Pelzige Ermittler im Dauereinsatz: Die St. Galler Kantonspolizei ist 2018 über 500 Mal mit Hunden ausgerückt

Sie spüren Täter, Drogen und Sprengstoff auf, schützen aber auch Polizeibeamte: Die 29 Hunde der Kantonspolizei St.Gallen sind schwer beschäftigt. Im vergangenen Jahr haben sie über 500 Einsätze geleistet. Eine Hündin konnte besonders viele Erfolge verzeichnen.

Luca Ghiselli
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Rottwilerhündin Yodi hat ein strenges Jahr hinter sich. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen)

Rottwilerhündin Yodi hat ein strenges Jahr hinter sich. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen)

Die Diensthunde der Kantonspolizei St.Gallen haben ein intensives Jahr hinter sich. Über 500 Einsätze haben sie 2018 gemeinsam mit den 23 Zugehörigen des Diensthundewesens der Kapo geleistet. Die Vierbeiner wurden zum Schutz eingesetzt, spürten aber auch Drogen oder Sprengstoff auf. Schliesslich fanden sie dank ihrer feinen Nasen auch vermisste Personen oder Täter auf der Flucht.

Da wäre zum Beispiel Rottweilerhündin Yodi. Sie konnte 2018 gleich mehrere Fahndungserfolge verzeichnen. Als ein Mann vergangenen Mai zu Fuss vor einer Polizeikontrolle flüchtete, konnten die Beamten zunächst den verlassenen Lieferwagen des Verdächtigen aufspüren. Yodi nahm die Spur des Mannes auf und fand ihn kurze Zeit später. 

Yodi beim Training im Weiher. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen

Yodi beim Training im Weiher. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen

Nur eine Woche später flüchtete erneut ein Autofahrer vor einer Polizeipatrouille. Während der Nachtfahrt verloren die Polizisten das Auto aber aus den Augen und konnten es erst später finden. Auch in diesem Fall war es Yodi zu verdanken, dass der Flüchtende angehalten und festgenommen wurde. 

Auch in Goldach hatte Yodi bei einem Fall ihre Pfoten im Spiel: Ein Ehepaar stahl im Juli 2018 nach einem Streit mit dem Taxifahrer sein Auto, flüchtete und verunfallte. Die Täter versteckten sich in einem Gebüsch. Yodis Bellen schüchterte die beiden derart ein, dass sie sich von der Polizei ohne Widerstand festnehmen liess. 

Schliesslich fand Yodi dank ihrer sensiblen Nase eine Frau, die in den Wald ging, um Suizid zu begehen. Nur dank der schnell erfolgreichen Suchaktion konnte die Frau gerettet werden, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. 

Manchmal kommt die tierische Hilfe zu spät

Aber nicht nur Yodi war 2018 fleissig. Die 12-jährige Malinoishündin Akira vom Staadermoor fand ein völlig durchnässtes Mädchen gerade noch rechtzeitig. Manchmal sei es aber trotz aller Bemühungen zu spät und vermisste Personen können nur noch tot gefunden werden. So Stiess Lupo von der Bromen auf die Leiche einer abgestürzten Person in unwegsamem Gelände. 

Insgesamt mussten die Polizeihundeführerinenn und -führer 2018 223 Mal ausrücken. Verteilt auf vier einsatzfähige Hundeteams bedeute das eine hohe Arbeitsbelastung. Auch die Drogenspürhunde waren nicht untätig: Sie leisteten 92 Einsätze und fanden insgesamt 25 Mal Drogen. 

Polizeihündin Aryk bei der Stprengstoffsuche. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen

Polizeihündin Aryk bei der Stprengstoffsuche. (Bild: PD/Kantonspolizei St.Gallen

Das Sprengstoffspürhundewesen befindet sich momentan noch im Aufbau. Die beiden Teams wurden im vergangenen Jahr 22 Mal eingesetzt, Sprengstoff fanden sie glücklicherweise nie.