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Rorschacherberger Pflegeheim wird für zwei Jahre zur Baustelle

Weniger Bewohner und Personal, mehr Lärm und Umtriebe: Das steht bevor, bis das Pflegeheim der Region Rorschach technisch saniert, baulich renoviert und mit einem Demenzgarten ergänzt ist. Nach Plan dauert das von Frühjahr 2019 bis Ende 2020.
Fritz Bichsel
Das Pflegeheim PeLago bleibt trotz Umbau in dieser Form, erhält aber auf der Südseite (unten) neu einen Garten für Demenzerkrankte. (Bild: PD)

Das Pflegeheim PeLago bleibt trotz Umbau in dieser Form, erhält aber auf der Südseite (unten) neu einen Garten für Demenzerkrankte. (Bild: PD)

Das Baugesuch ist eingereicht. Nach der für Oktober/November erwarteten Bewilligung werden die Details festgelegt und die Arbeiten vergeben für die Ausführung ab Frühjahr 2019. Bis dann muss die Belegung des Pflegeheims Pelago in Rorschacherberg so reduziert werden, dass das erste Obergeschoss frei ist. Dieses wird in eine Abteilung für Demenzkranke umgestaltet und mit einem Garten für sie ergänzt. An den weiteren Geschossen mit Zimmern wird wenig verändert. Die Bewohner können innerhalb des Heims in gewohnte Zimmer verlegt werden während des Umbaus, der in Etappen bis Ende 2020 dauert. Getauscht wird jeweils ein ganzes Stockwerk, damit Bauarbeiten nicht bei Bewohnern erfolgen.

Gerüchte wegen Vorarbeiten

Das erläutern Architekt Stefan Räbsamen und Projektleiter Daniel Skeledzic vom Architekturbüro RLC in Rheineck Bewohnern, Angehörigen und Nachbarn. Verwaltungsrat und Heimleitung haben sie zur Information über die Umsetzung des Projekts für technische Sanierung und bauliche Renovation des Hauses eingeladen. Denn die Vorarbeiten lösten Fragen aus – und auch Gerüchte. Als Präsident des Verbandes der Trägergemeinden Goldach, Rorschach, Rorschacherberg und Untereggen sieht Gemeindepräsident Beat Hirs bei der Planung einen «Glücksfall»: Nach der öffentlichen Ausschreibung ging der Auftrag zur Ausführung an das Büro RLC, das bereits das Projekt erarbeitete «und das Heim Pelago schon gut kennt». Hirs verweist darauf, dass von den für 8,7 Millionen Franken veranschlagten Bauarbeiten ein grosser Teil auf Technisches entfällt: Ersatz der Heizung (Gas statt Öl) und der Lagereinrichtungen, neue Küche und Infrastruktur für das Restaurant, mehr Aufenthalts- und Bürofläche (anstelle der Gruppe für betreutes Wohnen), zusätzliche Lifte und Nasszellen sowie neue Fenster. So sei es möglich, das Bauprojekt bei laufendem, aber auf weniger Bewohner reduziertem Betrieb auszuführen.

Fünf Stellen abgebaut

Das Pflegeheim muss sich selber finanzieren und im Markt bestehen. Aufgrund der Prognosen von Bund und Kanton war eine Vergrösserung durch einen Anbau geplant. Es zeigte sich jedoch, dass die bestehenden 108 Plätze für die Region vorerst genügen. Auch die angedachte Verlegung von Bewohnern in andere Heime während des Umbaus ist nicht nötig, weil das Angebot mit vorübergehender Reduktion um 30 Plätze noch ausreicht. Für weniger Bewohner braucht es aber weniger Personal. Von den 103 Vollzeitstellen wurden knapp fünf abgebaut, zuletzt durch sieben Kündigungen. Gerüchte um «eine weitere Entlassungswelle» dementiert Präsident Hirs: «Wir sind nun auf dem für die Bauphase nötigen Stand. Von den entlassenen Mitarbeitenden haben die meisten bereits wieder Arbeit, einige im erweiterten Alterszentrum La Vita in Goldach.»

Ruhezeiten, mehr Ausflüge und laufend Information

Geschäftsführerin Ingrid Markart erläutert, wie das Heim Auswirkungen der Bauarbeiten auf Bewohner in erträglichen Grenzen halten will: Gebaut wird in Etappen jeweils auf einem nicht bewohnten Stockwerk. In den Verträgen mit Handwerken werden Zeiten ohne lärmige Arbeiten festgelegt, damit Bewohner auch tagsüber Ruhe finden. Damit sie Lärm und Staub ausweichen können, werden Bewohnern zudem mehr Ausflüge angeboten. Über Verlegungen innerhalb des Heims und Änderungen an Abläufen oder Räumen werden die Beteiligten laufend informiert aufgrund einer täglichen Sitzung mit dem Kader. Das Personal achtet überall auf die Sicherheit. Eine Baukommission begleitet die Arbeiten und bringt besonders die Bedürfnisse der Bewohner ein.

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