«Niemand soll an Heiligabend alleine sein» - Hier feiern alle gemeinsam

Wer Weihnachten nicht alleine verbringen will, findet bei mehreren Festen in Wittenbach und St.Gallen Anschluss.

Johannes Wey
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Weihnachtsstimmung beim Kirchenzentrum Vogelherd in Wittenbach.

Weihnachtsstimmung beim Kirchenzentrum Vogelherd in Wittenbach.

Bild: PD/Ueli Bächtold

Für die meisten Menschen ist Heiligabend ein Fest im Kreis der Familie. Man feiert es zu Hause, die Strassen sind wie leergefegt. Alleinstehenden fällt es damit ausgerechnet in einer der längsten Nächte des Jahres schwer, Anschluss zu finden. Und sie werden schmerzlich an ihre Einsamkeit erinnert.

In Wittenbach soll niemand alleine sein müssen

Ueli Bächtold.

Ueli Bächtold.

PD

In Wittenbach wirkt Ueli Bächtold, Diakon bei der evangelischen Kirchgemeinde, dem seit nun zehn Jahren entgegen. Zusammen mit Kurt Lehmann organisiert er an Heiligabend ab 19 Uhr eine Weihnachtsfeier. «Damit niemand alleine sein muss», sagt Bächtold.

Zahlreiche Angebote in der Stadt St.Gallen

(jw) In der Stadt St. Gallen gibt es eine ganze Reihe von offenen Weihnachtsessen. Heute (16 bis 22 Uhr) und morgen (16 bis 24 Uhr) bietet die Katholische Kirche in einem beheizten Zelt im Leonhardspärkli Guezli und Suppe sowie ein Festessen an Heiligabend an. Um den Heiligabend im Pfarreiheim Rotmonten zu verbringen, kann man sich bei vreni.ammann@kathsg.ch oder unter 071 224 07 51 anmelden (ab 18 Uhr). Auch im Riethüslitreff wird ab 18 Uhr gefeiert, Anmeldungen sind unter diakonat@ref-sgc.ch oder 079 287 14 33 möglich. Einen interkulturellen Heiligabend gibt es von 18 bis 22 Uhr in der Offenen Kirche. Im Domzentrum gibt es am Weihnachtstag von 14.30 bis 17 Uhr eine Kaffeestube.

Das Kirchenzentrum Vogelherd ist für das Fest festlich dekoriert, wobei ein Christbaum nicht fehlen darf. «Die Besucher sollen sich wie zu Hause fühlen», sagt Bächtold. Nach einem Apéro wird es ein mehrgängiges Abendessen geben, auch eine Geschichte und gemeinsames Singen stehen auf dem Programm. Der Abend soll auch eine Brücke schlagen für diejenigen, die später die Christnachtfeier besuchen wollen.

Gut durchmischt und mit vielen Stammgästen

In den vergangenen Jahren hätten jeweils 20 bis 30 Personen an der Feier teilgenommen, darunter viele Stammgäste, sagt Bächtold. Es sei eine gut durchmischte Gemeinschaft. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer möchte, kann sich über eine Kollekte an den Unkosten beteiligen.

Die gemeinsame Feier sei auch für ihn als Alleinstehenden ein «sehr schönes Erlebnis», sagt Bächtold. Er wird dieses Jahr zum letzten Mal der Gastgeber sein, da er im kommenden Jahr als Diakon in Pension geht.

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