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Stadt Gossau verbietet offenes Feuer und Feuerwerk - öffentliche Brunnen werden abgestellt

Der Gossauer Stadtrat hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit ein generelles Feuer- und Feuerwerksverbot erlassen. Auch Holzkohlegrills müssen kalt bleiben. Die Stadt stellt zudem alle öffentlichen Brunnen ab.
Johannes Wey

Der Stadtrat Gossau hat für das gesamte Gemeindegebiet ein vorläufiges Feuer- und Feuerwerkverbot beschlossen, heisst es in einer Mitteilung. Dieses umfasst insbesondere auch das öffentliche Feuerwerk an der Bundesfeier und gilt auch für das Abbrennen von Feuerwerk im privaten Umfeld.

Der Kanton hat bisher lediglich ein Feuerwerks- und Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. Nachdem auch die auf das Wochenende angekündigten Gewitter nicht die erhofften Regenmengen gebracht hätten, habe der Stadtrat nun aus Sicherheitsgründen weitere Massnahmen ergriffen.

Zudem erlässt die Stadt Gossau ein generelles Feuerverbot im Freien. Dies gilt auch für eingerichtete Feuerstellen sowie für Holzkohle-Grills. Diese Verbote gelten ab sofort bis auf Widerruf.

Feuerwerk rechtzeitig abbestellt

Nebst des Feuerwerks auf der Bundwiese zur städtischen Bundesfeier hatte auch das BBC Gossau ein rund 20-minütiges Feuerwerk zum Nationalfeiertag geplant.

"An das Verbot halten wir uns natürlich", sagt BBC-Mediensprecherin Rita Bolt. Man habe gewusst, dass die Stadt Gossau am Montagmorgen ihren Entscheid kommunizieren werde. Nach der Bekanntgabe des Verbots habe man sofort Kontakt mit dem Lieferanten aufgenommen, um die Lieferung zu stoppen. Auch die geplante Festwirtschaft vor dem Lokal wird es nicht geben. Zu den Kosten, welche dem BBC durch das abgeblasene Feuerwerk entstehen, äusserte sich Bolt nicht.

Stadt Gossau stellt öffentliche Brunnen ab

In einer weiteren Mitteilung gab die Stadt Gossau am Montag bekannt, dass vorübergehend sämtliche öffentliche Brunnen abgestellt werden. Das kann allerdings bis Dienstagmittag dauern. "In der Ferienzeit sind die Ressourcen knapp", sagt Peter Guler, Leiter der Stadtwerke. Jeder Brunnen müsse einzeln aufgesucht, abgestellt und abgelassen werden.

Die öffentlichen Brunnen würden täglich ähnlich viel Wasser verbrauchen wie 30 Vierpersonen-Haushalte. Die Trinkbrunnen beim Coop Gerbhof, bei den Toiletten an der Sonnenstrasse und im Andreaspark geben auf Knopfdruck weiterhin Wasser ab.

Auch in Gossau werde das Grund- und Quellwasser knapp. Die Stadt habe allerdings keine Versorgungsengpässe zu befürchten, die Stadtwerke könnten die Trinkwasserversorgung problemlos sicherstellen Der Wasserbedarf werde aber zunehmend mit Bodenseewasser sichergestellt.

Weil das Bodenseewasser einen geringeren Härtegrad hat, könne das Wasser eine leichte Rotfärbung aufweisen. Diese sei jedoch unbedenklich.

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