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Serbischer Tanzverein muss Lokal in Rorschach verlassen

Die Räumlichkeit des serbischen Tanzvereins Vuk Stefanović Karadžić in Rorschach wird abgerissen. Um ihre neue Lokalität in Altenrhein finanzieren zu können, brauchen sie Unterstützung.
Laura Manser
Mitglieder des Serbischen Tanzvereins bei einer Aufführung im Carmen-Würth-Saal. Bild: Rudolf Hirtl
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Serbische Volkstänze in Rorschach

Ein Hausabriss zieht grosse Konsequenzen mit sich: Einer der grössten Vereine in Rorschach ist gezwungen, seine aktuelle Lokalität an der Löwenstrasse zu verlassen. Mittels Crowdfunding sucht er nun Unterstützung.

Der serbische Tanzverein Vuk Stefanović Karadžić, benannt nach dem bedeutendsten Sprachreformator Serbiens, muss nach gut 27 Jahren aus Rorschach wegziehen. «Unsere aktuelle Räumlichkeit wird abgerissen und in ein Wohnhaus verwandelt», sagt Zeljko Sucevic, Präsident des Tanzvereins. Der genaue Auszugstermin steht noch nicht fest. Höchstwahrscheinlich aber wird es in den kommenden vier Wochen passieren.

Umzug in die Gemeinde Thal

Eine neue Lokalität scheinen die amtierenden Schweizer- und Europameister der serbischen Folklore in Altenrhein gefunden zu haben: in einem Hangar des Flugplatzes. Um die Vereinsräumlichkeit tanztauglich zu machen, bedarf es einigen Ausbauungen in der Infrastruktur. Zum Beispiel benötigt der Verein einen neuen Tanzboden, einen grossen Spiegel oder eine Küche.

Zeljko Sucevic ist Präsident des Serbischen Tanzvereins. (Bild: Laura Manser)

Zeljko Sucevic ist Präsident des Serbischen Tanzvereins. (Bild: Laura Manser)

«Ziel unserer Tanzgruppe ist es, aus dem Hangar einen multifunktionalen Raum zu machen, der auch für andere Aktivitäten wie Zumba oder Karate zur Verfügung gestellt werden kann», sagt Präsident Zeljko Sucevic.

Wegen der neuerdings doppelt so hohen Miete im Vergleich zu den Räumen in Rorschach und den kostspieligen Renovationen ergreifen sie diese Massnahme und sind auf der Suche nach jeglichen Unterstützungen. Um möglichen Gönnern das Spenden zu erleichtern, hat die Tanzgruppe auf www.lokalhelden.ch/kultur-tanz mit Hilfe der Raiffeisenbank ein Profil erstellt. Dort kann jeder noch bis Ende Januar Spenden einreichen und somit das Weiterbestehen des Tanz- und Kulturvereins sicherstellen.

«Uns ist es wichtig, dass unser Projekt transparent bleibt. Die Leute müssen wissen, dass das Geld auch tatsächlich für Renovationskosten genutzt wird», sagt Tanja Knezevic, die Freundin von Sucevic und Mitglied des Tanzvereins. Um das zu ermöglichen, haben sie ein Video erstellt, das die Mitglieder vorstellt und die Gründe, Ziele und Zielgruppen nennt. Durch das Crowdfunding hofft der Verein, eine Spendenhöhe von 25000 Franken zu erreichen. Ausserdem ist es ein Versuch, eine breite Bevölkerungsschicht durch einen anderen Kanal zu erreichen: Sie teilen ihre Anliegen auf Facebook und Instagram in Serbisch und Deutsch.

Tanz- und Kulturverein mit langer Geschichte

Der Klub wurde mit unterschiedlichen Sektionen im November 1992 in Rorschach gegründet. Damals war alles noch anders: «Die Umstände waren unschön. Wir bekamen wenig Aufmerksamkeit und wurden finanziell heruntergezogen, bis wir uns als Tanzverein vom Rest des Klubs trennten und selbstständig machten», so Sucevic. Ihre Blütezeit hatten sie im Jahre 2006 und seitdem feiern sie kontinuierlich jede Menge Erfolge.

Heute gehören dem Verein etwa 130 aktive und 100 passive Mitglieder an. Darunter sind nicht nur Schweizer aus verschiedenen Kantonen, sondern auch Leute aus dem Raum des deutschen und österreichischen Grenzgebiets. Durch das zwei- bis dreimalige Training pro Woche und durch verschiedenste Ausflüge und Reisen, wurde die Gruppe zu einer grossen und verbundenen Gemeinschaft. Das Wichtigste für den Verein ist laut Sucevic «das Inspirieren von Menschen, es ihnen gleichzutun, und das Erhalten der Tradition».

Die mit floralen Mustern bestickten Trachten haben einen hohen Stellenwert für die Gruppe. «Wir wollen nicht, dass die Trachten in Vergessenheit geraten oder im Keller vergammeln», sagt Sucevic. Deshalb sorgen sie dafür, dass die Kostüme bei ihren Konzerten und Wettkämpfen gezeigt werden. «Manche davon sind bis zu hundertjährig. Andere wiederum sind Restaurationen», sagt der Vereinspräsident. Die Kleider verkörpern die unterschiedlichen Charakteristiken und Klassenunterschiede in den Regionen Serbien und Umgebung.

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