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Interview

Peach Weber: «Nein, ich mag immer noch keine Pilze»

Der berühmte Schweizer Komiker hat am Donnerstagabend einen Auftritt im Stadthof Rorschach. Er spricht über das Ostschweizer Publikum, die Region am Bodensee und den Humorwandel in der Gesellschaft.
Martin Rechsteiner
Peach Weber bei einem Besuch im Säntispark 2015. Er ist einer der bekanntesten Komiker der Schweiz. (Bild: Mareycke Frehner)

Peach Weber bei einem Besuch im Säntispark 2015. Er ist einer der bekanntesten Komiker der Schweiz. (Bild: Mareycke Frehner)

Der Komiker Peter Weber ist unter seinem Künstlernamen Peach in der ganzen Schweiz bekannt. Er tritt schon seit über 40 Jahren auf und gehört zu den alten Hasen im Bühnengeschäft. Weber ist zwar ein stolzer Aargauer, er traut sich für einen Auftritt jedoch bald wieder an den Bodensee.

Peach Weber, was halten Sie als designierter Aargauer von der Region Rorschach?

Peach Weber: Leider liegt das Bodenseegebiet für mich nicht gerade am Weg, deshalb schaffe ich es während meiner Freizeit nicht so oft dort hin. Es ist aber landschaftlich sehr schön, dort kann man sicher gut Ferien machen.

Das stimmt. Am See gibt es deshalb auch viele Campingplätze ...

Ja genau, campen ... (lacht). Ich finde, wenn man schon Ferien hat, muss man sich das Leben ja nicht noch unnötig schwer machen. Nein, ernsthaft, ich bin eher der Hotel-Typ.

Gute Hotels haben wir natürlich auch. Aber sagen Sie, hat die Ostschweiz auch ein gutes Publikum?

Klar. Wobei ich muss sagen, dass ich zwischen einem St. Galler, einem Walliser oder auch einem Aargauer Publikum keine namhaften Unterschiede feststelle. Ich glaube, man merkt nur, ob die Leute eher vom Land oder von der Stadt sind.

Das heisst?

Auf dem Land sind die Auftritte meist gemächlicher, in der Stadt muss ich eher liefern. Da erzähle ich schneller. Ich mag beides.

Und nehmen Sie das schnelle oder das langsame Programm mit nach Rorschach?

Das sehe ich dann. Ich passe das Programm direkt auf der Bühne dem Publikum an. Vieles entscheiden dabei die ersten zehn Minuten. Da sehe ich, wie die Leute reagieren.

Sie treten seit 42 Jahren auf. Ist Ihr Publikum mit Ihnen älter geworden?

Nein, und da bin ich froh. Meine Zuschauerinnen und Zuschauer sind immer noch gleich durchmischt. Ich nenne es Dorffestpublikum: Es kommen alle, die zwischen sieben und hundert Jahre alt sind, und vom Metzger über den Lehrer bis zum Zahnarzt.

Ihre Witze haben sich aber sicher verändert. Manches, was vor 40 Jahren lustig war, geht heute nicht mehr ...

Das stimmt. Allerdings ist es auch umgekehrt. Gewisse Gags, die damals undenkbar gewesen wären, sind heute kein Problem. Zum Beispiel über Sex. Aber ich bin, was das angeht, ja nach wie vor harmlos. Meine Auftritte sind verglichen mit jenen vieler anderer Komiker die reinsten Religionsstunden. Das Lachen soll den Leuten ja nicht im Hals stecken bleiben.

Dafür bleiben Pilze Ihnen immer noch im Hals stecken, oder?

Ja. Das Lied trifft immer noch voll auf mich zu. Und das ist unglaublich praktisch. Denn wenn ich irgendwo zum Essen eingeladen bin, wissen die Leute schon, was es bestimmt nicht auf meinem Teller braucht.

Hinweis: Peach Weber tritt am Donnerstag, um 20 Uhr, im Stadthof Rorschach mit seinem Album «iPeach» auf.

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