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Kommentar

Finanzielle Not der St.Galler Spitäler: Ohne harte Schnitte geht es nicht

Um jährliche Defizite von 70 Millionen Franken zu verhindern, will der Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St.Gallen Spitäler schliessen. Was der Verwaltungsrat vorschlägt, ist eine Maximalvariante.
Silvan Lüchinger
Silvan Lüchinger, stv. Chefredaktor (Bild: Coralie Wenger)

Silvan Lüchinger, stv. Chefredaktor (Bild: Coralie Wenger)

70 Millionen Franken und mehr. So hoch dürften in einigen Jahren die jährlichen Defizite der St.Galler Spitalverbunde ausfallen, wenn nichts unternommen wird. «Unternehmen» aber kann in diesem Zusammenhang nur heissen: Spitäler schliessen.

Geht es nach den Vorstellungen des Verwaltungsrats der Spitalverbunde, wird es fünf Standorte treffen. Darunter Wattwil, wo dieses Wochenende die Eröffnung des neuen Bettentrakts ansteht, und Walenstadt, das Spital der Region Sarganserland. Das sind Regionen, für welche die Spitäler auch als Arbeitgeber eine wichtige Rolle spielen.

Dreieinhalb Jahre sind es her, seit die St.Galler Stimmbürger mit wuchtigen Mehrheiten fast eine Milliarde Franken für Investitionen ins Gesundheitswesen freigaben. Entsprechend heftig wird jetzt der Schock ausfallen. Und man erinnert sich: Die Diskussion von Spitalschliessungen hat 2004 den damaligen Gesundheitschef Anton Grüninger den Kopf gekostet.

Es ist nicht so, dass St.Gallen in Sachen Leistungskonzentration in den vergangenen Jahren nichts unternommen hätte. Für diverse medizinische Fachgebiete sind Netzwerke entstanden, gynäkologische Abteilungen wurden geschlossen und Einkaufsgemeinschaften gebildet. Aber es zeigt sich immer offensichtlicher: das reicht nicht.

Soll die St.Galler Gesundheitsversorgung auf einem medizinisch hohen und dennoch einigermassen finanzierbaren Stand bleiben, sind weitere Schnitte zwingend. Was der Verwaltungsrat vorschlägt, ist eine Maximalvariante und primär unternehmerisch gedacht. Das letzte Wort hat die Politik. Für welches Mass an Um- und Abbau sie sich letztlich auch entscheidet - aussitzen lässt sich die Sache nicht.

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