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Pauluskapelle in Goldach wird entstaubt

Die Jahresrechnung der Katholischen Kirchgemeinde Region Rorschach schliesst positiv ab. Da bleibt Luft für bisher aufgeschobene Bauprojekte. So soll etwa die Pauluskapelle in Goldach saniert und modernisiert werden.
Rudolf Hirtl
Die Pauluskapelle befindet sich im Untergeschoss der katholischen Kirche in Goldach. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Pauluskapelle befindet sich im Untergeschoss der katholischen Kirche in Goldach. (Bild: Rudolf Hirtl)


Die politischen Gemeinden übertreffen sich derzeit gegenseitig mit guten Rechnungsabschlüssen. Auch die Katholische Kirchgemeinde Region Rorschach hat 2018 gut gewirtschaftet. Da bleibt für die fusionierte Kirchgemeinde genug finanzielle Luft, um Projekte aus der Schublade zu holen. Beispielsweise das Teilprojekt «Pauluskapelle Goldach».

Im Jahr 2005 hat sich die damalige Katholische Kirchgemeinde Goldach am Wettbewerb zur Neugestaltung des Friedhofareals mit Aufbahrungshalle der Gemeinde Goldach beteiligt. Gewonnen hatte das Projekt «yugure» der Plan b Architekten aus Goldach. Die Friedhofneugestaltung samt Aufbahrungshalle wurde in der Zwischenzeit umgesetzt. Die Neugestaltung der Pauluskapelle liess auf sich warten, weil die finanziellen Rahmenbedingungen dies bisher nicht zuliessen.

Pauluskapelle wird zum Begegnungsort

Nun wird die Idee des damaligen Wettbewerbssiegers weiterverfolgt, wie Stefan Meier, Präsident des Kirchenverwaltungsrates, gestern Dienstag an der Medieninformation ausführte. «Wir beantragen an der Kirchbürgerversammlung vom 7. April einen Planungskredit von 101700 Franken, um ein Bauprojekt auszuarbeiten.»

Der Zugang zur Pauluskapelle soll neu über die ehemaligen Aufbahrungshallen, die als Windfang genutzt werden, erschlossen werden. Anstelle der frontseitigen Türe wird ein Fenster platziert (siehe Planansicht). «Im südlichen Eingangsbereich gibt es neue Toiletten, mindestens eine davon wird rollstuhlgängig sein. Innen wird die ursprüngliche Kapelle aus dem Jahr 1930 neu dargestellt und die direkten Aufgänge zur Mauritiuskirche werden wieder nutzbar gemacht», sagt Meier. Auch der Goldacher Kirchenverwaltungsrat Markus Baumgartner freut sich: «Durch die Neugestaltung wird die Pauluskapelle zu einem Ort der Begegnung, an dem Gottesdienste, Abdankungsfeiern, aber auch Pfarreiversammlungen oder Gruppenveranstaltungen stattfinden können.»

Nächster Projektschritt für das Haus Navan

Im Frühjahr 2018 haben die Stimmberechtigten einem Planungskredit über 414000 Franken für das Haus Navan zugestimmt. Die Baukommission unter der Leitung von Kirchenverwaltungsrat Walter Wiedmann hat in der Zwischenzeit das Bauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Kindergarten Seehofs erarbeitet. Die von Bürgern eingebrachten Anregungen sind dabei laut Stefan Meier grossteils in das Projekt eingeflossen. Vorgesehen ist ein viergeschossiger Wohnbau mit Gemeinschaftsräumen. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über das Parkhaus Hafen. Die Wohnungen können behindertengerecht ausgebaut werden. Nachhaltigkeit garantieren die Wärmepumpe und eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Der Kirchenverwaltungsrat stellt das Projekt an der öffentlichen Informationsveranstaltung am 25. Februar, 19 Uhr in der Kolumbanskirche vor.

«Besser vorsichtig statt euphorisch» Rechnung  

Die Jahresrechnung 2018 der Katholischen Kirch­gemeinde Region Rorschach schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 716932 Franken. Laut Stefan Meier sind in erster Linie markant höhere Steuereinnahmen in Rorschach und Goldach dafür verantwortlich. Aber auch in Rorschacherberg und Untereggen seien mehr Steuern eingegangen als erwartet. Die Steuereinnahmen von 5,835 Millionen Franken übertreffen das Budget um 325459 Franken. Hat der Kirchenverwaltungsrat also zu vorsichtig budgetiert? «Das kann man so sehen, doch unserer Meinung nach ist es besser mit Bedacht zu budgetieren, als zu euphorisch», so Meier. Ausserdem hätten bei budgetierten Projekten Personalressourcen gefehlt, um diese umzusetzen. Beispielsweise müsse die Informatik, Soft- und Hardware, dringend erneuert und vereinheitlicht werden. Durch die vorgesehene Einsetzung eines Geschäftsleiters werde es diesbezüglich mehr Unterstützung geben.

Erfreulich ist laut Meier, dass die seit 2016 vereinigte Kirchgemeinde die nicht mehr an die Kirchgemeinde Untereggen entrichteten Ausgleichsbeiträge von jährlich ca. 270000 Franken kompensieren konnte. Daher könne ein beinahe ausgeglichenes Budget 2019 präsentiert werden. «Der Aufwandüberschuss von 84100 Franken ist durch das Eigenkapital von 2,789 Millionen Franken mehrfach abgesichert.» Der Rat beantragt einen unveränderten Steuerfuss von 24 Prozent, wovon vier Prozent für die Zentralsteuer eingezogen werden.

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