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Vision für ein nächstes Projekt der Mühleggbahn: Per Lift zum Panoramaweg über Drei Weieren

Die Finanzen für die Mühleggbahn-Sanierung sind beieinander. Die Arbeiten am Tunnel und an der Bahntechnik erfolgreich abgeschlossen. Der Förderverein des Bähnchens hat aber schon ein neues Projekt auf Lager. Ein ziemlich gewagtes.
Reto Voneschen
Die Bergstation der Mühleggbahn mit der Treppe zum Panoramaweg über Drei Weieren. Der Förderverein des Bähnchens möchte mit Liftturm und Steg oder per Schräglift einen barrierefreien Zugang zu diesem Weg verwirklichen. Kostenpunkt: eine Million Franken. (Bild: Urs Bucher - 7. Mai 2019)

Die Bergstation der Mühleggbahn mit der Treppe zum Panoramaweg über Drei Weieren. Der Förderverein des Bähnchens möchte mit Liftturm und Steg oder per Schräglift einen barrierefreien Zugang zu diesem Weg verwirklichen. Kostenpunkt: eine Million Franken. (Bild: Urs Bucher - 7. Mai 2019)

Wer heute von der Bergstation der Mühleggbahn zum Panoramaweg über Drei Weieren will, hat zwei Möglichkeiten: Er kann von der Station aus eine Treppe und einen im ersten Abschnitt steil ansteigenden Fussweg nehmen. Er kann aber auch via St.-Georgen-Strasse und die steile Bitzistrasse hinauf zum Mannenweier und dort über Damm und Treppe zum Weg mit der schönsten Aussicht auf die Stadt St.Gallen spazieren. Für Leute im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung sind beide Wege nicht möglich oder mindestens schwierig. Hier will der Förderverein Drahtseilbahn Mühlegg Abhilfe schaffen.

Erfolg der Spendenaktion macht Lust auf mehr

Der Verein wurde Ende 2017 gegründet. Dies in Zusammenhang mit der letztjährigen Sanierung der Mühleggbahn. Der Förderverein sammelte dafür mehrere Hunderttausend Franken an Spenden ein. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Sanierung wird er aber nicht arbeitslos. Er hat vielmehr eine neue Vision zur Aufwertung der Mühleggbahn entwickelt. Beim neuen Projekt geht es um die Schaffung eines barrierefreien Zugang von der Bergstation der Mühleggbahn auf den Panoramaweg über Drei Weieren.

Ein Lift soll helfen, den Höhenunterschied von 24 Metern über die Felswand hinter der Station zum «Einstieg» in den Fussweg zu überwinden. In einer ersten Projektskizze, die der Förderverein bereits auch der Stadt vorgestellt hat, ist die Rede davon, dass man dafür einen Liftturm und Steg oder aber auch einen Schräglift bauen könnte.

Auf dem Panoramaweg über Drei Weieren. Irgendwo rechts neben das Gartenhäuschen und den grossen Baum rechts der Bildmitte käme die obere Station des Lifts von der Bergstation der Mühleggbahn her zu stehen. (Bild: Urs Bucher - 7. Mai 2019)

Auf dem Panoramaweg über Drei Weieren. Irgendwo rechts neben das Gartenhäuschen und den grossen Baum rechts der Bildmitte käme die obere Station des Lifts von der Bergstation der Mühleggbahn her zu stehen. (Bild: Urs Bucher - 7. Mai 2019)

Damit die Steigung zwischen Lift und Niveau des Mannenweiers auf dem ersten Stück Fussweg nicht zu steil wird, müsste dieser auf die Stadtseite des Hangs verlegt und mit kleiner Steigung bis zum Mannenweier geführt werden. Von dort aus ginge es einigermassen eben zum Milchhüsli, zum Restaurant Dreilinden und weiter über den Scheitlinsbüchel zum Kloster Notkersegg und zur dortigen Haltestelle der Appenzeller Bahnen weiter.

Eine Million alleine für den Lift

Am Montagabend wurde das Vorhaben von Fördervereinspräsident Reto Rusterholz an der GV der Mühleggbahn AG (siehe Kasten) vorgestellt. Allein für den Lift ist mit Investitionen von rund einer Million Franken zu rechnen. Der Förderverein ist optimistisch, dass sich diese Mittel auftreiben lassen. Kosten und Finanzierung der weiteren Projektteile sind noch offen.

Zukunft der Mühleggbahn langfristig gesichert

Ganz im Zeichen der gelungenen Sanierung stand die Generalversammlung der Mühleggbahn AG vom Montag. Zum einen drängten sich mit 336 so viele Aktionärinnen und Aktionäre wie nie in den Adler-Saal in St.Georgen, der langsam aber sicher an seine Kapazitätsgrenze kommt. Darunter waren viele, die erst 2018 bei der Kapitalerhöhung für die Sanierung Aktien gezeichnet haben.

Zum anderen war die Sanierung von Tunnel und Bahntechnik zwischen April und November 2018 natürlich das Hauptthema des Abends. Verwaltungsratspräsident Philip Schneider konnte berichten, dass die Kostenschätzung von 5,5 Millionen nur um 5,5 Prozent oder 270'000 Franken überschritten wurde. Dies trotz verschiedener unerwarteter Ausgaben unter anderem dank der Bundesbürokratie in der Bauphase.

Erfolgreich war die Finanzbeschaffung fürs Projekt. Bei den Spenden kam mit 430'000 Franken gar mehr herein, als erwartet. Die Rechnung 2018 der Mühleggbahn AG schliesst mit einem Gewinn von exakt 233.32 Franken. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden am Montagabend Reto Rusterholz und Andreas Flückiger.

Diskutiert wurde an der GV nach Aktionärsvoten dann auch noch über die ungenügende Beschriftung der Ticketautomaten. Ein weiteres Thema war die Möglichkeit, zusammen mit einer Institution wie der Stiftsbibliothek ein Kombi-Ticket für Touristen oder gar Gratisfahrten für diese anzubieten. (vre)

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