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Noch kein Gerangel um Nachfolge von Rorschachs Stadtpräsident Thomas Müller

Auf Ende 2019 hat Thomas Müller seinen Rücktritt als Rorschacher Stadtpräsident verkündet. Höchste Zeit also für mögliche Nachfolgerinnen und Nachfolger, sich in Stellung zu bringen. Ein klares Bekenntnis in seine Fussstapfen treten zu wollen, lässt sich noch niemand entlocken.
Rudolf Hirtl

«Ich bin froh, dass es nun publik ist. Jetzt können wir vorwärts schauen und die politischen Gruppierungen haben genügend Zeit, um zu reagieren und ihre Kandidaten zu lancieren», sagte Thomas Müller gestern hörbar erleichtert. Am Samstag hatte er seinen vorzeitigen Rücktritt als Stadtpräsident von Rorschach bekannt gegeben. «Ich werde im kommenden Jahr 67 Jahre alt, da ist es an der Zeit, etwas kürzer zu treten», begründet er seinen Schritt und fügt schmunzelnd an, dass dies künftig das offizielle AHV-Rentenalter sein dürfte. Danach werde er seine Energie auf seine Aufgaben als Nationalrat konzentrieren, falls ihn die SVP erneut aufstelle.

Laut Thomas Müller wird die Ersatzwahl in Rorschach voraussichtlich bereits im Juni des kommenden Jahres stattfinden. Einerseits brauche es genügend Zeit für einen eventuellen zweiten Wahlgang und andererseits könne es ja sein, dass der Neue bei seinem Arbeitgeber noch kündigen müsse. Der genaue Wahltermin müsse aber vom Stadtrat noch fixiert werden.

Gewerbepräsident Stefan Meier überlegt sich eine Kandidatur

Der amtierende Stadtpräsident macht kein Geheimnis daraus, dass er sich einen «starken bürgerlichen Kandidaten» wünscht, damit die von ihm aufgegleisten Projekte weitergehen.

Guido Etterlin (SP), Schulratspräsident Rorschach.

Guido Etterlin (SP), Schulratspräsident Rorschach.

Der in der Stadt am häufigsten genannte mögliche Nachfolger kommt allerdings aus dem linken Lager. Der aktuelle Schulratspräsident Guido Etterlin (SP) fühlt sich auf Anfrage zwar geschmeichelt, dass ihm offensichtlich einige Leute das Amt des Stadtpräsidenten zutrauen, doch eine klare Antwort gibt er nicht. Er wolle den offiziellen Rücktritt von Müller abwarten, ehe er sich dazu äussere, ob er Stadtpräsident werden wolle oder nicht. Fakt sei, dass das Stadtpräsidium in Rorschach eines der anforderungsreichsten und spannendsten in der Schweiz sei.

Felix Gemperle (SP), ehemaliger Kantonsrat.

Felix Gemperle (SP), ehemaliger Kantonsrat.

Konkurrenz erhalten könnte Etterlin aus der eigenen Partei. Der frühere SP-Kantonsrat Felix Gemperle schliesst zumindest nicht aus, einer der Kandidaten sein zu können. «Es wäre eine spannende und reizvolle Aufgabe. Einerseits muss dies aber zuerst mit der Partei besprochen werden und andererseits müsste der Rahmen für mich stimmen.»

Stefan Meier (CVP), Gewerbepräsident und Stadtrat Rorschach.

Stefan Meier (CVP), Gewerbepräsident und Stadtrat Rorschach.

Weniger unschlüssig und geheimnisvoll gibt sich CVP-Stadtrat Stefan Meier. «Es ist eine interessante Aufgabe, die Entwicklung der Stadt weiterzutreiben. Ich muss mich aber zuerst mit meinem privaten und politischen Umfeld besprechen, ehe ich eine Kandidatur bekannt geben kann», so der Präsident des Gewerbevereins Rorschach. Wichtig sei, dass der künftige Stadtpräsident die vom Stadtrat in die Wege geleitete Entwicklung fortsetze.

Robert Raths hat kein Interesse

Robert Raths (FDP), Gemeindepräsident Thal.

Robert Raths (FDP), Gemeindepräsident Thal.

Hoch gehandelt als Müller-Nachfolger wird auch der Thaler Gemeindepräsident Robert Raths (FDP). Jedoch: «Zu Amtsbeginn 2020 wäre ich 59 Jahre alt. Um etwas bewirken zu können, braucht man acht Jahre. So reizvoll und spannend das Präsidialamt in Rorschach auch wäre, für mich ist es aufgrund meines Alters kein Thema», bekräftigt der ehemaliger Leiter des regionalen Pflegeheims PeLago.

Als möglicher Kandidat genannt wird ein weiterer FDP-Mann, nämlich der Rorschacher Stadtrat Ronnie Ambauen. Ob der kulturaffine Architekt tatsächlich Interesse hat, bleibt aber vorerst im Dunkeln. Gestern war er für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

«Rorschachs Entwicklung muss weitergehen»

Michael Götte (SVP), Gemeindepräsident Tübach.

Michael Götte (SVP), Gemeindepräsident Tübach.

Ein offenes Geheimnis ist, dass Thomas Müller am liebsten den Tübacher Gemeindepräsidenten Michael Götte als seinen Nachfolger sähe. Dem SVP-Politiker ist aber am Telefon weder ein absolutes Ja noch ein klares Nein zu entlocken. «Ich habe mich mit dem Thema bis anhin nicht beschäftigt. Ich muss mir dazu erst noch Gedanken machen.» Im Sinne der Region Rorschach müsse es auf jeden Fall ein Bürgerlicher sein, damit die von Müller angestossene Entwicklung weitergehe. «Wichtig ist, dass sich die Bürgerlichen nicht kannibalisieren, sondern zusammen einen starken Kandidaten stellen», sagt Götte, der erst kürzlich sein Interesse für eine Nationalratskandidatur bekräftigt hat.

Eine Frau, die in Müllers Fussstapfen treten könnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszumachen. Die langjährige CVP-Kantonsrätin Monika Lehmann etwa sagt, dass sie ihr politisches Engagement eher zurückfahren wolle. Eine andere Kandidatin aus der weiteren Region Rorschach sieht sie im Moment ebenfalls nicht.

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