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Glosse

Oslo weiss, wie weiss es in St.Gallen ist: Norwegisches Onlineportal informiert über den Zustand der städtischen Loipen

Neuerdings finden Langläuferinnen und Langläufer Angaben zu den fünf St.Galler Loipen nicht nur im offiziellen Internetauftritt der Stadt, sondern auch noch auf einem norwegischen Onlineportal. Vorläufig allerdings nur in norwegischer Sprache.
Reto Voneschen
Langläufer unterwegs auf der Kreuzbleiche. (Bild: Benjamin Manser - 10. Januar 2019)

Langläufer unterwegs auf der Kreuzbleiche. (Bild: Benjamin Manser - 10. Januar 2019)

Endlich! Die Stadt St.Gallen hat ihr drängendstes Problem gelöst. Und zwar ziemlich genau aufs Ende der Langlaufsaison hin. Endlich sind die Daten der fünf Stadtsanktgaller Loipen im Langlaufportal skisporet.no auf Norwegisch jederzeit aktuell abrufbar. Dank einem GPS-Sender am städtischen Loipen-Spurgerät kann man auf dem Onlineplan fast live dabei sein, wenn die Spuren auf der Kreuzbleiche, im Brand, auf dem Kinderfestplatz, auf Peter und Paul oder auf der Notkersegg präpariert werden.

Ersatzloipen für Nordlichter

Endlich ist es damit auch soweit, dass sich eine Million Norweger jederzeit per kostenlos herunterladbarer App über die Schneesituation in der Stadt St.Gallen informieren kann. Das ist sicher wichtig für unsere Tourismusstadt: Sollte Norwegen tatsächlich einmal im Winter unter akutem Schneemangel leiden, wissen die Nordlichter sofort, wo sie Ersatz zum Langlaufen finden.

So präsentiert sich auf skisporet.no der Plan der Loipe auf der Kreuzbleiche. Das Höhenprofil des 750 Meter langen Rundkurses ist allerdings etwas gewagt: Die Höhendifferenz pendelt zwischen 680 und 684 Meter über Meer. (Illustration: PD)

So präsentiert sich auf skisporet.no der Plan der Loipe auf der Kreuzbleiche. Das Höhenprofil des 750 Meter langen Rundkurses ist allerdings etwas gewagt: Die Höhendifferenz pendelt zwischen 680 und 684 Meter über Meer. (Illustration: PD)

Übrigens: Unsere Loipendaten wurden erst nach «einer intensiven Testzeit» bei den Norwegern deponiert. Dieser Hinweis ist wohl nicht wirklich wichtig, er tönt aber in der städtischen Online-Verlautbarung «Loipenzustand in Echtzeit» doch wirklich gut.

St.Moritz war schneller...

Ein Wermutstropfen trübt die Freude am jüngsten Coup zur Stärkung der Wintersportstadt St.Gallen. Leider, leider ist unser Loipenparadies nicht die erste Schweizer Skidestination auf skisporet.no. Einer unserer direkten Konkurrenten in diesem Bereich, St.Moritz, hat die Gallusstadt geschlagen und war vorher in Norwegen präsent. In diesem Konkurrenzkampf der Wintersportstandorte reichts also nur für Silber.

Macht aber nichts: Unser Sportamt findet sicher bald noch ein weiteres Langlaufportal, auf dem wir unsere Infos parkieren können – diesmal sicher als Erste. Etwas aus China oder einem arabischen Land wäre noch hübsch. Nicht, weil der Durchschnittsschweizer Chinesisch oder Arabisch besser verstehen würde als Norwegisch. Aber die Schriftzeichen sind definitiv hübscher.

Gratistipp für den Finanzminister

Und an die Adresse der Stadtsanktgaller Kassenwarte vielleicht noch ein eher humorloser Hinweis: Wenn das nächste Mal nach einer Steuerfusssenkung durchs Stadtparlament wieder Sparpotenziale gefragt sind, könnte man vielleicht das Palace und das Sitterwerk verschonen. Mit einem gebrauchten GPS-Sender müssten sich ersatzweise auf eBay doch auch noch ein paar Franken für die Stadtkasse einnehmen lassen.

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