratisch zustande», sagt Widmer. Für eine Umzonung eines anderen Gebietes braucht es jetzt einen grossen Aufwand.

Gemeinden müssen die Raumplanung anpassen

Mit der Anpassung des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes musste der kantonale Richtplan angepasst werden, hiefür wurde die Planung in den Gemeinden gestoppt, wie Fredi Widmer an der Bürgerversammlung ausführte.

Nun müsse die kommunale Planung angepasst und aufgelegt werden. Und auch die Terminologie in den Planungsinstrumenten wird erneuert: Aus der ehemaligen Industrie- und Gewerbezone ist die Arbeitszone geworden. Eine solche ist gemäss Richtplan in der Wittenbach beispielsweise noch an der Hofstet­strasse im Norden des Gemeindegebietes möglich.

Raumplanung ein Thema für Oliver Gröble

Widmers Nachfolger, der parteilose Oliver Gröble, wird sich nach einer schöpferischen Pause kurz nach seinem Amtsantritt im Februar mit der Raumplanung befassen müssen.

Allerdings: Arbeitszonen können bei aktuellem Bedarf ausserhalb des gesetzlich geregelten Ablaufs geschaffen werden. Dafür braucht es einen Teilzonenplan, gegen den nach einer öffentlichen Auflage wie im Falle «Hofen Süd» das Referendum ergriffen und eine Volksabstimmung erzwungen werden.

Die Unternehmen drücken aufs Tempo

Fredi Widmer sagt, die Firmen, die expandieren wollten, hätten dem Gemeinderat kein Ultimatum gestellt, bis wann sie Land für einen Neubau bräuchten. Aber: Ihr Zeitplan überfordere die langsam mahlenden Mühlen der Demokratie. Arbeitszonen seien knapp in Wittenbach, andere Gemeinden hätten es da besser.

Beispielsweise die Stadt St. Gallen. Dort werden im Gebiet Oberschachen im an der Martinsbruggstrasse 2,6 Hektaren Land im Baurecht an Unternehmen abgegeben; der erste Baurechtsvertrag kam am Dienstag, drei Monate nach der Genehmigung des Gestaltungsplans und eines Kredites für die Erschliessung des Gebietes ins Stadtparlament.

Wenig neue Firmen in neuen Gebäuden

Wittenbachs Gemeindepräsident sagt, der Gemeinderat habe die Absicht, die drei KMU, die expandieren wollten, in Wittenbach zu halten.

Widmer ist seit acht Jahren im Amt. In dieser Zeit hätten sich einige Firmen in der Gemeinde niedergelassen, sagt er, allerdings habe nur eine einen Neubau erstellt: die Gallus Hautle AG. Andere seien gekommen, hätten aber bestehende Bauten bezogen. Die Firma PP Autotreff war schon in Wittenbach, hat aber ein neue, zweite Garage mit etwa 25 Arbeitsplätzen gebaut.

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