Nicolas Senn führt Rorschacher ins neue Jahr

Hackbrettvirtuose Nicolas Senn und das Stradis Orchester haben am Silvesterabend in Rorschach ein Feuerwerk an Melodien gezündet. Sie führten auf eine musikalische Reise von Appenzell nach Ungarn.

Ramona Riedener
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Der Thurgauer Hackbrettspieler und Moderator Nicolas Senn bei seinem Auftritt in Rorschach. (Bild: Ramona Riedener)

Der Thurgauer Hackbrettspieler und Moderator Nicolas Senn bei seinem Auftritt in Rorschach. (Bild: Ramona Riedener)

Am frühen Altjahrabend haben Stradis Orchester und der Thurgauer Hackbrettspieler Nicolas Senn zu einem Konzert der Extraklasse in Rorschach geladen. Das Programm unter dem Motto «Sennlich & Sinnlich» entführte das Publikum mit Werken von Johannes Brahms, Johann Strauss, Béla Kéler, Jenö Hubay, Vittorio Monti und Nicolas Senn auf eine musikalische Reise vom Appenzellerland über Wien nach Ungarn. 

Bis auf sechs Plätze ausverkauft war der Carmen Würth Saal, als Stradis Orchester unter der musikalischen Leitung von Michael Schläpfer den Silvesterabend einläutete. Das im Frühling 1999 von Werner Strassmann gegründete Orchester besteht heute aus 22 professionellen Musikerinnen und Musikern aus der ganzen Ostschweiz. Zusammen mit Nicolas Senn gaben s’Zäuerli, Walzerklänge, Schmäh aus den Wiener Konzerthäusern und Zigeunerweisen aus der ungarischen Pussta zum Besten. 

Als würde die Geige weinen

Wehmütig, als würde die Geige weinen, erklingen die ersten Takte des ungarischen Csárdás unter der Virtuosität des Solisten und Konzertmeisters Edward Ebersold. Die lodernde Glut entflammt, nachdem die Streicher und Bläser beschwingt einsetzen, der Rhythmus mit Temperament ansteigt und das musikalische Feuerwerk im ekstatischen Final gipfelt. Nur noch wenige Stunden fehlten zum neuen Jahr, als Stradis Orchester und Nicolas Senn nach mehreren Zugaben mit dem Radetzkymarsch das Konzert würdevoll beendeten.