Kommentar

Nur zusammen dauert es nicht ewig

Das hauchdünne Ja zur Seeuferweg-Abstimmung in Rorschacherberg ist für die Gegner bitter. Der Gemeinderat muss die Anstösser nun besonders in die Detailplanung einbeziehen.

Rudolf Hirtl
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Rudolf Hirtl ist Redaktionsleiter in Rorschach.

Rudolf Hirtl ist Redaktionsleiter in Rorschach.

Vier Hundertstelsekunden oder gar noch weniger – mit derart geringen Rückständen müssen sich Skirennfahrerinnen und Skirennfahrer derzeit an der WM in Åre mit dem undankbaren vierten und medaillenlosen Rang begnügen.

Der Ärger darüber steht ihnen jeweils ins Gesicht geschrieben. Ähnliche Gefühle dürften gestern auch beim einen oder anderen Stimmbürger in Rorschacherberg vorgeherrscht haben, als er vernahm, dass das Projekt Seeuferweg mit Aufschüttung, Stegen und Renaturierung eine Mehrheit von nur 11 Stimmen bekommen hat. 0,5 Prozent der 2161 gültigen Stimmen haben den Unterschied ausgemacht.

Ein deutlicher Auftrag an den Gemeinderat sieht anders aus. Dieser muss nun zur Kenntnis nehmen, dass die Hälfte der Bevölkerung gegen das Projekt ist. Gegen ein Projekt notabene, das erst rudimentär geplant ist. Zahlreiche Punkte müssen nun in der Detailplanung konkretisiert werden. Besonders gespannt wartet die Bevölkerung darauf, wie etwa die Anbindung bei der Badi Hörnlibuck gestaltet werden soll.

Tatsache ist, das Detailprojekt muss öffentlich aufgelegt werden. Betroffene Anstösser können dagegen Einsprache erheben und das Vorhaben von Instanz zu Instanz zerren. Dem Gemeinderat muss daran gelegen sein, die Anstösser eng in die Detailplanung einzubinden und das Gespräch zu suchen. Nur so kann er verhindern, dass der Seeuferweg nicht zu einem endlosen Projekt verkommt.

Die Uferweg-Vorlage löst in Rorschacherberg Emotionen aus

Die Gemeinde Rorschacherberg und Vertreter des Planungsbüros haben am Mittwochabend über das Projekt Seeuferweg informiert. Die Meinungen der Anwesenden waren grösstenteils bereits gemacht. Wortmeldungen fielen feurig aus.
Jolanda Riedener