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Kulturzentrum zieht ans Platztor: Das St.Galler Rümpeltum hat eine neue Bleibe

Das alternative Kulturzentrum Rümpeltum hat ein neuen Standort gefunden. Im September zieht es ans Platztor, muss dort aber schon bald wieder weichen.
Luca Ghiselli
Obdach auf Zeit: Das Rümpeltum zieht in den rechten Gebäudeteil am Magniberg. (Bild: Benjamin Manser)

Obdach auf Zeit: Das Rümpeltum zieht in den rechten Gebäudeteil am Magniberg. (Bild: Benjamin Manser)

Die Suche dauerte lange, aber sie hat sich gelohnt: Gemeinsam mit der Stadt hat das Kollektiv des alternativen Kulturzentrums Rümpeltum mehrere Jahre nach einem neuen Lokal gesucht. Fündig geworden sind sie nun am Magniberg 5a, auf dem Platztor-Areal. Bei der Liegenschaft handelt es sich um ein altes Gewerbehaus, das seit drei Jahren nicht mehr weitervermietet, sondern nur noch von der Stadt für Kurs- und interne Veranstaltungszwecke zwischengenutzt wurde.

Hier, am nordöstlichen Rand der Altstadt, soll bis 2025 ein neuer Campus der Universität St. Gallen entstehen. Das bedeutet auch: Das Rümpeltum wird sich in absehbarer Zeit erneut nach einem neuen Standort umsehen müssen. Wie Baudirektorin Maria Pappa auf Anfrage sagt, dauere der Mietvertrag bis November 2020. «Es könnte aber auch sein, dass das Kulturlokal länger am neuen Ort bleiben kann.» Nämlich dann, wenn es beim Campus-Projekt zu Verzögerungen kommen sollte.

Am 1. September wird der neue Standort bezogen

In der Gewerbebaute war bis Februar 2015 Verein St. Galler Moschee untergebracht. Nun quartiert sich der Verein Rümpeltum ein – und zwar schon bald. Derzeit liegt das Baugesuch öffentlich auf, bereits Ende August läuft der Mietvertrag an der Haldenstrasse 23 aus. Und schon am 1. September nimmt das «Rümp» den Betrieb am Magniberg auf.

«Rümp»-Kollektiv macht den Umbau selbst

«Wir haben zahlreiche Varianten geprüft, zum Teil waren die Verträge schon fast unterzeichnet», sagt Pappa. Dann habe es aber stets Schwierigkeiten, zum Beispiel mit Bewilligungen, gegeben. Nun habe man aber am Platztor eine Zwischenlösung gefunden, die allen Beteiligten bestens diene. Das Gebäude sei günstig zu mieten, zentral gelegen, und doch nicht mitten im Wohngebiet, sodass Konzerte und andere Veranstaltungen im neuen Rümpeltum die Nachbarn kaum stören dürften. Hinzu kommt, dass das Rümpeltum-Kollektiv die Liegenschaft auf zwei Stockwerken selbst baulich auf Vordermann bringt. «Sie machen den Umbau selbst und wir gewähren ihnen freien Spielraum», sagt Pappa. Die einzige Bedingung, die es dabei einzuhalten gelte, seien sicherheitsbedingte Auflagen. Als Gegenleistung gibt es von der Stadt eine Mietzinsreduktion.

Dauerhafte Lösung war schwierig

Ins Gebäude am Magniberg 5a kehrt also wieder Leben ein – wenn auch nur befristet. «Eine dauerhafte Lösung mit diesen Kriterien zu finden, war nicht möglich», sagt Pappa. Hätte man die Liegenschaft nicht bereits vorher vermieten können, statt sie drei Jahre lang quasi leer stehen zu lassen? «Nein, es wären zu grosse bauliche Massnahmen nötig gewesen, die Investitionen für diese kurze Zeit hätten die Mietzinseinnahmen überschritten.»

Mit der gleichen Argumentation brach der Kanton im Mai auf demselben Areal die alte Sattlerei ab, die Stadt ging einen anderen Weg. So habe man sich entschieden, das Haus für eigene Zwecke zu nutzen, bis sich eine geeignete Lösung ergeben habe. Und genau dies sei nun auch geschehen.

Die lange Suche nach einem neuen Lokal

Der bevorstehende Umzug des Rümpeltum ans Platztor ist nicht der erste in seiner Geschichte. Fast 15 Jahre war das Kulturlokal an der Haldenstrasse 23 einquartiert, zuvor befand es sich an der St. Leonhard-Brücke, wo es dem Bürokomplex «St. Leopard» 2002 weichen musste. Bereits vor vier Jahren hatte sich abgezeichnet, dass das «Rümp» auch an der Haldenstrasse ein Dasein auf Zeit fristen würde. Visierstangen kündigten einen Neubau von Geschäfts- und Wohnräumen auf der Parzelle an. Dagegen gingen verschiedene Einsprachen ein, die Rekurse wurden diesen Frühling abgewiesen.

Die Stadt war gemeinsam mit dem Verein Rümpeltum schon länger auf der Suche nach einer Anschlusslösung. Diese gestaltete sich nicht einfach. Auch, weil das Rümpeltum immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen hatte. Ein mögliches Nachfolgeprojekt beim Bahnhof St. Fiden scheiterte zum Beispiel an fehlenden Wasserleitungen, welche die SBB ohne Wissen der Stadt gekappt hatte. (ghi)

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