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Wettskandal überwunden, mit Ex-Präsident versöhnt: Der FC Gossau startet ohne Altlasten in die Saison

Nach schwierigen Zeiten geht es für den FC Gossau wieder bergauf. Die Querelen um das Vereinspräsidium und die Folgen des Wettskandals scheinen nun endlich Geschichte zu sein.
Marco Cappellari
Der Präsident hofft, auch diese Saison wieder die Aufstiegsspiele zu erreichen. Im Bild der FC Gossau im Aufstiegsspiel gegen den FC Münsingen im vergangenen Jahr. (Bild: Michel Canonica, 3. Juni 2017)

Der Präsident hofft, auch diese Saison wieder die Aufstiegsspiele zu erreichen. Im Bild der FC Gossau im Aufstiegsspiel gegen den FC Münsingen im vergangenen Jahr. (Bild: Michel Canonica, 3. Juni 2017)

Der Saisonauftakt hätte für den FC Gossau zwar besser verlaufen können. Er unterlag am Samstag in der 1. Liga dem FC Tuggen 1:4. Abseits des Platzes sieht es für den Club aber wieder rosiger aus. Nach den schwierigen Zeiten, die er in den vergangenen Jahren durchmachen musste, scheint es für den Verein aufwärts zu gehen. Dies ist nicht zuletzt Vereinspräsident Carlo Troisi zu verdanken.

«Troisi hat wieder Ruhe reingebracht», sagt Beat Thoma, Platzsprecher und Mitglied der Fangruppe Gossau-fen. Troisi – der vormalige Vizepräsident – hatte das Präsidium vor dreieinhalb Jahren im Zuge des Knatsches an der Vereinsspitze übernommen, als Unstimmigkeiten zwischen dem Vorstand und dem damaligen Vereinspräsidenten Christian Kühni zu dessen sofortigem Rücktritt geführt hatten.

«Es ist einiges passiert, aber das ist nun Vergangenheit», sagt Troisi. Nebst den Wirren um das Vereinspräsidium meint er damit auch den internationalen Wettskandal vor knapp zehn Jahren, in den auch Spieler des FC Gossaus involviert waren. Für den Verein hatte die Affäre Schulden in Höhe von 200000 Franken zur Folge. «An der letzten Hauptversammlung konnten wir die Tilgung der Schulden verkünden», sagt Troisi.

Kriegsbeil wurde begraben

Dies ermöglichte es dem Verein, im April dieses Jahres mit dem Label «Sport-verein-t» ausgezeichnet zu werden. Das Label wird Sportvereinen verliehen, welche Kriterien in den Bereichen «Organisation, Ehrenamtsförderung, Integration, Gewalt-/Konflikt- und Suchtprävention sowie Solidarität» erfüllen. Ein Erfolg, der dem Vereinsimage gewiss nicht schadet. Es läuft also gut für Carlo Troisi und den Verein.

Dem ehemaligen Präsidenten Kühni werden aber keine Vorwürfe gemacht. «Auch Kühni war mit vollem Herzblut dabei», sagt Beat Thoma. «Troisi hat es wohl einfacher, weil er seit langem im Verein dabei ist und so besser akzeptiert wurde als Kühni.» Auch Troisi schlägt versöhnliche Töne an. Einige Zeit nach den Querelen hätten er und Christian Kühni sich für eine Aussprache getroffen. «Es ist wieder alles gut», so Troisi. Kühni komme auch wieder manchmal als Zuschauer zu Vereinsspielen.

Die Zuschauerzahlen sind ein Thema, das den FC Gossau – wie alle Vereine – weiterhin beschäftigt. Diese stagnieren seit Jahren. «Aktuell sind es etwa 200 bis 300 Zuschauer pro Spiel», sagt Thoma. Immerhin werden es nicht weniger. «Der Verein tut viel dafür. Etwa mit Gratiseintritten für Mitglieder und Junioren», sagt Thoma. So bietet der Verein neu für Junioren eine sogenannte Familycard an. «Damit können diese Familienmitglieder gratis an ein Spiel mitnehmen», sagt Troisi.

In den vergangenen zwei Saisons wurden bei zwei Spielen ausserdem Spezialeinladungen verschickt. Junioren konnten so je bis zu 20 Personen mitbringen. «So kamen etwa 500 bis 800 Personen an die Spiele.» Eine Menge, die sonst nur an besonderen Spielen vorkommt. Beat Thoma: «Bei Topspielen und gegen Ende der Saison kommen auch mal 500 Leute an ein Spiel». Als Ziel für die kommenden Saisons nennt Troisi so auch, an Heimspielen jeweils regelmässig um die 500 bis 600 Zuschauer anziehen zu können. «Das wäre super», sagt Troisi.

WM in Russland lockt Junioren

Die Mitglieder tragen ihren Teil dazu bei. Derzeit sind es um die 500 Personen, die sich aus 150 Aktiven und etwa 350 Junioren zusammensetzen. Ein Wert, der seit längerem ungefähr gleich ist. «Einzig bei den Junioren stellen wir einen regelrechten Ansturm fest», sagt Troisi. Nebst der Tatsache, dass Fussball nach wie vor die beliebteste Sportart im Lande ist, hat auch die Weltmeisterschaft in Russland ihren Anteil daran, die Kinder und Jugendliche dazu bewegt, einem Verein beizutreten.

Alles in allem blickt Troisi der Zukunft also zuversichtlich entgegen – auch in sportlicher Hinsicht: «Ziel ist es, diese Saison die Aufstiegsspiele zu erreichen».

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