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NGO sammelt in St.Gallen 10,3 Tonnen Kleider für Flüchtlinge: «Der Kleiderberg reichte bis zur Decke»

Bei einer Sammlung für Flüchtlinge in Griechenland kamen über 25'000 Kleidungsstücke zusammen.
Diana Hagmann-Bula
Kleider, wohin man blickt: 10,3 Tonnen sammelte Aid Hoc. (Bild: PD)

Kleider, wohin man blickt: 10,3 Tonnen sammelte Aid Hoc. (Bild: PD)

Für einmal hat Fast Fashion und die Tatsache, dass die meisten Menschen zu viele Kleider im Schrank haben, einen Vorteil. Er wiegt 10,3 Tonnen. 25'318 Pullover und Hosen, T-Shirts und Jacken, Schuhe und Mützen hat die Nichtregierungsorganisation Aid Hoc vor gut einer Woche in der Eventhalle Hektor für Menschen auf der Flucht in Griechenland gesammelt. Diese Wochen startet der Transport nach Griechenland. Die Eventhalle auf dem Güterbahnhofareal wird im Frühling eröffnet.

Schüler und Pensionäre halfen mit

«Es herrschte eine wunderbare, geschäftige und ausgelassene Stimmung, die wir zusammen mit den über hundert Helferinnen und Helfern geniessen konnten», sagt Vorstandsmitglied Bastian Lehner. Schüler hätten ebenso mit angepackt wie Pensionäre.

Der Verein hatte bereits zum dritten Mal zur Kleidersammlung aufgerufen. «Der Kleiderberg, der diesmal zusammengekommen ist, hat uns überwältigt.» Letztes Jahr blieb es noch bei 14'500 Stücken mit einem Gewicht von 5,8 Tonnen.

«Diesmal erschien der Berg zwischenzeitlich unüberwindbar und reichte fast bis zur Decke.»

Den Erfolg führt Lehner auch darauf zurück, dass der Verein allmählich bekannt und der Aufruf auf Social Media oft geteilt worden sei.

Kleiderlastwagen fährt in nächste Woche los

«Wir kamen mit Wegräumen kaum noch nach. Die Kleider müssen nach Geschlecht und Grösse getrennt in die Kisten, sonst gibt es beim Verteilen vor Ort Probleme», sagt Lehner. Noch Montagnacht sei aber die letzte Kiste verpackt und palettiert worden. «So kann der Lastwagen seine Reise nach Griechenland auf die Insel Samos nächste Woche antreten.»

Dort habe sich die Situation der Flüchtlinge in letzter Zeit verschärft. «Das Lager ist mit 6175 Menschen zehnfach überbelegt. Die Menschen, darunter Familien, Kranke und Alte, leben in Zelten, Containern oder unter freiem Himmel», sagt Lehner. Der Winter mit seinen tiefen Temperaturen werde sie hart treffen. «Unsere Partnerorganisation Refugee4Refugees wird die Kleider so rasch wie möglich verteilen.»

Aid Hoc ist eine kleine Nichtregierungsorganisation mit Mitgliedern aus St.Gallen und Basel. Sie setzt sich seit 2015 für Menschen auf der Flucht in Griechenland ein. Der Verein ist in verschiedenen Camps tätig, konzentriert sich aber auf Samos.

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