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St.Galler Ortsbürgergemeinde rechnet jetzt anders

Die Ortsbürgergemeinde St. Gallen präsentiert sich an ihrer Bürgerversammlung im neuen Zahlenkleid. Mit der Umgliederung ist sie vermögender geworden – das Jahresergebnis weist jedoch einen Verlust aus.
Claudia Schmid
Der Verlust gründet auf der mehrmonatigen Unterbelegung des Pflegeheims Bürgerspital. (Bild: Urs Jaudas)

Der Verlust gründet auf der mehrmonatigen Unterbelegung des Pflegeheims Bürgerspital. (Bild: Urs Jaudas)

Am letzten Montag des Monats, am 29. April, sind alle Bürgerinnen und Bürger in die St. Laurenzen eingeladen. Die wichtigsten Traktanden der Bürgerversammlung betreffen den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2018. Bürgerratspräsident Arno Noger, Finanzchefin Gabriela Stocker und Ratsschreiber Jens Nef orientierten vorgängig über die wichtigsten Ergebnisse und Veränderungen. Zudem informierten sie über eine neue Vereinbarung mit der Politischen Gemeinde und aktuelle Projekte im laufenden Geschäftsjahr.

Wie mehrfach an den letzten Bürgerversammlungen angekündigt, erstattet die Ortsbürgergemeinde St. Gallen nun erstmals im neuen Finanzkleid Bericht über die Jahresrechnung. Seit dem 1. Januar 2018 wendet sie neu die Rechnungslegungsstandards der St. Galler Gemeinden (RMSG) an. Die Einführung habe eine Neubewertung des Finanzvermögens verlangt, erklärte Gabriela Stocker anlässlich der Medienorientierung.

Finanzielle Lage ist komfortabel

Mit den Umgliederungen und Neubewertungen ist die Ortsbürgergemeinde St. Gallen nochmals um 96,7 Millionen Franken vermögender geworden. «Neu sind auch nicht bewertete Baurechtsgrundstücke, Wälder sowie landwirtschaftliche Pachtgrundstücke und Pachtliegenschaften erfasst», begründete die Leiterin des Finanz- und Rechnungswesens den Vermögenszuwachs. Das Eigenkapital der Ortsbürgergemeinde belief somit im Dezember 2018 auf rund 219,3 Millionen Franken.

Erstmals weist der Finanzbericht eine Darstellung der konsolidierten Rechnung aus. Sie bezieht die beiden vollständig im Besitz der Ortsbürgergemeinde St. Gallen stehenden Aktiengesellschaften Geriatrische Klinik St. Gallen und Nahwärmeverbund Stadtsäge mit ein. Aus Sicht der konsolidierten Rechnung beträgt das Eigenkapital sogar 242 Millionen Franken. «Die Ortsbügergemeinde darf sich somit als sehr substanzstark bezeichnen», betonte Arno Noger.

Rechnung mit operativem Verlust

Nicht ganz so erfreulich präsentiert sich das Jahresergebnis. Es liegt operativ unter dem Budget und weist einen Verlust von 440000 Franken aus. Er ist laut Arno Noger und Gabriela Stocker vor allem auf das negative Ergebnis des Pflegeheims Bürgerspital zurückzuführen, das 2018 während einiger Monate mit Belegungsproblemen kämpfte. Auch die Finanzanlagen hätten für einmal nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Selbst wenn der Verlust ohne weiteres mit den Reserven ausgeglichen werden könne, setze die Ortsbürgergemeinde alles daran, künftig wieder positiv abzuschliessen, stellte der Bürgerratspräsident klar. «Wir sind darauf angewiesen, dass unsere operativen Betriebe und Unternehmen Gewinne erwirtschaften.»

Ratsschreiber Jens Nef informierte über eine Vereinbarung, welche die Stadt und die Ortsbürgergemeinde unterzeichnet haben. Sie beinhaltet eine Übereinkunft über die Zusammenarbeit der beiden eigenständigen Körperschaften und betrifft vor allem gemeinsame Aufgabenfelder in den Bereichen Kultur und Bildung, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Energie, Grüner Ring, Altenpflege und Einbürgerungswesen. Die Vereinbarung strebt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, gegenseitige Information und den Einbezug bei gemeinsamen Themen. Involviert sind nicht nur Stadtrat und Bürgerrat, sondern auch die Stadtverwaltung und die Institutionen der Ortsbürgergemeinde.

Projekte im aktuellen Geschäftsjahr

Arno Noger informierte auch über laufende Projekte. Die Bautätigkeit an der Geriatrischen Klink schreite planmässig voran, so dass am 18. April 2020 die Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür geplant sei. Im Mai dieses Jahres ist die Eröffnung des Klein-Hotels Falkenburg mit vier Hotelzimmern und einem Seminarraum vorgesehen. Anfang Juni wird die Ortsbürgergemeinde den Entscheid zum Wettbewerb für die Überbauung auf dem Areal Stadtsäge präsentieren.

«Neben Aufbau gibt es auch Rückbau», schloss der Präsident seine Ausführungen. So werden die alte Scheune Wiesenwaid am Spazierweg zur Notkersegg, das alte Wohnhaus «Schwarzhüsli» südlich des Bädli St. Georgen und die alte Scheune Eigen in Wittenbach ohne Ersatz abgebrochen.

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