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Parlamentariertreffen in Steinach: Politiker, Offiziere und Behördenvertreter diskutieren über den Ernstfall

Wie Infrastruktur für Wasser oder Strom schützen? Das besprechen Parlamentarier und Betreiber an einem Treffen der Kantonalen Offiziersgesellschaft in Steinach mit Vertretern von Politik, Armee und Polizei.
Fritz Bichsel
Parlamentarier und Offiziere im Gespräch (von rechts): Hanspeter Trütsch (Moderator), Willy Brülisauer (Armee) und Michael Götte (Verbindungsstab Kanton – Armee). (Bild: Fritz Bichsel)

Parlamentarier und Offiziere im Gespräch (von rechts): Hanspeter Trütsch (Moderator), Willy Brülisauer (Armee) und Michael Götte (Verbindungsstab Kanton – Armee). (Bild: Fritz Bichsel)

Der Unteroffiziersverein Rorschach löste sich auf. Die Schützen fusionierten mit dem Verband St.Gallen. Die Offiziersgesellschaft Rorschach hingegen besteht weiter, ist sehr aktiv und hat eine zusätzliche Aufgabe: Im Turnus stellt sie drei Jahre lang den Vorstand der Kantonalen Offiziersgesellschaft (KOG) mit Kurt Stocker als Präsident. Als letzten grossen Anlass vor der Übergabe an die OG St.Gallen führt dieser das jährliche Treffen mit Parlamentariern durch. Dazu kommen Nationalrat Walter Müller (trotz Session in Bern), gegen dreissig Kantonsrätinnen und Kantonsräte und fünfzig Offiziere in die Hügli Nährmittel AG in Steinach. Peter Bütler von der Geschäftsleitung informiert sie, dass dieses Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern, wovon 200 in Steinach, auch etliche Lebensmittel für die Armee produziert.

Wenn Strom, Verkehrsnetze oder Spitäler ausfallen

Es geht um Netze für Wasser, Strom, Transport, Kommunikation und Bargeld oder um medizinische Einrichtungen. Als Leiter des Amtes für Militär und Zivilschutz und des kantonalen Führungsstabes erläutert Jörg Köhler: Diese sind unterhalb der Kriegsschwelle gefährdet oder bedroht durch Natur oder Terror. Der vielgestaltige Kanton St.Gallen stelle besondere Herausforderungen, in unserer Region den Bodensee als Trinkwasserspeicher. Der Kanton listet 130 kritische Infrastrukturen auf. Unter ihnen sind einige von nationaler oder überregionaler Bedeutung, für deren Wiederherstellung auch die Armee zum Einsatz käme. Die anderen müssen Betreiber, Behörden, Verwaltung, Führungsstäbe, Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz allein überwachen oder wiederherstellen. Jörg Köhler verweist darauf, dass das über Technik hinausgeht – bis zur Information der Bevölkerung.

Von der Armee leisten beim Ausfall von Infrastruktur besonders die Territorialdivisionen (Ter Div) Hilfe, in der Ostschweiz die Ter Div 4. Ihr neuer Kommandant Willy Brülisauer zeigt auf, dass sie nebst Arbeiten an der erwähnten Infrastruktur und deren Verteidigung auch besondere Aufgaben hätte: die Aufnahme von Flüchtlingsmassen oder das Verhindern von Plünderungen. In einem Podiumsgespräch will der vom Fernsehen bekannte Moderator Hanspeter Trütsch möglichst konkrete Aussagen von Divisionär Willy Brülisauer, Kantonsrat Michael Götte vom Verbindungsstab des Kantons zur Armee, Kantonspolizei-Kommandant Bruno Zanga und Vitus Müller von den St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken.

Beispiele können aber kaum diskutiert werden, weil die Liste kritischer Infrastruktur geheim ist. Die Aussagen zeigen jedoch: Massnahmen sind abgesprochen mit den Betreibern, den Nachbarkantonen, dem Bund und dem benachbarten Ausland. Die beteiligten Kräfte sind gut ausgebildet. Bei grossflächigem Ausfall von Infrastruktur würden die in kurzer Zeit verfügbaren Leute allerdings nicht ausreichen. Die Verbindungen unter diesen Kräften, was im Ernstfall entscheidend ist, werden laufend getestet. Welche eingesetzt würden und ob das Zusammenwirken klappen würde, könnte sich erst bei einem Ereignis zeigen.

Dank für die gute Zusammenarbeit der Armee mit dem Kanton überbringt Kantonsratspräsidentin Imelda Stadler. Die Qualität der Hügli-Produkte für die Armee können die Teilnehmer bei einem Barbecue testen.

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