Pächter hat das Restaurant Nonolet verlassen: Raiffeisen will nun das Haus verkaufen

Drei Jahre lang hat Wolfgang Kahr das Restaurant Nonolet an der Schwertgasse 1 betrieben. Auf Ende Jahr hat er den Vertrag gekündigt. Seither bleibt die Türe geschlossen. Eine Nachfolge ist noch nicht bekannt.

Christoph Renn
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Die Türe des Restaurant Nonolet an der Schwertgasse 1 ist seit Anfang Jahr geschlossen. (Bild: Christoph Renn)

Die Türe des Restaurant Nonolet an der Schwertgasse 1 ist seit Anfang Jahr geschlossen. (Bild: Christoph Renn) 

An der rechten Seite des Eingangs des Restaurants Nonolet an der Schwertgasse 1 hängt noch die Weihnachtsdekoration. Doch seit Ende Jahr bleibt die Türe geschlossen, silberne Rollläden versperren die Sicht ins Innere. Pächter Wolfgang Kahr und die Geschäftsführerin haben ihren Vertrag nach rund drei Jahren Betriebszeit gekündigt.

Doch nicht, weil der Umsatz nicht gestimmt hätte. «Die Teilhaberin hat das Restaurant nicht mehr weiter betreiben wollen», sagt Kahr. Und ihm fehle schlicht die Zeit, neben seinen anderen Restaurants auch das Nonolet angemessen zu betreuen. Wolfgang Kahr betreibt die Enoteca La Vigna an der Engelgasse 12 und das Kochstudio «Die Küche».

Das Inventar übernehmen

Wie es mit dem Nonolet weitergeht, steht derzeit noch offen. «Das Gebäude gehört der Raffeisenbank», sagt Kahr. Zusammen suchen sie nach einer Nachfolge. «Das gesamte Inventar, von Gläsern bis zu Holzkellen, steht noch bereit.» Das Restaurant könnte also schnell wieder eröffnet, Tische und Stühle an den neuen Pächter weitergegeben werden. Lediglich die Nahrungsmittel hätten sie restlos ausgeräumt. Doch die Zeit drängt. Denn das Inventar bleibt laut Kahr noch bis zum 10. Januar im Nonolet. Dann wird es verkauft. «Interessenten können sich gern direkt bei mir melden.»

Die Liegenschaft wird wohl aber bald den Besitzer wechselnBei der Kommunikationsabteilung der Raiffeisenbank, welche die Liegenschaft an der Schwertgasse 1 besitzt, heisst es auf Anfrage, man wolle das Haus verkaufen. Derzeit laufe die Suche nach einem Investor.

Eröffnet wurde das Restaurant Nonolet einst vom ehemaligen Geschäftsführer und Teilhaber der Privatbank Wegelin. Angesichts dieses Hintergrundes mutet die Bedeutung des Namens des Restaurants beinahe zynisch an.« Pecunia non olet» ist abgeleitet vom lateinischen «Geld stinkt nicht». Die Redewendung hat sich bis heute gehalten, um den Besitz oder Erwerb von Geld aus unsauberen Einnahmequellen zu rechtfertigen.

Ein Hauch Italianità im «Nonolet»

Das «Nonolet» an der Schwertgasse steht seit Anfang Jahr unter neuer Führung. Neuer Pächter ist Wolfgang Kahr, der in der Engelgasse bereits die Enoteca La Vigna und ein Kochstudio betreibt.
Beda Hanimann

Vom Banker zum Beizer

Konrad Hummler, der ehemalige Geschäftsführer und Teilhaber der Privatbank Wegelin, wechselt in die Gastrobranche: Der 60-Jährige übernimmt das Hotel Krone in Speicher.