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Nachfolge für Thaler Gemeindepräsident Robert Raths: Nur einer winkt nicht gleich ab

Robert Raths kandidiert als Stadtpräsident in Rorschach. Sollte er gewählt werden, hat Thal ein Problem: Ein Nachfolger für den Gemeindepräsidenten ist noch nicht in Sicht.
Jolanda Riedener
Wer im Rathaus Thal Einsitz nehmen wird, sollte Robert Raths Stadtpräsident in Rorschach werden, ist offen. (Bild: Jolanda Riedener)

Wer im Rathaus Thal Einsitz nehmen wird, sollte Robert Raths Stadtpräsident in Rorschach werden, ist offen. (Bild: Jolanda Riedener)

Nach bald 20 Jahren als Gemeindepräsident von Thal will der 57-jährige Robert Raths nun doch Stadtpräsident von Rorschach werden («Tagblatt» vom 21. September). Amtsinhaber Thomas Müller (SVP) kündigte seinen Rücktritt in Rorschach im August an, nun sind auch die Wahltermine offiziell bestätigt (Ausgabe von gestern): Der erste Wahlgang wird am 19. Mai 2019 durchgeführt. Bis spätestens am 18. März nächsten Jahres müssen offizielle Wahlvorschläge bei der Rorschacher Stadtkanzlei eingehen – es bleibt nun noch ein knappes halbes Jahr Zeit.

Gleichzeitig könnte in Thal bald ein Präsidentenamt frei werden, sollte Robert Raths in Rorschach gewählt werden. Bereits Anfang 2020 würde dann eine Neue oder ein Neuer dem Dorf zwischen Reben und See vorstehen. In Stellung bringen will sich gegenwärtig allerdings noch niemand.

Immerhin klare Absagen bringt eine Umfrage bei potenziellen Anwärtern hervor. Thals Gemeinderatsschreiber Christoph Giger winkt sofort ab: «Für mich kommt das nicht in Frage, ich bin der geborene Schreiber.» Er habe andere Fähigkeiten, sagt der Thaler. Auch Raphael Graber, Präsident der SVP Thal-Staad-Altenrhein, wird das Präsidium definitiv nicht anstreben. «Ich habe kein Interesse», sagt der Inhaber einer Thaler Schreinerei. Weiter sei es noch viel zu früh, sich über einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin Gedanken zu machen. Die Partei werde dieses Thema erst intern in Ruhe besprechen müssen.

Einzig Bischofberger zeigt sich interessiert

Auch CVP-Kantonsrat Felix Bischofberger betont: Um über eine Nachfolge von Raths zu sprechen, sei es schlicht noch zu früh. Erst müsse man abwarten, was in Rorschach passiere.

«Ich habe schon damit gerechnet, dass diese Frage irgendwann kommt, aber nicht schon heute»

sagt der Gemeinderat aus Altenrhein. Ausschliessen will Bischofberger sein Interesse am Präsidentenamt zu diesem Zeitpunkt nicht.

Für CVP-Gemeinderat Werner Reifler ist die Kandidatur von Raths in Rorschach kein Grund, in die Hosen zu steigen. «In meiner aktuellen Aufgabe als CEO einer international eingebetteten Unternehmung fühle ich mich sehr wohl. Ich habe auch grosse Freude daran, als Milizler in der Kommunalpolitik seit rund acht Jahren meinen Beitrag leisten zu dürfen», sagt Reifler.

Er ist als Geschäftsführer bei Wanzl in Thal tätig; die Firma gilt als der weltweit grösste Hersteller von Einkaufswagen und Gepäcktransportwagen. «Sollte Robert Raths in Rorschach gewählt werden, ist nach bald 20 Jahren ein solcher Schritt sicher legitim und nicht ungewöhnlich», sagt Reifler auf Anfrage weiter. Sollte Raths nicht gewählt werden, so sei er überzeugt, werde Raths sein Engagement weiterhin in den Dienst der Gemeinde Thal stellen, wie er es auch in der Vergangenheit getan habe.

Eine Frau ist nicht in Sicht

Für Schulratspräsidentin Miriam Salvisberg ist das Amt als Gemeindepräsidentin ebenfalls überhaupt kein Thema: «Ich möchte mich weiterhin für die Schule Thal einsetzen», sagt sie auf Anfrage. Ob eine Frau oder ein Mann als Gemeindeoberhaupt nachrückt, sollte Raths Stadtpräsident in Rorschach werden, spielt für Salvisberg keine Rolle.

Die Schulratspräsidentin könne gut nachvollziehen, dass sich Robert Raths für die Kandidatur als Stadtpräsident von Rorschach entschieden habe. «Dieses Amt bedeutet eine neue Herausforderung für ihn. In Rorschach könnte er sehr viel bewirken, zumal er ja bereits gut verankert ist», so Salvisberg.

Die Staader SP-Kantonsrätin Andrea Schöb war bis am Donnerstagabend für eine Anfrage nicht zu erreichen.

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