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Gröble und Näf zeigen auf dem Podium in Wittenbach Ecken und Kanten

Auf dem Podium bezogen die Kandidaten Stellung. Norbert Näf (CVP) positionierte sich in der Ausländerpolitik, Oliver Gröble (parteilos) startete gelegentliche Angriffe.
Johannes Wey
Norbert Näf und Oliver Gröble (von links). (Bild: Beat Belser)

Norbert Näf und Oliver Gröble (von links). (Bild: Beat Belser)

Seit dem 1. Wahlgang um das Wittenbacher Gemeindepräsidium haben sich die Fronten geklärt: SP und FDP, die sich im ersten Wahlgang noch für Georges Gladig ausgesprochen hatten, empfehlen nun Norbert Näf (CVP). Darum wurde Oliver Gröble gleich zu Beginn des «Tagblatt»-Podiums gefragt, ob diese Ausgangslage für ihn als Parteiloser ein Vor- oder Nachteil sei. Darüber mache er sich keine Gedanken, sagte Gröble. «Dass es im 1. Wahlgang so knapp war, hat Hoffnungen geweckt. Viele dürften gemerkt haben, dass ich tatsächlich eine Chance habe.»

Doch auch Näf kann sich der Unterstützung der Gladig-Wähler nicht sicher sein. Gut möglich, dass ein Teil davon keinen CVP-Mann oder keinen Auswärtigen wählen will. Dessen schien sich auch Näf im Klaren. «Wer Gladig wählte, weil er ein Wittenbacher ist, wird nun wohl Gröble wählen. Wer Gladig wählte, weil er weiss, wie man eine Behörde führt, mich.» Letztlich reiche zum Sieg eine Stimme Vorsprung.

Ausländer sollen mitreden aber nicht abstimmen

Gehört wurden diese Aussagen von um die 300 Wittenbacherinnen und Wittenbachern. Moderiert wurde das Podium von Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion, und Redaktor Adrian Lemmenmeier. In der am Montag vorgestellten gemeinderätlichen «Vision 2030» spielt auch die Partizipation eine Rolle.

Gröble will die Bürger dafür in ihren Quartieren abholen. «Dort findet das Zusammenleben statt.» Er wünsche sich einen systematischen Austausch und brachte dazu – nicht zum letzten Mal an diesem Abend – Quartiergespräche ins Spiel. Dabei könne sich auch die Wittenbacher ohne Schweizer Pass einbringen, antwortete er auf die Frage, wie man diese rund 25 Prozent der Bevölkerung einbinden könne.

Näf sprach sich sogleich gegen das Ausländerstimmrecht aus. Er wolle Ausländerinnen und Ausländern «nicht mehr Rechte geben, als den Schweizern». Dann ahmte Näf in einer etwas seltsamen Anekdote das Radebrechen einer Ausländerin nach, die ihn auf der Strasse angesprochen habe, weil sie sich freue, dass er nach Wittenbach komme. «Beim Einbürgerungstest wäre sie durchgefallen», schloss Näf.

Sozialhilfe konsequent zurückfordern

Ähnliche Vorschläge präsentierten beide Kandidaten zur Senkung der Sozialhilfequote. Oliver Gröble erwähnte ein Pilotprojekt in Wil, bei dem die Rückzahlungen konsequent eingefordert worden seien. Näf nannte ein ähnliches Beispiel aus der Stadt Zürich und regte an, auch beim Wohnungsmix anzusetzen, aber ohne eine Verdrängungspolitik zu betreiben. Das Vorgehen, wie es die Stadt Rorschach an den Tag legte, lehnen beide ab.

Wie schon beim ersten Podium vertraten die beiden Kandidaten in vielen Punkten dieselbe Meinung. Unterschiede gab es dort, wo es um konkrete Herausforderungen für Wittenbach ging. Gröble ging dieses Mal mit seiner noch unbestimmten Haltung in die Offensive. Nachdem Näf seine Vision für das Gebiet Neuhus und das angrenzende Schulhaus skizziert hatte, entgegnete Gröble: «Im Gegensatz zu Herr Näf getraue ich mich nicht zu sagen, was dorthin kommen soll.» Stattdessen brachte er einen partizipativen Prozess ins Spiel.

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