Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ökologischer Fussabdruck: Rorschach kommt gut weg

Eine Statistik vergleicht den CO2- Verbrauch pro Kopf. Während sich gut platzierte Rorschacher freuen, runzeln Nachbarn skeptisch die Stirn und stellen die Aussagekraft in Frage.
Jolanda Riedener
Verkehr fällt stark ins Gewicht beim Vergleich des CO2-Verbrauchs pro Kopf. (Bild: Michel Canonica, 2016)

Verkehr fällt stark ins Gewicht beim Vergleich des CO2-Verbrauchs pro Kopf. (Bild: Michel Canonica, 2016)

Trotz reger Bemühungen verbraucht Steinach am meisten CO2 im Vergleich zu den Gemeinden im Kanton. Das jedenfalls zeigt eine Statistik mit Zahlenmaterial vom Kanton. Die Daten aus den Bereichen Verkehr, Haushalten, Industrie und Gewerbe werden mit der Anzahl Einwohner und Beschäftigten verrechnet. Das Ergebnis ist ein CO2-Verbrauch pro Einwohner und Beschäftigte.

Gut weg beim Ranking kommt Rorschach. Im kantonalen Vergleich steht die Stadt an zehnter Stelle von total 77 Gemeinden. Bei einer Rangierung nach dem Kriterium Verkehr steht Rorschach sogar noch besser da und belegt den dritten Platz punkto CO2-Verbrauch.

«Das Ergebnis freut mich», sagt Rorschachs Stadtpräsident Thomas Müller. Das gute Resultat habe man nicht einzelnen Massnahmen zu verdanken, sondern man handle über alle Tätigkeiten stets mit Gesamtsicht. «Die Minderung des CO2-Ausstosses ist auch Ergebnis der gezielten Stadtentwicklung», sagt Müller. So werden alle grossen Neuüberbauungen mit mehreren hundert Wohnungen mit erneuerbaren Energien beheizt und belüftet.

Attraktiver öV und Parkleitsysteme

In Rorschach achte man sowohl beim öffentlichen- als auch beim Individualverkehr auf umweltschonende Anlagen und Wege. Drei gut erschlossene Bahnhöfe, der 25-Meter-Lift beim Hauptbahnhof und der Seebus, animieren gemäss Müller zur Nutzung des öVs auf praktische Art. «Ihren Beitrag leisten aber auch die neuen Parkgaragen mit Parkleitsystem, die den Suchverkehr nach Parkplätzen und entsprechende Abgase deutlich reduziert haben», sagt Müller.

Die Zahlen studiert hat auch Rorschacherbergs Gemeindepräsident Beat Hirs. Für ihn sei das Rating weniger aussagekräftig, als beispielsweise das Energiestadt-Label. «Die Anzahl eingelöster Autos fällt stark ins Gewicht. Diese sagt aber nichts aus über die gefahrenen Kilometer», sagt Hirs. Laut Zahlen des Kantons liegt Rorschacherberg mit vier Tonnen CO2 pro Einwohner und Beschäftigten weit zurück. Weiter hat Rorschacherberg zusammen mit Thal, Goldach und Rorschach ein Energiekonzept ausgearbeitet, um gemeindeübergreifende Massnahmen zu prüfen und zu realisieren. Laut Hirs wolle man das Konzept «Energieregion» demnächst wieder überarbeiten.

Thal heizt verantwortungsvoll

Fragen wirft auch eine nähere Betrachtung Thals auf: Beim Kriterium Haushalte liegt die Gemeinde auf dem zweitletzten Platz. Eine Erklärung für das schlechte Resultat habe man nicht, heisst es auf Anfrage bei der Gemeindeverwaltung. Im Gegenteil: Öl- und Gasheizungen werden schon länger keine mehr bewilligt, ausserdem verfügt Thal als eine von wenigen Gemeinden über zwei grosse Wärmeverbunde.

Auch Schlusslicht Steinach überrascht. Entmutigen lässt sich der Gemeinderat aber nicht und setzt stattdessen sein Klima-Engagement weiter fort

E-Mobil-Ralley macht Halt in Steinach

Es ist eine Tour de Suisse der besonderen Art: Vom 14. bis 22. Juni führt grösste E-Mobil-Rallye der Welt durch alle 26 Kantone. Dabei macht sie erstmals Halt in Steinach. Die Seegemeinde erweckte kürzlich Aufsehen durch ihren CO2-Verbrauch: Im kantonalen Vergleich liegt das Dorf auf dem letzten Rang.

Entmutigt ist man vom Resultat nicht. «Ich bin überrascht. Gleichzeitig ist es gut, wenn die Zahlen etwas aufrütteln», sagt Gemeinderat Roland Etter. Man werde das Ergebnis noch genauer analysieren. Etter engagiert sich seit vielen Jahren für die Nachhaltigkeit der Gemeinde.

Töff, Velo und Auto fahren mit Strom

Heute Montag macht die Ralley von 8.55 Uhr bis 9.40 Uhr auf dem Schulhausplatz der Primarschule halt. Die Fahrer stehen der Bevölkerung für Auskünfte zur Verfügung; auch bietet sich Gelegenheit, verschiedene Fahrzeuge genauer anzuschauen und zu testen, heisst es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Neben den Steinacher Schülern steht die Veranstaltung der Bevölkerung offen. Rund 60 Fahrzeuge nehmen an der Ralley teil, auch E-Bikes und E-Motorräder. Die Fahrer wollen vor Ort zeigen, dass die E-Mobilität eine saubere und alltagstaugliche Art der Fortbewegung ist und «damit eine sinnvolle Lösung für unsere Zukunft.» Rund 1600 Kilometer und spektakuläre Alpenpässe, darunter die Pässe Hauenstein, Klausen, Schwägalp oder Lukmanier und Simplon, bewältigen die Teilnehmer der diesjährigen Advanced Vehicle Expedition (Wave). Unternehmen, Autohersteller oder Privatteams beteiligen sich an der Ralley.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.