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Partnerin in der Nachbarschaft gefunden: GHG St.Gallen führt neues Alterszentrum in Mörschwil

Die Verträge sind in trockenen Tüchern: Die Gemeinnützige und Hilfs-Gesellschaft der Stadt St.Gallen (GHG) wird das geplante Wohn- und Pflegezentrum in Mörschwil betreiben. Das Heimreglement wird öffentlich aufgelegt.
Daniel Wirth
In der ersten Hälfte 2020 sollen auf der Burgerwiese in Mörschwil die Bagger auffahren. (Bild: Perrine Woodtli - 31. August 2018)

In der ersten Hälfte 2020 sollen auf der Burgerwiese in Mörschwil die Bagger auffahren. (Bild: Perrine Woodtli - 31. August 2018)

Die Gemeinnützige und Hilfs-Gesellschaft (GHG) der Stadt St.Gallen sei eine optimale Partnerin zur Führung des geplanten Wohn- und Pflegezentrums auf der Burgerwiese; davon sei der Gemeinderat Mörschwil überzeugt, schreibt er im jüngsten Mitteilungsblatt. Die GHG ist in der Stadt und der Region St.Gallen bekannt: Sie führt insgesamt sieben Institutionen in der Stadt, davon die beiden Betagtenheime Marthaheim und Josefshaus.

Am vergangenen Freitag wurden die Leistungsvereinbarung und der Mietvertrag zwischen der Gemeinde und der GHG unterzeichnet – damit findet eine lange Geschichte wohl doch noch ein gutes Ende. Im Januar hatte der Gemeinderat bekanntgegeben, dass er kurz vor Weihnachten 2018 entschieden habe, Vertragsverhandlungen mit der Sensato AG aus Bern als mögliche Betreiberin des Wohn- und Pflegezentrums zu beenden.

Vier Unternehmen zur Offertstellung eingeladen

In der Folge hat der Gemeinderat in enger Zusammenarbeit mit einem externen Berater die Evaluation einer neuen Partnerin vorgenommen. Es seien insgesamt vier Unternehmen eingeladen worden, dem Gemeinderat eine Offerte zu unterbreiten und ihre Konzepte zu erläutern. Diese seien sorgfältig geprüft worden.

Schliesslich habe der Gemeinderat die GHG gewählt. Die GHG bezahlt der Gemeinde Mörschwil 3,2 Prozent der Investitionskosten von gut 27 Millionen Franken; das entspricht 880000 Franken im Jahr. Eine Miete in dieser Höhe war vor Jahren auch mit der am Betrieb interessierten Di-Gallo-Gruppe aus Zürich ausgehandelt worden.

Gemeindepräsident spricht von «Meilenstein»

Paul Bühler, Gemeindepräsident von Mörschwil. (Bild: Michel Canonica - 30. September 2016)

Paul Bühler, Gemeindepräsident von Mörschwil. (Bild: Michel Canonica - 30. September 2016)

Mörschwils Gemeindepräsident Paul Bühler, der Ende 2020 nach beinahe 30 Jahren im Amt zurücktreten wird, nennt die Unterzeichnung des Vertrages mit der GHG einen «Meilenstein» auf dem langen Weg bis zum Bau des Wohn- und Pflegezentrums mit 55 Pflegezimmern und zehn Alterswohnungen.

«Jetzt sollte nichts mehr schiefgehen», sagt Bühler und hofft, in der ersten Hälfte des nächsten Jahres beim Spatenstich auf der Burgerwiese als Gemeindepräsident dabei sein zu können. Der Gemeinderat hat gemäss Mitteilung die Gähler Flühler Architekten aus St.Gallen, die 2011 den Wettbewerb gewannen, beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Fachplanern das Projekt zu aktualisieren sowie mit der GHG die benutzerspezifischen Fragen zu klären.

«Das braucht noch etwas Zeit», sagt Bühler. Er schätzt, dass bei einem Baustart in der ersten Hälfte nächsten Jahres das neue Wohn- und Pflegeheim nach zwei Jahren Bauzeit ungefähr Mitte 2022 bezugsbereit sein wird.

Der Gemeinderat hat ein Heimreglement verfasst, das ab kommenden Montag bis zum 14. Juni öffentlich aufgelegt wird und dem fakultativen Referendum untersteht. Nach Vertragsverhandlungen mit Unternehmen, die zwar Erfahrung haben im Betrieb von Alters- und Pflegeheimen, deren Firmensitz aber weit weg von Mörschwil liegt, hat der Gemeinderat nun in der unmittelbaren Nachbarschaft eine Partnerin gefunden – auch wenn die Brautschau hart war.

GHG: Synergien nutzen und Arbeitsplätze schaffen

Die GHG, die neben Alters- und Pflegeheimen in St. Gallen vier weitere Einrichtungen für hilfsbedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ein Brockenhaus betreibt, will mit dem Wohn- und Pflegeheim in Mörschwil Synergien nutzen, wie Heinz Loretini, Präsident des Vereins, sagt.

Mit dem Marthaheim und dem Josefshaus habe die GHG reiche Erfahrung in der Betagtenbetreuung, sagt Loretini. Die zentrale Verwaltung dreier Heime senke Kosten. Profitieren würden auch die Auszubildenden, denen mehr Abwechslung und später neue geschützte Arbeitsplätze angeboten werden könnten.

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