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Parkplätze: St.Galler Gewerbler halten an ihrer Kritik fest

Mitte Dezember haben elf Ladenbetreiber und Unternehmer aus der St.Galler Altstadt in einem offenen Brief an Stadt und Cityparking AG Kritik an den Parkplatzgebühren geübt. Am Montag haben sie in einer Mitteilung nachgedoppelt. Kanton und Stadt seien mit veralteten Regeln fürs Ladensterben im Stadtzentrum mitverantwortlich.
Reto Voneschen
Parkieren in Parkhäusern in der St.Galler Innenstadt: Gewerbetreibende aus dem Zentrum kritisieren, dass die höheren Gebühren als am Stadtrand das Ladensterben in der Altstadt beschleunigen. (Bild: Michel Canonica - 7. September 2010)

Parkieren in Parkhäusern in der St.Galler Innenstadt: Gewerbetreibende aus dem Zentrum kritisieren, dass die höheren Gebühren als am Stadtrand das Ladensterben in der Altstadt beschleunigen. (Bild: Michel Canonica - 7. September 2010)

Die Kritik an den aus ihrer Sicht überhöhten Gebühren in den vier zentral gelegenen Parkhäusern im Stadtzentrum löste im Dezember eine Kontroverse aus. Der Verwaltungsratspräsident der Cityparking AG wies die Vorwürfe zurück. Der Stadtrat war ebenfalls nicht mit allen Kritikpunkten einverstanden, signalisierte aber Verständnis und den Willen, die Tarifordnung für die Parkplätze 2019 zu überprüfen.

Gestern Montag haben die im Forum «Lebendige Altstadt St.Gallen» zusammengeschlossenen Gewerbetreibenden in einer Mitteilung ihre Kritik an der städtischen Parkplatz- und der Verkehrspolitik bekräftigt. Der kantonale Massnahmenplan Luftreinhaltung, der auch in der St.Galler Innenstadt die Zahl der Parkplätze auf öffentlichem Grund auf dem Stand von Ende 1994 einfriert, ist für sie angesichts der zurückgehenden Einkaufsfrequenzen in der Innenstadt schlicht veraltet.

Beschleunigen strenge Vorschriften Ladensterben?

«Die gegen die Stadtzentren gerichtete Sonderregelung» wirkt nach Meinung der Gewerbetreibenden aus dem St.Galler Stadtzentrum «als Brandbeschleuniger bei der Verlagerung publikumsintensiver Angebote auf die grüne Wiese». Der Massnahmenplan habe zu ungleich langen Spiessen zwischen dem Detailhandel in den Städten und im Umland geführt. Dazu sei die Unterstützung der öffentlichen Hand für einzelne Projekte wie etwa die Shopping-Arena gekommen.

Der Lidl-Parkplatz im Lerchenfeld: Alle Einkaufszentren, die nach 1999 entstanden sind, müssen in der Stadt St.Gallen ihre Parkplätze bewirtschaften. Wenn sie es nicht tun oder ihre Parkplatz-Schranke vorsätzlich ständig offen lassen, müssen sie mit einer Anzeige rechnen. (Bild: Ralph Ribi - 17. Dezember 2018)

Der Lidl-Parkplatz im Lerchenfeld: Alle Einkaufszentren, die nach 1999 entstanden sind, müssen in der Stadt St.Gallen ihre Parkplätze bewirtschaften. Wenn sie es nicht tun oder ihre Parkplatz-Schranke vorsätzlich ständig offen lassen, müssen sie mit einer Anzeige rechnen. (Bild: Ralph Ribi - 17. Dezember 2018)

Ebenfalls kein Musikgehör hat die Gewerblergruppe für die Begründung der hohen Parkplatzgebühren im Stadtzentrum: Die vom Stadtrat angeführte Verkehrsdichte könne kein Argument dafür sein. Einerseits sei diese Verkehrsdichte nämlich eine Konsequenz aus politischen Massnahmen der vergangenen Jahrzehnte. Anderseits sei die Zeit des Staus in der Innenstadt an Haupteinkaufstagen vorbei. Er habe sich längst an den Stadtrand verlagert.

Gegen Tariferhöhung am Stadtrand

Falsch wäre für die Gewerbetreibenden des Forums «Lebendige Altstadt St.Gallen» die Erhöhung der Parkplatztarife am Stadtrand im Osten und Westen aufs Niveau in der Innenstadt. Damit vertreibe man nur die Kundschaft ganz aus der Stadt St.Gallen in kundenfreundlichere Einkaufszentren wie den Messepark Dornbirn mit 1300 Gratisparkplätzen, befürchten die Gewerbler in ihrer Mitteilung.

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