Olma-Plakat zählt zu den 100 Besten

Die Schule für Gestaltung in St.Gallen präsentiert erstmals die Wanderausstellung «100 Beste Plakate».

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Gewagtes Spiel von Grafik, Fotografie, Illustration und Typografie: Die besten Plakate überraschen und irritieren.Bild: PD

Gewagtes Spiel von Grafik, Fotografie, Illustration und Typografie: Die besten Plakate überraschen und irritieren.Bild: PD

Der Wettbewerb «100 Beste Plakate» kürt jedes Jahr die besten Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erstmals ist die Ausstellung der besten Exemplare vom 5. bis 24. September in St.Gallen in der Aula der Schule für Gestaltung zu sehen.

«In den letzten drei Jahren kamen auffallend viele preisgekrönte Plakate aus der Schweiz», sagt der St.Galler Designer und Mitveranstalter Philip Kerschbaum. «Die Schweiz hat bei Plakaten die Nasenspitze vorn.» Seit den 1950er-Jahren hat sich hierzulande eine lebendige Plakatkultur entwickelt, die international beachtet wird. Kerschbaum hat die Wanderausstellung in Berlin gesehen und war so begeistert ob der Qualität, dass er sie mit weiteren Plakatfans nach St.Gallen holte. Die Ausstellung wird von Stadt und Kanton getragen.

St.Galler Museen und Sitterwerk punkten

Eine sechsköpfige Jury kürte das Olma-Plakat 2018 der St.Galler Agentur Vitamin 2 zu den herausragendsten Plakaten im deutschsprachigen Raum. Es zeigt Nutztiere wie Schwein, Hahn und Kuh, unscharf fotografiert.

Auch Plakate des St.Galler Textilmuseums, des Naturmuseum und des Sitterwerks schafften es in den vergangenen Jahren unter die Top 100. An der Vernissage morgen Abend wird Philip Kerschbaum denn auch die Hintergründe zur Plakattradition in der Stadt St.Gallen aufzeigen.

Und was ist der neuste Trend im Grafikdesign? «Augmented Reality und bewegte Plakate», sagt Kerschbaum. Dabei kann man die Kamera eines Smartphones über das Plakat halten und sieht anschliessend auf dem Display eine darübergelegte Animation. Auch das soll in der Ausstellung in St.Gallen zu erleben sein. (mem)

Hinweis

Vernissage: 5. September, 19 Uhr, Schule für Gestaltung