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Nur eine Kandidatin: Silvia Eugster will neue Mörschwiler Schulratspräsidentin werden

Silvia Eugster kandidiert als einzige fürs Mörschwiler Schulratspräsidium. Sie kennt den Betrieb bereits bestens.
Melissa Müller
«Das macht mir Freude»: Silvia Eugster will Schulratspräsidentin werden. (Bild: Ralph Ribi)

«Das macht mir Freude»: Silvia Eugster will Schulratspräsidentin werden. (Bild: Ralph Ribi)

Nur eine Kandidatin bewirbt sich um die Nachfolge des Mörschwiler Schulratspräsidenten Ulrich Illigen: seine Stellvertreterin Silvia Eugster-Wehrlin. Sie hatte die Geschäfte von Illigen übernommen, als dieser krankheitshalber mehrere Monate ausgefallen war. «In diesem Jahr habe ich viel Verantwortung übernommen und einen vertieften Einblick in das Amt erhalten», sagt die bisherige Vizepräsidentin.

Sie hat sich mit der anstehenden Sanierung des Schulhauses Augarten befasst, im März eine Bürgerversammlung geleitet, sich um sämtliche laufende Geschäfte, Finanzen und einen bunten Strauss von Fragen rund um Schülerinnen, Schüler und Mitarbeitende gekümmert und dabei gemerkt: «Das macht mir Freude.» Kolleginnen und Kollegen aus dem Schulumfeld, aus der FDP und ihrem Freundeskreis hätten sie zur Kandidatur ermuntert.

«Viel Büez, wenig Lohn»

Ende Juli war Ulrich Illigen nach zehn Jahren zurückgetreten (Ausgabe vom 13. Juli). Die Ersatzwahl findet am 17. November statt. Gestern Mittag ist die Eingabefrist für die Wahlvorschläge verstrichen. Warum stellen die anderen Ortsparteien in Mörschwil, CVP und SVP, keine Kandidaten? Beide Präsidenten waren gestern nicht erreichbar. «Es ist ein undankbares Amt, viel Büez, wenig Lohn», sagt ein Insider. Das Schulratspräsidium entspricht einem 40-Prozent-Pensum.

Marco Huwiler, Präsident der FDP-Ortspartei Mörschwil, freut sich, dass sich mit Silvia Eugster eine erfahrene Kandidatin zur Verfügung stellt. Sie ist schon seit 2011 im Mörschwiler Schulrat tätig, seit 2013 als Vizepräsidentin, muss also nicht erst eingearbeitet werden. Als Stellvertreterin des erkrankten Präsidenten habe sie sich bestens bewährt. Da habe man gesehen, dass sie im Schulrat gut akzeptiert sei, sagt Huwiler. «Und dass sie eine Frau aus den FDP-Reihen ist, ist das i-Tüpfelchen.» Zudem sei Silvia Eugster familienbedingt in der komfortablen Situation, dass sie Teilzeit arbeiten könne. «Eine ideale Konstellation.» Bereits vor einem Jahr kündigte Silvia Eugster ihre Stelle als Religionslehrerin, nun hat sie Zeit für etwas Neues. Ein Anlass für eine persönliche Standortbestimmung.

Stets im Einsatz für Kirche und Familien

«Ich habe mir eine Kandidatur reiflich überlegt», sagt Silvia Eugster, die am 2. Oktober ihren 50. Geburtstag feiert und drei Kinder im Alter von 16, 19 und 23 Jahren hat. Auch ihr Mann, ein Polizist, unterstütze sie auf ihrem Weg. Ihre Ausbildung absolvierte Silvia Eugster-Wehrlin als Detailhandelsfachfrau bei einem grossen Grossverteiler. Mit 20 Jahren übernahm sie bereits die Leitung einer Geschäftsstelle und war als Ausbildnerin tätig. Später liess sie sich aus persönlichem Interesse an Theologie zur Religionspädagogin auf Primarschulstufe ausbilden.

Aufgewachsen in Schwellbrunn hat sich Sivia Eugster mit ihrem Mann nach Stationen in St. Gallen und Goldach 1995 in Mörschwil in der Unteren Waid niedergelassen. «Ich bin sehr gern da daheim. Ein lebendiges Dorf mit vielen engagierten Leuten», schwärmt sie, die sich ebenfalls stets einbrachte: im Club junger Familien, in der Mörschwiler Kirchkreiskommission, in der Elternbildung.

Digitalisierung als Herausforderung

Auch die Stadtnähe geniesse sie wegen des kulturellen Angebots. Sie geht gern ins Theater St. Gallen, mag Musicals, aber auch mal eine Oper, liest viel. In der Freizeit macht sie auch gern etwas mit den Händen: Sie gärtnert und filzt mit einer Freundin in einem gemeinsamen Atelier.
Als Pluspunkt sieht Silvia Eugster-Wehrlin ihre Sozialkompetenz. «Ich habe eine rasche Auffassungsgabe, bin kommunikativ und entscheidungsfreudig.» Von ihrem Vorgänger Ulrich Illigen habe sie gelernt, «Fragen detailliert und besonnen anzugehen. Offen sein für Neues und gesellschaftliche Entwicklungen.»

Und was sind die nächsten Herausforderungen an der Mörschwiler Schule? «Die Digitalisierung. Das Fach Medien und Informatik wurde ausgebaut.» Immer wieder müssten Konzepte und Unterrichtsinhalte überarbeitet und aktualisiert werden, um eine zukunftsgerichtete Ausbildung sicherzustellen. «Zusammen mit dem Schulrats- und Schulteam setze ich mich für eine Schule ein, an der die Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten und Begabungen mit Freude lernen», hält die Kandidatin in ihrem Motivationsschreiben fest.

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