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Neues Wasserkraftwerk Grafenau in der Sitter ist in Betrieb

Das Kleinwasserkraftwerk Grafenau läuft. Es soll jährlich
1,5 Gigawattstunden Strom produzieren. Damit können 430 Haushalte versorgt werden.
Christoph Renn
Das Kleinwasserkraftwerk Grafenau ist nach einjähriger Bauzeit in Betrieb genommen worden. (Bild: PD)

Das Kleinwasserkraftwerk Grafenau ist nach einjähriger Bauzeit in Betrieb genommen worden. (Bild: PD)

Strom für die nächsten 60 Jahre: Dies soll das neue Kleinwasserkraftwerk Grafenau liefern, das in der Sitter steht. Jährlich produziert es 1,5 Gigawattstunden Strom. Dies reicht aus, um rund 430 Haushalte damit zu versorgen. Vorgestern wurde das fünf Millionen Franken teure Kraftwerk in Betrieb genommen.

Mit dem Bau wurde im August 2017 begonnen, wie es in der Mitteilung heisst. Als grösste Herausforderung bezeichnen Planer und Unternehmer die Arbeiten im Gewässer. So galt es einerseits, die verschiedenen Bäume vom Wasser abzuschotten, und andererseits, genügend Reserve für allfällige Hochwasser sicherzustellen. Gute Wetterbedingungen verkürzten dabei die Bauzeit. Die Erwartungen der Bauherrschaft wurden somit erfüllt. Parallel mit den Hauptbauten wie der Installation der Maschinen, der Turbine und der elektronischen Verkabelungen mussten auch mehrere ökologische Ersatzmassnahmen entlang der Sitter ausgeführt werden.

So schuf die Bauherrschaft in Absprache mit Umweltorganisationen unter anderem sechs Lenkbuhnen für Fische, also Untiefen, zwei Laichgewässer und weiterer Lebensraum für Amphibien. Damit die Fische das Wasserkraftwerk passieren können, wurde ein sogenannter technischer Fischpass erstellt. Zudem musste der Billenbergbach offengelegt werden. Dieser führt jedoch durch das Gelände des Open Airs St. Gallen. Die verloren gegangene Fläche auf dem Festivalgelände wird durch einen neuen Helferplatz kompensiert.

Wehranlage war in einem schlechten Zustand

Basierend auf dem Energiekonzept 2050 hat die Stadt bereits im Dezember 2008 eine Machbarkeitsstudie für ein neues Kleinwasserkraftwerk durchgeführt. Weil die alte Wehranlage im Gebiet Rechen/Grafenau sowieso saniert hätte werden müssen, haben die Stadt St. Gallen und die Kraftwerk Burentobel AG beschlossen, dort ein neues Kraftwerk zu bauen. Bis zum Baubeginn sind jedoch nochmals einige Jahre vergangen. Auch weil Stadt und Bauherrschaft mit den Umweltorganisationen und den Festivalorganisatoren eine zufriedenstellende Lösung suchen musste.

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