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«Stadtpräsident gesucht» - Rheineck sucht Gemeindeoberhaupt per Inserat

Für Rheinecks abtretenden Stadtpräsidenten sucht eine überparteiliche Findungskommission eine Nachfolge per Zeitungsinserat. Dafür setzten sich die Parteien von links bis rechts an einen Tisch.
Jolanda Riedener
Führungserfahrung, Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit werden von der künftigen Stadtpräsidentin oder dem Stadtpräsidenten erwartet, heisst es in einem Stelleninserat. (Bild: Jolanda Riedener)

Führungserfahrung, Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit werden von der künftigen Stadtpräsidentin oder dem Stadtpräsidenten erwartet, heisst es in einem Stelleninserat. (Bild: Jolanda Riedener)

Hans Pfäffli, seit über 20 Jahren Stadtpräsident in Rheineck, geht in den Ruhestand. Nachfolgerinnen und Nachfolger sind noch keine in Sicht. Das soll sich bald ändern: «Die überparteiliche Findungskommission sucht Kandidatinnen und Kandidaten für das Stadtpräsidium der Stadt Rheineck», heisst es in der Überschrift eines Zeitungsinserats.

Gesucht wird eine Person mit mehrjähriger Führungserfahrung. Eine entsprechende Ausbildung sowie organisatorische sowie rhetorische Fähigkeiten, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Belastbarkeit sind ebenfalls erwünscht. «Wir wenden uns an eine integre Persönlichkeit mit einem vernetzten, unternehmerischen Denken und Handeln. Verwaltungserfahrung ist von Vorteil», heisst es in der Stellenbeschreibung weiter. Wahltag ist bereits am 19. Mai.

Nicht nur Parteien sind Teil der Findungskommission

Bewerbungen nimmt FDP-Stadtrat Simon Näscher für die Findungskommission entgegen. Das Anliegen, gemeinsam einen oder mehrere geeignete Kandidaten zu eruieren, sei von mehreren Seiten an ihn und seine Partei herangetragen worden. «Bereits bei der letzten Wahl ums Stadtpräsidium kam eine überparteiliche Findungskommission zum Einsatz», sagt Näscher. Neben der regionalen CVP, FDP, SP und SVP, haben diesmal auch die Ortsgemeinde, das Unternehmerforum und der Verkehrsverein Einsitz in die Kommission. Macht es Sinn, gemeinsam mit Parteien, denen man politisch nicht unbedingt nahe steht, einen Kandidaten zu suchen? «Ja, ich denke schon», sagt Näscher. Für eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung sei es sinnvoll, alle Parteien ins Boot zu holen. Weiter gehe es erst um eine Bestandsaufnahme. Jede Partei bestimme an der Nominationsversammlung, ob und für wen sie eine Wahlempfehlung ausspreche. «Jetzt geht es erst einmal darum, Bewerbungen zu bündeln und zu evaluieren», sagt Näscher.

Macedo ist nicht ausgeschlossen

Noch bis am 22. Januar nimmt die Kommission Bewerbungsdossiers entgegen. «Danach werden allenfalls geeignete Kandidaten zu einem Hearing eingeladen», sagt Näscher. Schliesslich werde die Kommission einen oder mehrere Kandidaten oder Kandidatinnen vorschlagen.

Der einzige Name, der bisher im Zusammenhang mit Pfäfflis Nachfolge gefallen ist, lautet Gabriel Macedo. Seit 2012 ist er Stadtschreiber in Rheineck. Derzeit ist er mitten im Wahlkampf ums Stadtpräsidium in Amriswil. Als Nachfolger von Pfäffli anzutreten, wolle Macedo nicht ausschliessen. «Für mich war immer klar: Sollte es in Amriswil nicht reichen, bleibe ich sehr gerne in Rheineck», betonte Macedo gegenüber dieser Zeitung. Er konzentriere sich aber auf Amriswil: Dort wird die Entscheidung am 10. Februar fallen. Macedo wäre für die FDP, wohl aber auch für die anderen Ortsparteien, ein geeigneter Kandidat gewesen. Deshalb habe die Partei auch den ersten Wahlgang in Amriswil abgewartet, bevor sie sich auf Kandidatensuche gemacht habe.

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