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Umfrage unter Gossauer Senioren: Nur halb zufrieden mit dem ÖV

Die Mehrheit der Gossauerinnen und Gossauer über 50 ist nur teilweise zufrieden mit dem innerstädtischen öffentlichen Verkehr. Besonders die Anbindung der Aussenquartiere sei mangelhaft.
Johannes Wey
Kritik gibt es insbesondere an der Busanbindung der Quartiere. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

Kritik gibt es insbesondere an der Busanbindung der Quartiere. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

Die Gossauerinnen und Gossauer über 50 sind auskunftsfreudig. Bei einer Umfrage, welche die Terzstiftung gemeinsam mit der Stadt unter der älteren Bevölkerung durchgeführt hat, sind knapp ein Drittel der Fragebögen retourniert worden. Zur Umfrage eingeladen wurden alle Gossauerinnen und Gossauer über 50. Der frappierendste Befund: Zwei Drittel der Befragten finden, dass zu wenig erschwinglicher Wohnraum für Ältere bereitsteht.

Was die Umfrage gemäss den Autoren aber ebenfalls gezeigt hat: Die Gossauerinnen und Gossauer über 50 sind nur bedingt zufrieden mit dem öffentlichen Verkehr innerhalb der Stadt. 1052 von 2389 Befragten finden, der ÖV sei nur «zum Teil» auf die Bedürfnisse der älteren Menschen ausgerichtet, 197 finden, das sei nicht der Fall. Vor allem die Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren sieht Mängel. «Das betrifft vor allem die Anbindung bestimmter Ortsteile an den ÖV oder den Zeittakt», heisst es in der Auswertung der Umfrage, die hier auch im Internet zu finden ist.

Betagte kritisieren Fahrweise der Regiobusse

In den Feldern, in denen die Umfrageteilnehmer eigene Antworten formulieren konnten, heisst es denn beispielsweise auch, dass Gossau diesbezüglich schlecht erschlossen sei. «Gossau hat keinen Ortsbus, wenn man nicht an der St. Gallerstrasse wohnt und die Linie 151 nehmen kann.» Zudem werden zahlreiche Quartiere aufgezählt, in denen keine Busse verkehren, oder teilweise nur ein Stundentakt betrieben wird. «Man kann als älterer Mensch nur mit dem Auto oder Taxi ins Dorf kommen, das finde ich ganz schlecht», schreibt etwa ein Teilnehmer über das Niederdorf.

Kritisiert wird in den Kommentaren auch die Zahl der Sitzplätze und die Fahrweise der Buschauffeure: «Es ist ein Ding der Unmöglichkeit im Bus am Automaten eine Fahrkarte zu lösen. Es sei denn, man landet mitsamt dem Geld am Boden.» Diese Kritik stamme «sicherlich» von den betagten Teilnehmern und Teilnehmerinnen, heisst es in der Auswertung. Auch in früheren Befragungen der Terzstiftung sei angemerkt worden, dass ältere Fahrgäste nicht mehr genug Kraft und Gleichgewichtssinn hätten, sich in jeder Situation im Bus auf den Beinen zu halten.

Besorgungen kein Problem – bis auf Postgeschäfte

Alltägliche Besorgungen halten über 70 Prozent für einfach erreichbar, 18,5 Prozent für zum Teil einfach erreichbar. Kritisiert wird aber die Schliessung der Poststellen im Mettendorf und in Arnegg. «Man muss in den Nachbarort fahren, da es keine Post hat, um Geld in Euro zu wechseln», schreibt eine Arneggerin oder ein Arnegger. Im Mettendorf müsse man sich an der Denner-Kasse anstellen, um bei der dortigen Post-Agentur Geld zu beziehen. «Wenn ich Geld abhole, sehen das die anderen, das stört und belastet mich sehr.»

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