Olma

Thomas Scheitlin bleibt Verwaltungsrat der Olma-Messen: Das St.Galler Stadtparlament hat dem Vorschlag des Stadtrats zugestimmt

Als Stadtpräsident ist der 67-jährige Thomas Scheitlin Ende 2020 nach 14 Jahren zurückgetreten. Damit geht eigentlich auch seine Zeit als Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft Olma-Messen zu Ende. Am Dienstag hat inn das Stadtparlament wieder als Delegierten in dieses Gremium gewählt.

Daniel Wirth
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Thomas Scheitlin an einer Pressekonferenz 2017 in Romanshorn, als der Thurgau als Gastkanton der 75. Olma vorgestellt wurde.

Thomas Scheitlin an einer Pressekonferenz 2017 in Romanshorn, als der Thurgau als Gastkanton der 75. Olma vorgestellt wurde.

Thi My Lien Nguyen

Bis heute war Usus, dass der Stadtpräsident auch Olma-Präsident ist. Tempi passati. Neu delegiert die Stadt St.Gallen einen alt Stadtpräsidenten in das Gremium. Das Stadtparlament stimmte dem Antrag deutlich zu. Und zwar mit 53 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen.

Es ist davon auszugehen, dass der Olma-Verwaltungsrat, der sich selber konstituiert, Thomas Scheitlin wieder zu seinem Präsidenten wählt.

Den Olma-Messen geht es in der Coronakrise schlecht: Eine Messe nach der anderen musste abgesagt werden. Es fehlen Einnahmen. Gleichzeitig werden für rund 160 Millionen Franken die Stadtautobahn überdacht und die grösste stützenfreie Messe- und Eventhalle hochgezogen. Weil flüssige Mittel fehlen, gaben Stadt und Kanton der Genossenschaft schon Darlehen.

Mit der (Wieder-)Wahl Scheitlins in den Verwaltungsrat bleiben den Olma-Messen viel Wissen und Erfahrung erhalten. Gleichzeitig wird ein alter Zopf abgeschnitten: Das Doppelmandat Stadtpräsidium und Olma-Präsidium sorgte in der Vergangenheit für Kritik; Scheitlin musste in den Ausstand treten, als es um die Darlehen ging oder um Einsprachen gegen einen geplanten Hotelneubau auf dem Areal der abgebrannten Halle 7.