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Kantonales Schwingfest in Tübach: Nicht nur für eingefleischte Fans

Rund 5000 Zuschauer haben gestern das 104. St.Galler Kantonal-Schwingfest in Tübach verfolgt. Das kleine Dorf organisierte aus diesem Anlass nicht nur einen Sportevent, sondern auch ein gelungenes Volksfest.
Ramona Riedener
Wem die Sonne nichts ausmachte, beobachtete die Wettkämpfe im Sägemehl in den vordersten Reihen. (Bild: Michel Canonica)

Wem die Sonne nichts ausmachte, beobachtete die Wettkämpfe im Sägemehl in den vordersten Reihen. (Bild: Michel Canonica)

Bereits am frühen Sonntagmorgen war klar, es wird ein sommerlich heisser Tag. Klein, aber bestens organisiert und gerüstet auf eine grosse Besucherzahl, zeigte sich der Gastgeber des 104. St.Galler Kantonalen Schwingfestes. Rund 5000 Schwingfans von nah und fern fanden in die Arena nach Tübach, um die Wettkämpfe im Sägemehl der 206 Schwinger mitzuerleben. Das Dorf mit seinen 1400 Einwohnern zu finden, dabei dürfte das Navi den einen oder anderen Festbesuchern wertvolle Dienste geleistet haben.

Auf der Suche nach einem Schattenplatz

«Von Handschlag zu Handschlag ist man Gegner, sonst Freunde», sagt Daniel Bösch. Die Freude am Sport und die Freundschaft sei wichtig beim Kämpfen im Sägemehl. Der 30-jährige Gewinner des letzten St.Galler Kantonalschwingfests hat gerade seinem Gegner das Sägemehl vom Rücken geklopft und begibt sich nun Schatten suchend vom Platz.

Friedlich ist die Stimmung auch im Publikum. Während sich die Schwinger auf fünf Plätzen im Sägemehl messen, sorgen Jodlerchor, Fahnenschwinger, Alphornbläser und die Musikgesellschaft für zusätzliches Ambiente auf dem Festgelände. Doch irgendwann ist es selbst für die hartgesottensten Schwingfans – von denen ja allgemein bekannt ist, dass sie hart im Nehmen sind – zu heiss an der prallen Sonne. So sind die meisten Sitzbänke leer, weil sich alle unter die Tribüne, Vordächer oder ins grosse Festzelt an den Schatten drängen.

Das «Bauernimage» ist verschwunden

Früher noch verpönt, heute hat er sich etabliert, der Kampfsport im Sägemehl mit den kräftigen Burschen in den Trachtenhemden. Das «Bauernimage» ist verschwunden. Schwingen, der Schweizer Nationalsport, findet immer mehr Beachtung in der Bevölkerung. Das findet auch SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel, der sich ebenfalls unters Volk gemischt hat: «Früher hat meist der dickste Schwinger gewonnen. Der Sport wurde eher von Bauern betrieben und fand kaum Beachtung in der Öffentlichkeit», sagt Büchel.

«Seit einigen Jahren ist Schwingen aber immer beliebter und kulturell wichtiger geworden.»

OK-Präsident Michael Götte. (Bild: PD)

OK-Präsident Michael Götte. (Bild: PD)

Das erfreut auch OK-Präsident und Tübachs Gemeindepräsident Michael Götte. «Nicht nur eingefleischte Schwingfans, sondern auch Tübacher, die noch nie einen Schwingwettkampf gesehen haben, sind begeistert von der Stimmung in Tübach», freut sich Götte. Gründe für diesen Erfolg seien unter anderem, dass man sich seriös vorbereitet habe und dass das OK ein eingespieltes Team sei. «Aber auch Petrus sei Dank für diesen herrlichen Tag», ergänzt Götte:

«Es ist einfach ein geniales Fest.»

In Tübach sind sich Festbesucher sowie OK-Mitglieder am Sonntagabend einig: Das 104. St.Galler Kantonalschwingfest war ein Höhepunkt, ein gelungener Sportanlass und ein friedliches Volksfest.

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