Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vor 100 Jahren blieb Wittenbach bei der Stadtverschmelzung aussen vor: SP hegt vor Podiumsdiskussion Hintergedanken

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Stadtverschmelzung laden die Wittenbacher Ortsparteien zu einer Podiumsdiskussion ein. Für die Parteien steht heute aber die Einheitsgemeinde im Vordergrund.
Johannes Wey
Wittenbach und St.Gallen sind schon lange zusammengewachsen. Zu einer Fusion kam es vor 100 Jahren trotzdem nicht. (Bild: Ralph Ribi)

Wittenbach und St.Gallen sind schon lange zusammengewachsen. Zu einer Fusion kam es vor 100 Jahren trotzdem nicht. (Bild: Ralph Ribi)

Und wieder wird in Wittenbach über eine Gemeindefusion diskutiert. Diesmal geht es allerdings nicht um die Einheitsgemeinde, sondern um die Verschmelzung von St. Gallen, Straubenzell und Tablat zur heutigen Stadt St. Gallen, die sich zum 100. Mal jährt.

Um ein Haar wäre damals auch Wittenbach mit der Stadt verschmolzen. Doch die drei anderen Gemeinden lehnten die Vierte im Bunde ab, die zu spät auf den Fusionszug aufgesprungen war.

Podium mit Stadt- und Gemeindepräsidenten

Anlässlich des Jubiläums stellen die Wittenbacher Ortsparteien kommenden Montag einen gemeinsamen Anlass auf die Beine. Unter dem Titel «Als St.Gallen Wittenbach die kalte Schulter zeigte» blickt Historiker Peter Stahlberger im «Hirschen» auf die Stadtverschmelzung von 1918 zurück. Im Anschluss moderiert er eine Podiumsdiskussion mit dem Wittenbacher Gemeindepräsidenten Fredi Widmer und dem St.Galler Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin.

Ist das runde Jubiläum aber tatsächlich der einzige Anlass, eine Fusion zwischen St.Gallen und Wittenbach zu thematisieren? Hintergedanken räumt man zumindest bei der SP ein. «Für uns ist das Jubiläum ein Steilpass», sagt Präsidentin Ursula Surber. Das Thema habe mit der Diskussion um die Grenzziehungen im Bruggwald-Quartier an Aktualität gewonnen.

Wittenbach und St. Gallen seien zusammengewachsen und litten unter Problemen, die man nur gemeinsam angehen könne. Die Bevölkerung hat sich allerdings erst kürzlich in einer Umfrage anders geäussert. 71 Prozent verneinten die Frage, ob sich der Gemeinderat für einen Zusammenschluss mit der Stadt engagieren solle. Bei der SP zweifelt man aber an der Aussagekraft der Umfrage.

«Wir wollen das Thema Fusion in die Köpfe der Wittenbacher bringen.»

Zumindest über die Einheitsgemeinde müsse man sich in Wittenbach Gedanken machen. «Diesbezüglich ist allen klar, dass etwas gehen muss», sagt Surber.

Und tatsächlich steht die Einheitsgemeinde auch bei CVP und FDP weit oben auf der Traktandenliste, wie die Präsidenten beider Parteien zu Protokoll geben. Eine Fusion mit der Stadt St. Gallen ist für sie aber nach wie vor kein Thema: «Das steht für die FDP gegenwärtig nicht zur Diskussion», sagt Präsident Adrian Schumacher. Und CVP-Co-Präsident Erich Eberle doppelt nach: «In dieser Sache aktiv auf die Stadt zuzugehen ist für uns kein Thema.» SVP-Präsident Markus Brunner war ferienhalber nicht zu erreichen.

Stahlberger will Präsidenten auf den Zahn fühlen

Moderator Peter Stahlberger hat durchaus vor, Scheitlin und Widmer in Sachen Fusion auf den Zahn zu fühlen. «Ich möchte drei Schlüsse aus meiner historischen Analyse diskutieren. Ein Thema wird der richtige Zeitpunkt für eine Fusion sein», sagt Stahlberger. Speziell an der Frage sei aber, dass sowohl Widmer als vermutlich auch Scheitlin nicht mehr lange im Amt sein werden.

«Als St.Gallen Wittenbach die kalte Schulter zeigte», Montag, 19.30, Restaurant Hirschen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.